446
Den 24. April. Karoline, des Beisitzers und Maurers zu K-rbersdorf, Melchior Klüber, T.
Den 26. April. Anna Eva, uneheliche T. einer Auswärtigen.
Den 1. Mai. Johann Anton, des Beisitzers zu Roßdorf und Kartenmachers dahier Kaspar Schmidt, S.
In der deutschkatholischen Gemeinde.
Den 25. April. Elisabeth, des Bürgers und Goldarbeiters Philipp Jakob Junker, T.
V e st 0 r t? f R e.
In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.
Den 5. Mai. Wilhelm Schänd, Taglöhner aus Rückingen, alt 31 I.
Den 6. Mai. Jakob, des Beisitzers zu Gelnhausen und Fabrikarbeiters dahier Johann Friedrich Kreis, S., alt 2 I. 10 M. 6 T.
Den 8. Mai. Maria Anna, des Beisitzers und Silberarbeiters Johann Ludwig, genannt Becker, zu Wickersrothe, Ehefrau, geb. Mehl, alt 43 I. 7 M. 17 T.
In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.
Den 3. Mai. Katharine, des Beisitzers und Taglöhners Franz Küfer, Ehefrau, geb. Golde, alt 64 I. 5 M. 3 T.
Den 5. Mai. Maria Elisabeth, des verlebten Bürgers und Schuhmachermeisters Johannes Größer, nachgelassene Wittwe, geb. Asmus, alt 63 I. 1 M. 5 T.
Den 7. Mai. Gustav, des Bürgers und Bijouteriefabrikanten Johann Philipp Henrich, S., alt 5 M. 17 T.
Den 7. Mai. August Hermann, des ordentlichen Lehrers an der Realschule dahier Julius Friedrich Ludwig Ehlers, S., alt 3 M. 28 T.
Den 7. Mai. Elisabeth Frischkorn aus Aitenhaßlau, alt 69 J.
In der katholischen Gemeinde.
Den 26. April. Albin Krick, Müller aus Harmerz, alt 26 J.
Den 1. Mai. Maria, uneheliche T-, alt 11 M.
Den 9. Mai. Katharine, uneheliche T. einer, Auswärtigen, alt 4 M.
Berichtigungen:
Im vorigen Wochenblatte ist bei den Geborenen der Marienkirche bei dem Namen Hohmann zu lesen: „Berthold" statt Balthasar und „Weichenstellergehülfe" statt Eisen- bahnarbeiter.
In Nr. 18 des Wochenblattes ist unter den Verehelichten der katholischen Gemeinde bei Anna Christine Wild das Prädikat „Jungfrau" hinzuzufügen.
Gemeinnützige Machrèchten
Vertilgung der Maikäfer.
Wir bringen nachstehend einen Erlaß des Generalsekretariats des L C> V. für die Provinz Sachsen mit dem Wunsche zum Abdruck, daß dessen Inhalt, insbesondere die zur Vertilgung der Maikäfer gemachten Vorschläge auch im diesseitigen Regierungsbezirke diejenige Würdigung finden möchten, welche sie verdienen, und wenden uns insbesondere an die Ortsvorstände, an die landwirthschaftlichen Vereine, an alle Land-, Garten- und Waldbesitzer mit der Aufforderung, den gemachten Vorschlägen gemäß, sich an dem Kampfe gegen1 eins der schädlichsten Insekten zu betheiligen, damit dieser ein möglichst allgemeiner werde; denn nur von einem allgemein geführten Vernichtungskrieg ist der gehoffte günstige Erfolg zu erwarten. Die Maikäfer haben sich im letzten Jahrzehnt in so bedrohlicher Menge vermehrt, daß sich u. E. die Anordnung von Zwangsmaßregeln zur allgemeinsten Theilnahme an diesem Stiege rechtfertigen lassen dürfte.
„«seit dem letzten großen Flugjahr der Maikäfer (1864) und durch die von letzteren abgesetzten Eier ist der Kulturboden mit ungeheuren Mengen von Engerlingen, den Larsen der Maikäfer, bevölkert. Der Schaden, welchen dieses gefräßige Ungeziefer während der letzten Jahre den Feldfrüchten zugefügt hat, ist von höchster Bedeutung und sein Umfang läßt sich ermessen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß in manchen Distrikten der Provinz, abgesehen von anderen Kulturgewächsen, allein der 15. ja der 10. Theil der Hackfrüchte und ähnliche Antheile an Halmfrüchten durch die Engerlinge verwüstet worden sind. Es sind die Engerlingsschäden für das gesummte Küllurareal der Provinz nach Millionen von Thalern zu berechnen.
Mit dem gegenwärtigen Jahre hat sich nunmehr die Verwandlung der Engerlinge zu Maikäfern wieder vollzogen und die für unsere Gegenden alle 4 Jähre erscheinende sogenannte große Flugzeit der Maikäfer steht bevor. Der Maikäfer nährt sich während dieser Flugzeit von dem Laub der Bäume und § trauter — diese bei massenhaftem Vorkommen, wie es für das gegenwärtige Jahr zu erwarten ist, nur zu ost verwüstend — und legt demnächst nach der Begattung feine Eier, 20 bis 30, im Boden ab; in wenigen Wochen entsteht aus diesen der Engerling und so ist dann aufs Neue für die kommenden Jahre die Engerlingsplage begründet.
Es fragt sich nun, ist diese Plage unvermeidliche Die Antwort lautet, daß sie wenigstens sehr vermindert werden kann. Am meisten wird dies immer geschehen durch Hegung der natürlichen Feinde der Engerlinge und Maikäfer: der Maulwürfe, der Saatkrähe, der Eulen, Bussarde, Staare ulte einer Menge anderer insektenfressender Vögel: aber es