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Sckmetterlinge auf schwarzem Fonds (Florentiner- Mosaik); 5) eine kleinere Brosche, auch Floren­tiner Mosaik mit mehreren Insekten; 6) eine gol­dene Brosche mit den Buchstaben A. E. J. mit abgebrochener Nadel; 7) ein silberner Schuhab­zieher mit der Aufschrift: toujours ä vos pieds; 8) eine silberne runde Pulverdose; 9) eine runde Crystalldose mit silbernem Deckel, darauf zwei Buchstaben mit einer fürstlichen Krone; 10) eine bronzene Sparbüchse mit dem Effigie Napoleons 111.; 11) ein neusilberner Becher; dieses Dieb- stahls ist dringend verdächtig: Johann Eich von Schöllkrippen in Bayern. Derselbe ist etwa 45 Jahre alt, 6 Schuh groß, hat spärliches schwarzes, grau melirtes Haar, blasses mageres Gesicht, trägt einen schwarzen zweireihigen Rock, dunkle Hosen, schwarzweißos Halstuch, Tuchmütze.

Offenbach. Am 2. November. Heute Vor­mittag wurden hie nachverzeichneten Gegenstände dahier entwendet:

I eine Umhängetasche von gelbem Kalbleder mit schwarzem Tragriemen, in welcher sich befan­den: 1) eine wollene Tuchhose von brauner Farbe, noch ganz neu, 2) eine getragene leinene Jacke, 3) ein Paar ganz neue Zugstiefel, 4) eine blaue leinene ArbeitSschürze, 5) zwei viereckige feuerver- goldete Medaillons (Buchformat); in jedem der­selben befinden sich 6 Photographien, unbekannte Personen darstellend, 6) eine Cigarrenspitze von Meerschaum, 7) zwei leinene Herrenhemden, gez.

K. K. 6, 8) eine Kleiderbürste, 9) zwei Taschen­tücher, roth mit schwarz und weißen Blumen, 10) eine getragene Schirmmütze von grauer Farbe mit rothem Futter, 11) zwei eingebundene- chelchen, das eineAnweisung für junge Hand­werker" enthaltend, das andere ein Schriftchen des GesellenvereinS zu Brünn, 12) zwei Halsbinden, die eine von violetter Farbe, die andere schwarz und weiß karrirt;

11. ein wollenes Halstuch von brauner Farbe mit rothen Streifen.

Des Diebstahls verdächtig ist Heinrich Bien von Freiensteinau, legitimirt mit' Heimathschein Großh. Kreisamts Lauterbach vom 12. Juli 1866, welcher mit dem Bestohlenen in einem Wirths- Hause verkehrte. Derselbe ist ca. 24 Jahre alt, 6' 6" Darmst. groß, kräftiger Statur, mit blon­den Haaren, rundem Gesicht und war bekleidet mit blauwollenem Wamms, blauem Tuckrocke, dunkler Hose unb dunkler Schirmmütze.

Spuren zur Ermittelung der Diebe und der gestohlenen Gegenstände vor deren Ankanf gc- . warnt wird sind entweder dahier oder bei der nächsten Polizeibehörde anzuzeigen.

Hanau am 7. November 1866.

Königliche Polizeidirektion.

Cornelius.

18. S ch lüchtern. Am 31. Oktober d. J. sind zu Steinau folgende Gegenstände entwendet worden-

1) ein blaues und weißes Hemd, gez. P. wJ 2) ein Paar leinene, weiß und blau^ gestreifte Hosen; 3) ein Paar Riemeuschnhe; 4) eine Mili- tairmütze ohne Schild mit kurhess. Kokarde; 5) zwei Glanzbürsten; b, in Pfeifenrohr mit Spitze und Abguß.

Sämmtliche Gegenstände waren in eine weiße Serviette eingebunden.

Die verehrlichen Polizeibehörden werden ersucht, Mittheilung zu machen, wenn sich Jemand im Besitze dieser Gegenstände finden sollte.

Schlächtern am 2. November 1866.

Königliches Landrathsamt.

v. Wolfs.

Fahndungsschreibm und Steckbriefe.

449. Hofgeismar. Alle Justiz- und Polizeibe- behörden werden ersucht, den pensionirten Steuer­aufseher Ludwig Siebert, 72 Jahre alt, von Rörshain, dermalen abwesend, unbekannt wo? zur Berbüßnng einer gegen denselben wegen ärzt­licher bezw. wundärztlicher Pfuscherei erkannte« Gefängnißstrafe von 4 Tagen im Betretungsfalle zu verhaften und anher abzuliefern. s Hofgeismar am 17. Oktober 1866.

Königliches Justizamt. Poppelbaum.

450. Hana u. Steckbrief gegen Heinrich Berg, Goldarbeiter, von Langendiebach, zur Zeit in Hanau wohnhaft gewesen, Zwecks Strafverbüßung. Hanau am 24. Oktober 1866.

Königliches Justizamt U.

C ö st er.

vt. Frankenberg.

451. Fulda. Alle betreffenden Behörden werden ersucht, den dahier wegen Betrugs in Unter­suchung befangenen Eisenbahnarbeiter Wilhelm Abe aus MöckerS (Herzogl. Sächsischen Ber- waltungsamts Wasungen) im Betretungsfalle verhaften und mit den gewöhnlichen Gendarmerie­verbindungspatrouillen anher abliefern zu lassen.

Fulda am 6. November 1866.

Die untergerichtliche Staatsbehörde.

v. Lengerke.

452. Burghaun. Alle betreffenden Behörden werden ersucht, den Georg Heinrich Hollenbach aus Hechelmannskirchen, welcher wegen mehrerer Diebstähle dahier in Untersuchung sich befindet, im Betretungsfalle verhaften und durch die Gen­darmerieverbindungspatrouille anher abliefern zu lassen.