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Nr. S

Polizeiliche Nachrichten.

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Hana« am 1. Februar £M?<B.

Bekanntnrachungen.

35, Polizeidirektion zu Hanau. Nachdem der §. 9 der unter dem 6. Juli v. I. für die Gemeinde Gronau erlassenen feldpolizeilichen Bestimmungen (Nr. 28 der polizeilichen Nachrich­ten vom 13. Juli v. I.) auf den Antrag des OrtSvorstandeS und im Einverständnisse mit dem Bezirksrathe außer Wirksamkeit gesetzt worden ist, so wird dies hierdurch veröffentlicht.

Hanau am 19. Januar 1866.

Kurfürstliche Polizeidirektion. Cornelius.

36. Polizeidirektion zu Hanau. I» den letzten Tagen wurden zu Offenbach gefälschte Geld­stücke , bestehend in vergoldeten österreichischen Sechskreuzerstücken, welche auf der einen Seite den Doppeladler mit einer Krone darüber, darunter die Zahl 5 und auf der anderen Seite das Bild- niß der Kaisers Ferdinand I. tragen, als Dukaten ausgegeben.

Es wird dieser hiermit zur Warnung des Pu­blikums veröffentlicht.

Hanau am 25, Januar 1866.

Kurfürstliche Polizeidirektion

C o r n e l i n S.

Vergehen und Verbrechen.

37. Polizeidirektion zu Hanau. Angeblich entwendete Gegenstände:

Offenbach. Am 24. d. M. 5 Knabenhem­den ohne Umlegkragen, ?. 8. 6 gezeichnet; 6 Paar wollene M. H. gez. Frauenstrümpfe.

Spuren zur Ermittelung der Diebe und der ge­stohlenen Gegenstände — vor deren Ankauf ge­warnt wird — sind entweder dahier oder bei der nächsten Polizeibehörde anzuzeigen.

Hanau am 31. Januar 1866, Kurfürstliche Polizeidirektion.

Cornelius.

Fahndungsschreiben und Steckbriefe.

38. Hanau. Steckbrief wider Heinrich Wage­

mann, 61 Jahre alt, von Langendiebach, Behufs 41. Borken.

Vollziehung einer wider denselben wegen Beleidi- Reuber von

gung und Ruhestörung erkannten fechstägigen Ge­fängnißstrafe.

Berfolgende Behörde: Justizamt l zu Hanau.

Hanau am 19. Januar 1866.

Kurfürstliches Justizamt l.

Gleim.

vt. Wohlgemuth.

39. Schlächtern. Seit einigen Tagen treibt sich in den Ortschaften des hiesigen Kreises ein 30 bis 35 Jahre alter Mensch mit dunkelbraunem etwas gelichteten Haupthaare, dunkelblondem gedrehten Schnurrbarte, untersetzter Statur, etwa 5'5" groß, umher, und sammelt auf Grund einer gefälschten, auf den Namen Joseph Reuß von Langenselbold lautenden, Bescheinigung Kurfürstlicher Polizeidi- rektion zu Hanau, welcher ein nachgemachtes Sie­gel dieser Behörde beigedruckt ist, milde Gaben, unter dem Borgeben, daß er Optikus sei und ihm sein Waarenvorrath im Werthe von 600 fl. ge­stohlen worden.

, Derselbe gehört aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer Bande von Fälschern, die schon längere Zeit unter Vorzeigung nachgemachter Bescheinigungen verschiedener Behörden, auch des Landrathsamtes dahier, das Publikum hintergeben und Unterstüz- zungen, oft namhafte Beträge, zu erschwindeln wissen.

Ich ersuche, denselben im Betretungsfalle ver­haften und mit Gendarmerieverbindung anher ab­liefern zu lassen.

Schlächtern am 24. Januar 1866.

Die unterg. Staatsbehörde. Schick.

46. Fulda. Alle betreffenden Behörden werden ersucht, den Knaben Stephan R ö h r i g aus Ober- bimbach, welcher aus der katholischen Rettnngsan- stalt für verwahrloste Knaben zu Sannerz wieder­holt entlaufen ist, im Betretungsfalle verhaften und gedachter Anstalt gefälligst zuführen zu lassen.

Fulda am 18. Januar 1866.

Kurfürstliche Polizeidirektion.

Schmidt.

Erledigungen.

Der gegen den Dienstknecht Jakob GroßmannSrode unter'm 24, Ig.