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allseitigem Vortheile sein. DaS Verbot der Petroleum- und Solaröl-Beleuchtung in Ställen wird allerdings sehr'schmerzlich empfunden werden, da diese Beleuchtungsart eine sehr verbreitete geworden ist, sehr billig zu stehen kommt, und das Licht selbst ein sehr intensives ist — nichtsdestoweniger ist es, Angesichts der fast täglich berichteten Unglücksfälle, vollkommen begründet. Bekanntlich entsteht die Explosion der Petroleum- und Solaröl- Lampe dadurch, daß sich in dem Oelbehälter über der Flüssigkeit aus dem Oele Gas entwickelt, das unvermeidlich mit atmosphärischer Luft gemischt ist, wodurch Knallgas gebildet wird. Schließt nun der Docht nicht vollkommen luftdicht in der Brennerhülse, so kann sowohl beim Anzünden als auch beim Ausdrehen der Lampe das Knallgas entzündet werden und eine Explosion des Oelgefäßes ist unvermeidlich. Obgleich nun Petroleum und Solaröl in größerem Quantum bei gewöhnlicher Temperatur nicht brennt, so daß man eine Tasse mit diesem Oele gefüllt mit einem Zündhölzchen nicht entzünden kann, so sind doch damit impregnirte Gegenstände, als Kleiderstoffe, Stroh, Heu :c. außerordentlich entzündlich und brennbar, und darin besteht die große Gefahr. Die in dem Artikel „Ueber Feuersbrünste auf dem Lande" in Nr. 39 dieses Blattes erwähnten „Wunderlampen" sind jedenfalls die sogenannten Ligroin-Lampen. Bei diesen ist allerdings die Gefahr der Explosion nicht so groß wie bei Petroleum- oder Selaröl-Lampen, da der ganze Oelbehälterraum von dem Schwamm oder Docht angefüllt nnd kein Platz vorhanden ist, wo sich das entwickelte Gas ansammeln kann. Die Feuersgefahr ist aber nichtsdestoweniger eine ebenso große, da zur Speisung dieser Lampen das sogenannte Ligroin, das nichts anders ist als Benzin-Aether, oder sehr flüchtiges Benzin, verwendet wird — ein äußerst feuergefährlicher, leicht entzündlicher Stoff, mit dem nur mit der größten Vorsicht umzugehen ist. Daß die Petroleumlampen jemals in einfacher, allgemein anwendbarer Weise so verbessert werden können, daß alle Explosionsgefabr dabei vermieden, ist sehr zu bezweifeln, und es wird daher für's Erste dahin kommen, wieder zu der Oellampe und dem Taglichte zurückzugreifen, oder da, wo es irgend möglich ist, das anerkannt gefahrloseste Beleuchtungsmaterial anzuwenden, nämlich Gas. Da es nun aber bei uns in Deutschland noch nicht wie in England dahin gekommen, daß fast jedes Dorf seine öffentliche
Gas-Anstalt hat, und auch schwerlich so weit kommen wird, da dort die Grundbesitzverhältnisse ganz andere und die Kehlen weit billiger sind als bei uns, so ist die Frage zu erledigen, woher man Gas nehmen soll an Plätzen, die keine öffentliche Gas- Anstalt haben? Diese Frage beantwortet sich durch den Hinweis auf einen großen Fortschritt in der Gas-Technik, indem man jetzt kleine, sehr leicht zu handhabende, und vollkommen gefahrlose Apparate anfertigt zur Selbst-Gasbereitung, und zwar nicht aus Steinkohlen, sondern aus Petroleum-Rückständen oder Braun- kohlentheer. Es sind dies sehr billige, jederzeit in beliebiger Quantität zu beziehende und leicht zu lagernde Stoffe, die bei gewöhnlicher Temperatur nicht brennbar, und deshalb völlig gefahrlos zu verarbeiten sind. Die Apparate selbst sind so einfach, daß keine Reparaturen daran vorkommen, und der Betrieb ein so leichter, daß jeder gewöhnliche Arbeiter damit Gas bereiten kann. Es soll nun nicht gesagt werden, daß sich eine derartige Einrichtung, der immerhin nicht unbedeutenden Ausgabe wegen für jeden einzelnen Consumenten, der vielleicht nur wenige Flammen brennt, eignet, aber es könnten doch mehrere Hauseigenthümer, oder eine Dorfgemeinde zur gemeinsamen Beschaffung eines solchen Apparates zusammentreten, um eine gute, billige und möglichst gefahrlose Beleuchtung zu erzielen Für Gutsbesitzer, die außer ihren Stallungen auch ihre Wohnungs- ■ räume, Hof, eventuell Brennerei rc. mit gutem Lichte versehen wollen, ist die Sache ganz speciell zu empfehlen, und können dieselben, da wo es die sonstigen nachbarlichen Verhältnisse gestatten, an die umliegenden Höfe und Häuser GaS abgeben. — In wie weit nun diese Art von Gasbeleuchtungen praktisch durchführbar ist, muß der Beurtheilung des betreffenden Publikums überlassen bleiben, daß indeß durch allgemeinere Einführung von Gaslicht viele Brände und sonstige Unglücksfälle vermieden würden, dürfte Wohl kaum einem Zweifel unterliegen.
R H eß, Plan-Ufer 13. Anmerk. d. Redact.
Derartige Apparate werden, wie uns mitgetheilt wird, von der Fabrik für Gas- und Wasseranlagen von F. PeterS, Wilhelmstraße 121, Berlin geliefert.
iNordd. Landw. Zeitung Sir. 43. de 1868.)
Ankunft u. Abgang der Posten
Zwischen Hanau u. Niederwöllstadt.
Aus Hanau . . . 6 30 Uhr früh, in Wtndecken . .7.50 „ aus Windecken . .7.55 „ „
durch Heldenbergen, in Niederwöllstadt.9.20
9.30
aus Niederwöllstadt 7.— durch Heldenbergen, in Wtndecken. . .8.25
8.35
aus Windecken . .8.30
8.40
in Hanan . . .9.50
10.—
Vorm.
Abds.
im Sommer, „ Winter,
Sommer, Winter, Sommer, , Winter, Sommer, Winter.
Von Hanau nach Aschaffenburg : Morg. *7 U 23 M. Vorm. 8 U. 55 M., *11 U 25 M.; Nachm. I U. 10 M., 3 1t. 27 M., 5 U. 44 M. Abends 9 U. 10 M., 11 U. 35 M.
Von Aschaffenburg nach Hanau: Morg. 4 U. 15 M.; Vorm. 7 U., 10 U. 50 M.; Nachm. *1 U.; *3 11. 35 M.; Abends 5 U., *7 11. 45 M., 9 11. 20 M.
Bebra-Hanauer Eisenbahn.
Von Hanau nach Bebra: Vorm. 7 U. 30 M., 11 U 54 M.; Nachm. 5 11. 43 M., 8 U. 3 M.
Von Bebra nach Hanau: Vorm. 6 U. 36 M., Nachm. 12 U. 38M., 4U.41M., 8U.20M.
H. Im Vcreins-Verkehr.
(Deutsch-Oesterr. Telegraphen-Verein.)
1. Zone (bis zu 10 Meilen) . .. . , 8 Sgr.
2. „ ( „ „ 45 „ ) .... 16 „
3. „ (über 45 „ ) .... 24 „
Tarife
Frankfurt-Hauauer Eisenbahn.
Zwischen Orb und Wächtersbach.
7.— Uhr früh,
aus Orb . .
in Wachtersbach. 7.45 aus Wächtersbach 9 35 in Orb . . . 10.20
Abds..
Zwischen Büdingen u Meerholz, aus Meerholz 8.30 U. Vorm. u. 9.15 U. Abds.
11.5
in Büdingen 10.20 aus Büdingen 3.30 in Meerholz 5 20
früh
5 ■ 30 „ ,,
7.20 „ Nachm.
Von Hanau nach i Wilhelmsbad.....
Hochstadt-Dörnigheim . .
Mainkur......
Frankfurt......
Großauheim.....
Kahl........
I Dettingen...... Klein-Ostheim.....
| Aschaffenburg.....
1. KI. 2.KI. 3.KI.
a. kr.
- 9 — 18 — 30 - 45
— 12
1
27
39
Ö4
9
tr.
6 15 21 30
9 18 27 36 48
kr.
4
9
15
21
6
12
18
24
33
Verloosungen.
Obligationen der Römischen Eisenbahnen. (Central-Toscanische, Section.) Ziehung am 26. Septbr. 1868 Auszahlung Dom 2., ‘ Januar 1869 ab.
Serie A. Nr. 1337, 2032, 2323, 3281 • 4064, 8847, 11272.
Serie B. Nr. 4140, 7814, 9296, 13813' 14783, 15630, 16862,17018,18421, 20630- 20705, 22101, 23310, 26158, 27183, 27328, 28024, 28448, 33575, 33729.
Serie C. Nr. 2754, 3706, 7546, 8316, 8844, 15951, 17683, 17873, 18163, 23610, 23614, 26017, 26932,29074, 29108, 29564, j 31547, 31611, 32327, 34111, 35851.
Ankunft u. Abgang der Kahnzüge
Die mit * bezeichneten sind Schnellzüge.
Frankfurt Hanauer Eisenbahn.
Bon Hanau nach Frankfurt: Morg. 5 11. 10 M., 6 11. 45 M.; Vorm. 8 11. 28 M., 10 11. 20 M.; Nachm. 12 U. 15 M., *1 U. 40 M., ♦4 U. 14 M., 5 U. 25 M.; Abends 6 U. 15 M., *8 U. 25 M., 8 11. 50 M., 10 II. 40 M.
Von Frankfurt nach Hanau: Morg. *7 11.; Vorm 8 U.,*11 11., 11 11. 15 M.; Nachm. 1 U. 10 M., 2 U. 50 M., 4 U. 50 M.; Abends 711., 8 U. 10 M, 9 U. 25 M., 10 U. 15 M., 11 11. ,
Beura-Hanauer Eisenbahn
1Kl. 2Kl. 3SL 4.®l. MU..BM,
6
4
2
9
Von Hanau nach Langenselbold . .
- Meerholz . . .
. . 15
10
7
4
3
1 Gelnhausen . .
. . 18
12
8
5
3
i Wächtersbach
. . 26
18
11
7
4
Salmünster . .
. . 32
21
13
8
5
I Steinau . . .
. . 37
25
16
10
6
1.
2.
3.
Telegraphische Depeschen.
I. Im Jntcrnen-Verkchr.
(Norddeutscher.Bund.) Zone (bis zu 18 Meilen) ....
,, ( „ " b2 ,, ) . . . .
„ (darüber hinaus 6. z. ausl. Grerze)
5
10
15
Sgr.
Geld-Sorten, fl. kr. : Preuß. Kassenscheine 1 44^—45. Preuß. Friedrichsd'or 9 58—59. Pistolen . . . . 9 49 G. Pistolen, doppelte . 9 50 G. Holl. 10fl.-Stücke . 9 54—56. Dukaten .... 5 35—37. 20 Frankenslücke . 9 26|—27 f. Engl. Sovereigns . 11 52—56.
I Russ. Jmperiales . 9 49—51. 1 Dollars in Gold . 2 26—27.
Gedruckt und verlegt in der Buchdruckerei des vereinigten evangel. Waisenhauses.