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4, Mit Ausführung her Steuerrektifikation der . Gemeinde Seidenroth, Amts Steinau, ist der Steuerrevisor Wagner, dermalen in Stein au, beauftragt worden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.

Cassel am 27. Mai 1864.

Kurfürstliches Obersteuerkollegium.

R o h d e.

Besondere Bekanntmachungen der Verwaltungs- und Finanzbehörden.

L Bad'Mlrfchllrs.

Gröff >» il» g a in 1 5. M a i.

Die beWAHrten Heilmittel unseres Kurortes, -nämlich drei jvdbrvmifte und Htbioinciebe Kvctifalzslnrerlin^e von verschiedener Stärke und ganz eigenthümlicher Zusammensetzung, ferner ein der LHwigshUelle Mehadia's ähnliches aber kaltes uittriatis^-erdispalkalischeS Scliwe- fehvaffcr, musterhaft eingerichtete Wannenbäder, Douchen, Mineralwasser- und Kiefernadel-Dampf­bäder, werden unterstützt und ergänzt durch Mölke, Aräutcrfäfte, Electron« lvanis- urus, sowie durch überaus günstige klimatische OertlichkeitSverhältuisse. Ihre Wirksamkeit ist aus den Brunnenschriften des hiesigen Badearztes l>r. (*b. Murtiny und des Professor l>r. Ditterict) in München zu ersehen.

Die Versendung der Kurbrunnen geschieht zu jeder Zeit und zwar in Glasflaschen, in ganzen und halben Steinkrügen.

»Kurfürstliche Badeverwaltung Salzschlirf.

2. Nach §. 14 des Gesetzes vom 4. April 1832 (Gesetzblatt Nr. 4) ist jeder Inhaber einer mit Ta­bak bepflanzten Grundfläche von 5 und mehreren Duadratruthen verbunden, vor Ablauf des Mo­nats Juli der Steuerbehörde die bepflanzten Grund­stücke einzeln nach ihrer Lage und Größe in Kur- Hessischeu Ackern und Quädratrüthcu, den Acker zu 150 Niederhessischen Ouadratruthen gerechnet, genau schriftlich oder auch mündlich anzugeben und erhalt darüber von der Steuerbehörde.eine Bescheinigung.

Diejenigen, welche schriftlich deklariren wol­len , können das zu der Anmeldung erforderliche' Formularpapicr bei ihren OrtsvorstäUden unent­geltlich in Empfang nehmen und haben sodann die ausgefüllten und vollzogenen Anmeldungen dem Steueramt, zu dessen Bezirk sie gehören, abzuge- ben. Diejenigen aber, welche mündlich die Angabe von der Größe ihrer mit Tabak bebauten Felder machen wollen, haben sich zur Abgabe derselben bei dem Steueramt ihres Bezirks zu melden und

ebenfalls eine Bescheinigung über die erfolgte An­meldung zu verlangen, wobei zugleich unter Hiu- weisung auf den §, 16 des oben angeführten Ge­setzes bemerkt wird, daß Man sich einer Defraude schuldig mache, wenn eine mit Tabak bebaute Bo- denfläche unrichtig angegeben oder wohl gar ver­schwiegen wird, insofern das verschwiegene Flächen­maß über den 20. Theil des ganzen mit Tabak bepflanzten Bodens oder 5 Ouadratruthen beträgt.

Indem wir daher alle Grundbesitzer und Pächter, welche in diesem Jahr Tabak gebaut haben, zur Abgabe der erwähnten Anmeldungen auffordern, ersuch en wir zugleich die Ortsvorstände, den Be­darf an Formularen zu den Anmeldungen unge­säumt nach dem Erscheinen dieser Bekanntmachung bei den Steuerämtern ihres Bezirks zur Anzeige zu bringen, sowie auch die gesetzlichen Vorschrif­ten ihren Ortsaugehörigen auf geeignete Weise bekannt zu machen.

Hanau am 14. Mai 1864.

Kurfürstliches Provinzialsteueramt. Merrem. Math es. Krämer.

3. Die im Monat April d. I. amtlich erkannten Schulstrafen sind bis zum 15. Juni d. J., bei Meldung der Exekution, anher zu entrichten.

Hanau am 23. Mai 1864.

Kurfürstliche Stadtrezeptur. Müller.

4. P olizeidirektion Zu H an au. Für den Handluugskommis Wilhelm Hesse Levi von Bockenheim (20 Jahre alt) ist Behufs Auswan­derung nach Amerika um Entlassung aus dem Kür- Hessischen lluterthancuverbaudc dahier nachgesucht worden.

Hanau am 21. Mai 1864.

Kurfürstliche Polizeidirektion. C o r n e l i u s.

5'. Friedrich H a ch, 20 Jahre alt, von UttrichS- Hausen und Schreiner Konrad H opf von Seideu- roth, 37 Jahre "alt, für sich und seine Familie, haben um Entlassung aus dem Kurhessischen StaatS- verbande, Ersterer Zwecks Auswanderung nach Amerika, Letzterer Behufs Niederlassung zu Rinder­bügen im GroßherzvAthum Hessen, sowie Katha- rine Spielm a nn ledig von Scidenroth und die Ehefrau des nach Amerika ausgewanderten Metzgers Augustin H ar n is ch fe g e r, Franziska, geb. Trautt, zu Salmünster, für sich und ihre Tochter Auguste,,um Ertheilung vou Pässen zur Reise nach Amerika dahier nachgesucht.

Schlächtern am 21. Mai 1864.

Kurfürstliches Landrathsamt.

v. W o l f s.