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Den 5. Mai. Wilhelm Ludwig, unehelicher S.
Gestorbene.
In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.
Den 7. Mai. Karl Robert, unehelicher S., alt 6 M. 3 T.
Den 7. Mai. Jungfrau Karoline Wilhelmine Friederike, des Beisitzers und Schneiders Friedrich Wohlleben, T., alt 19 J. 10 M. 23 T.
Den 8. Akai. Johann Joseph, des Bürgers und Graveurs Friedrich Wilhelm Menius, gcu, Moreau, S., alt 7 M.
Den 9. Mai. Des Beisitzers und Güterverladers Adolph Oliv Müller, T. (vor der Taufe gestorben), alt 1 Stunde.
Den 10. Mai. Helene, unehel. Zwillingstochter, alt 8. T.
Den 10. Mai. Frau Charlotte Friederike, des Lehrers im vereinigten evangelischen Waisenhaus Jakob Brüning, Ehefrau, geb. Herrgott, alt 38 I. 11 M. 12 T.
Den 11. Mai. Jungfrau Pauline Luise Karoline Eleonore, des Obergerichtsraths Karl Fredrich Kröber, T., alt 28 J. 2 M. 27 T.
Den 11. Mai. Frau Maria Elisabeth, des verlebten Bürgers und Glascrineisters Hartmann Koch, nachgelassene Wittwe, geb. Fritz, alt 75 J. 11 M. 13 T.
Den 13. Mai. Johann Lorenz, des Beisitzers zu Neuenhaßlau und Fabrikschreincrö dahier Johann Georg Betz, S., alt 1 M. 16 T.
In der evangel. Gemeinde der Johanne skircbe.
Deu 9. Mai. Karoline Luise, des Bürgers und Fabrikanten Ferdinand Gerhard Schreiber, T., alt 3 M. 12 T.
Den 9. Mai. Heinrich Zinn, Taglöhner aus ClauS- marbach, Amts Burghaun, alt 18 J.
Den 9. Mai. Frau Maria Henriette, des verlebten Registrators Wilhelm Kraushaar, nachgelassene Wittwe, geb. Kleinschmidt, alt 76 J.
Den 10. Mai. Johann Philipp Wenzel, Bürger und Bäckermeister, alt 49 J. 3 M. 15 T.
Den 14. Mai. Johann Ludwig, des Bürgers und Bijouteriefabrikanten Johann Christian Ludwig Lind, S., alt 4 I. 11 M. 22 T.
In der niederländischen Gemeinde.
Den 14. Mai. Johann Friedrich Pannot, Bürger und Konditor, alt 58 J. 3 M. 29 T.
In der katholischen Gemeinde.
Den 9. Mai. Johannes Kuhl von Marborn, Maurer, alt 60 I.
Den 12. Mai. ZustuS Klug, Taglöhrer aus Rom- merz, alt 4G I.
Gemeinnützige Nachrichten
Ueber den Nutzen der Vögel.
(Uebcrfcfct aus dem Englischen v. Wilson Flagg.)
Manchem unserer Leser mag es befremdend erscheinen, daß es nöthig ist in der jetzigen aufgeklärten Zeit den Nutzen der Vögel für den Ackerbau mit einer Reihe von Gründen zu beweisen; noch mehr werden sie erstaunen, wenn sie erfahren, daß die größten Feinde der Vögel unter denjenigen Klassen von Menschen gefunden werden, deren Erwerb zu Grunde gerichtet sein würde, wenn sie nur ein einziges Jahr des Dienstes der Vögel beraubt wären. Gewöhnlich streitet man für die Vögel, als schöne und interessante Wesen, welche den Schutz um ihrer selbst Willen verdienen, während man deren Wichtigkeit für den Haushalt der Watur übersieht. Wie werthvoll sie auch sind wegen ihres Gesanges, ihrer lebhaften Bewegungen, ihres schönen Gefieders und ihrer unterhaltenden Gewohnheiten, so sind doch alle diese Eigenschaften von geringerer Wichtigkeit im Vergleich mit den Wohlthaten, welche sie den Menschen gewähren, indem sie die übermäßige Vermehrung schädlicher Insekten verhindern. Grüner sind die Zelder uud schöner die Blüthen im WeühWg; schöner und üppiger die Früchte des Somniers und Herbstes, und diè ganze Natur wird in Frische und Schönheit erhalten durch die Menge dieser geflügelten Musiker.
Um zu beweisen, daß die allgemeine Unwissenheit und unvollkommene Würdigung der Dienste der Vögel zu deu schlimmsten Folgen führen kann, will ich eine förmliche Vertheidigung des gefieberten Geschlechts unternehmen, ohne dabei in irgend einer Weise ihre Wichtigkeit zu übertreiben. Meines Erachtens läßt sich recht wohl annehmen, daß, wenn die Vögel vertilgt würden, die Menschheit auf der Erde nicht würde Existireu können. Fast eine jede Art ist für unseren landwirthschaftlichen Wohlstand schlechterdings nothwendig. Der Jäger,- welcher im Frühjahr 10 Vögel tödtet, sichert das Leben vieler Millionen schädlicher Insekten, die unsere Ernten verheeren und unsere Wald- und Obst- bäume zu Grunde richten. Die Naturforscher geben die große Wichtigkeit ihrer Dienste zu, während die Lanowirthe, welche von allen Bewohnern der Welt am bekanntesten mit den Thatsachen, welche ihnen Nutzen beweisen, sein müßten, in Wirklichkeit darin die Unwissendsten sind; diese besitzen so viel Vorurtheile gegen die Vögel, daß sie ihnen die volle Hälfte des Unheils zuschreiben, welches durch Insekten verübt wird. Es gibt vielleicht nicht eine einzige Jnsektenart, welche nicht die natürliche Nahrung verschiedener Arten des gefiederten