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Hanau, Doünerstäg den L Februar 1866.

G c s e y g c h u ii g.

Die Nummer II deS Gesetzblattes von diesem Jahre enthält;

Änsstdreibvii der MlttWrlel! des Aeußern und des Innerll

vom 26 Januar 1866, betreffend d i e mit d e r K a i s e r bi ch Fran­zösischen Regierung abgeschlossene Ueb erei nkunft wegen gegenseitigen Schutzes der Rechte an (ite rär ischen Erzeugnissen und Werken der Kunst.

Zufolge Allerhöchster Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Kurfürsten werden zur Aus­führung der* von der Krone Preußen für sich und in Vertretung der übrigen zum Deutschen Zollverein gehörigen Staaten mit der Kaiserlich Französischen Regierung abgeschlossenen Uebereinkunft w.zen ge­genseitigen Schutzes der Rechte an literarischen Er» Zeugnissen und Werken der .Kunst vom 2. August 1862, welche mit den weiteren zwischen dem Zoll­verein und Frankreich abgeschlossenen Verträgen nach Statt gehabter Ratifizirung durch hie Verkündigung vom 7. Juni v. I. im Gesetzblatte (Seite 334 flg.) veröffentlicht worden ist, nachfolgende Vorschriften erlassen:

8- 1.

Für die Bücher, Karten, , Kupferstiche, Gliche anderer Art, Lithographien und musikalischen Werke, welche zum ersten Male in Kurhessen erscheinen, kann die Anmeldung zu der in Gemäßheit der Art. 3 und

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6 zu bewirkenden Eintragung bei dem Ministerium des Innern zu Paris entweder unmittelbar an das genannte Ministerium oder an die Kaiserlich Fran­zösische Gesandtschaft dahier gerichtet werden.

§. 2.

Erscheinen Uefa W ale zum ersten Male in Frank­reich, so findet die in Gemäßheit der Art. 3 und 6 zu bewirkende Eintragung dahier bei dem unter­zeichneten Ministerium des Innern statt. Die An­meldung dazu kann entweder unmittelbar an das genannte Ministerium selbst oder an die Kurfürstliche Gesandtschaft zu Paris gerietet werden.

8- 3.

Die betreffende Anmeldung muß enthalten:

1) bei Büchern und musikalischen Werken:

den Titel des Werks, die Angabe des Urhebers, bzw. des Uebersetzers, des Verlegers, des Ortes und der Zeit des Erscheinens, der Anzahl der Bände und der Bogen, der etwa beigegebmen Tafeln, des Formates, auch des etwa an der Spitze des Werkes vermerkten Vorbehaltes des Uebersetzungsrechtes;

2) bei Karten, Kupferstichen, Stichen anderer Art und Lithographien:

die Bezeichnung de^ Gegenstandes der Darstellung und die Bezeichnung der Reproduktionsart, die An­gabe. des Urhebers des Originalwerkes, des Urhebers der Reproduktion, des Druckers, des Verlegers des Ortes und der Zeit des Er­scheinens, sowie der Dimensionen des Formates.

Bei der Angabe der Namen ist die vollkommenste Deutlichkeit zu beobachten.