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Hamuer Wfldjenblatt
Erscheint Mittwochs und Samstags.
JS T Samstag, den 9. Januar. 1868
AM" Bestellungen aus dieses Blatt werden in Hanau in der E^^it'- C“* ^a'-^hause), auswärts bei allen Postanstalten entgegengeno.nmen und werden deshalb sowohl die bisherigen als allenfalls neu zugehende auswärtige Abonnenten gebeten, bei der ihnen zunächst gelegenen Poststelle zu abbonniren, welche auch die präHUHieraildO zu zahlenden Abonnementsbeträge erheben wird.
Auszug aus dem Amtsblatt.
Die am 31. Dezember v. I. ausgegebene Nr. 65 des Amtsblattes vom Jahre 1868 enthält: 1) Bekanntmachung der Hauptverwaltung der Staatsschulden vom 9. Dezember v. I., betreffend die 12. Verloosung der 5 'tigen Staatsanleihe vom Jahre 1859; 2) dergl. Königlicher Regierung, Abthl. für direkte Steuern, Domainen und Forsten, vom 22. Dezember v. I., betreffend die Instruktion über die Erhebung der durch das Gesetz vom 1. Mai 1851 angeordneten Klassensteuer rc.; 3) dergl. Königl. Regierung, Abthl? des Innern, vom 23. Dezember v. I., betreffend Veränderungen in der Arzneitaxe; 4) dergl. des ProvinzialsteuerdirektorS vom 24. Dezember v. I., betreffend die Aufhebung der Waarenkontrole im Binnenlande in den Kreisen Prenzlau, Templin, Ruppin und Ost-Priegnitz des Regierungsbezirkes Potsdam; 5) dergl. des Oberbergamts zu Clausthal, vom 16. Dezember v. I., das dem Fabrikanten Rudolph Wolfs zu Lang-Göns und Genossen unter dem Namen „Georg II." verliehene Bergwerkseigenthum in den Gemeinden Bonames, im Kreise Frankfurt a/M. rc betreffend; 6) dergl. des Generalpostamts vom 22. Dezember v I., betreffend das Reduktionsverhältniß bei den Postanweisungen nach der Schweiz; 7) Personalchronik.
Der bisherige Bergreferendar, Hüttenmeister Jlling zu St. Andreasberg, ist zum Bergassessor ernannt. — In Folge der Vereinigung des Bergreviers Fulda mit dem Bergrevier Schmalkalden ist der Revierbeamte, Bergmeister Württenberger, bisher in Fulda, in gleicher Eigenschaft nach Goslar versetzt, und das dem Bergassessor Ribbentrop übertragene Kommissorium der Verwaltung des Bergreviers Goslar aufgehoben. — Der Bergassessor Brüning ist dem Königlichen Oberbergamte zu Bonn wieder überwiesen. — Der Bergreferendar Rudolf Fulda zu Schmalkalden ist auf sein Ansuchen aus dem Staatsdienste entlassen. — Die Postkondukteure Schad und Becker in Steinau sind nach Frankfurt a. M. und der Postkondukteur Iahn in Neuhof ist nach Schlüchtern versetzt, sowie der Postexpeditionsgehülfe Ru ez in Amöneburg zum Postexpediteur daselbst bestellt worden. — Die durch die Pensionirnng des Unterförsters Messert zur Erledigung kommende Forstschutzbeamtenstelle in Riehe, in der Oberförsterei Haste, ist dem Waldwärter Humbracht zu Engern übertragen worden. — T er Rentamtmann Schmidt zu Vöhl ist von der Wahrnehmung der Polizeianwaltsgeschäfte bei dem dortigen Königlichen Amtsgerichte vom 1. Januar o. J. an entbunden und der Postexpeditor Prinz daselbst damit beauftragt worden. — Der praktische Arzt Dr. Wilhelm Saul hat seinen Wohnsitz von Großenritte nach Gudensberg verlegt und ist mit Versehung der dortigen Amtswundarztstelle beauftragt worden. ,— Die Rechtsanwälte Collm an n zu Witzenhausen und v. Stark zu Hanau sind zu Notaren bestellt worden. — Mit Pension in Ruhestand versetzt wurden: AmtSgerichtssekretair Weinzierl zu Burghaun, vom 1. April 1869 ab; Gerichtsbote Hörning zu Langenselbold, vom 1. März 1869 ab; Gerichtsbote Hild zu Steinbach-Hallenberg, vom 1. April 1869 ab. — Zu Referendarien bei bim Königlichen AppellationSgericht wurden ernannt die Rechtskandidaten: A. Braun zu Fulda, Fr. von Winkler daselbst, H. Berg er zu Großnenndorf, L. Amelung zu Melsungen. — Die Bestellung des RechtSanwalts Kaula zu Bockenheim zum Notar ist auf dessen Antrag zurückgezogen.
Amtlicher Theil.
Den bei der diesjährigen Musterung zum Militairdienste für tauglich befundenen Rekruten Heinrich Tugend aus Rüdigheim und Heinrich Franz aus Przechvw, Kr. Schwez, konnten die GestellungSordres nicht mehr behändigt werden, weil sie inzwischen' verzogen.
Die Herrn Bürgermeister werden veranlaßt nach dem Aufenthalt der genannten Personen zu recherchrren und sie anzuwessen sich bei dem Königlichen Landrathsamte hierselbst zu melden.
Der Landrath: Schrötter.
Diejenigen Herrn Bürgermeister der Landgemeinden, welche mit der Einsendung der 1867r Gemeinderechnung noch im Rückstände sind, werden hierdurch aufgefordert, diese Einsendung binnen 14 Tagen zu bewirken oder den Anstand anzuzeigen.
Hanau am 4. Januar 1869.
Der Landrath: Schrötter.
(Veröffentlichung ) Der verheirathete Goldarbeiter Johann Wilhelm Paul Müller von hier hat um Ertheilung eines Reisepasses nach Amerika nachgesucht, welches hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.
Hanau, am 8. Januar 1869.
Der Landrath: Schrötter.