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In der französischen Gemeinde.

Den 11. Mai. Simon Linck, Bürger und Juwelier, alt 70 J.

In der niederländischen Gemeinde.

Den 13. Mai. Jean Valentin Georg Christian Vinci, Bürger und Kanfmann, alt 40 3. 3 M. 5 T.

In der katholischen Gemeinde.

Den 12. Mai. Raimund Philipp, unchel. S., alt 10 M.

Den 13 Mai. Simon, des Beisitzers zu Oberzell und Cigarrenmachers dahicr Heinrich Gries, S., alt 8 M.

Den 14. Mai. Konrad, des Bürgers und Fuhr­manns Heinrich Kurz, S., alt 6 Wochen.

Den 15. Mai. Adam Holt, Taglöhuer aus Dittlof- rod im Kreis Hünseld, alt 41 3.

Gemeinnützige Nachrichten.

Behandlung der StUdelbeer - Skräuched, nach dem Verfahren des Knnftgärtners Säuckier in Srnttgarr.

Arten der Stachelbeere.

Man theilt sie in rauhschalige (behaarte) und glattschalige (unbehaarte) von verschiedener Größe, Form und Färbung, in sogenannte englische und deutsche ein.

Boden und Lage.

Der Stachelbeere sagt ein heißes, leichtes Erdreich am wenigsten zu; sie verlangt einen humusreichen, frischen, milden Lehm- o-er Mergelboden und einen halbschattigen Standort.

Anpflanzung und Behandlung.

Die Anpflanzung geschieht am besten im Herbst. Will mau im Frühjahr pflanzen, so müssen die Stöcke int perlst vorher herausgenommen nud an einem tühlen, schattigen Ort in die Erde cingeschlagen wer­den, damit ihre Vegetation sich nicht vor der An­pflanzung entwickelt.

Nachdem man von den jungen Stöcken alle der Wurzel zunächstsitzenden Augen und alle Rebenzweige vom Haupttrieb entfernt, diesen auf 1 — ly Fuß seiner Länge verkürzt hat, Pflanzt man dieselben ein­zeln oder in Beete, nicht unter 5— 6 Fuß Entfer­nung von einander und gibt jedem Stock einen Pfahl von 6 Fuß Höhe. Bei der Frühlingspflanzung ist Einschlemmen nöthig, immer aber darauf zu sehen, daß die jungen Stöcke nicht tiefer in den Boden zu stehen kommen, als sie vorher waren.

Düngung.

Die Stachelbeere liebt vorzugsweise gute Düngung, kräftige verrottete Komposterde u. s. W. Verrotteter Schweiucmist ist ihr auch besonders zuträglich.

Schnitt.

Man beschneidet die Stachelbeere entweder nach der Beercnerndtc zu Anfang August, oder im Winter. Im ersten Fall hat man int Winter nur noch ein Auspntzen der Stöcke vorzunehmen. Der Schnitt beschränkt sich ans das Verkürzen der Sommertriebe um ( ihrer Länge und Wegnahme der überflüssigen, schlechten Zweige, um die Krone immer licht zu er­halten.

Form.

Unter den verschiedenen Formen, zu welchen man die Stachelbeere ziehen kann, ist die sogenannte Kunkelpyramidc, Bäumchen mit 1 — 1} Fuß Stamm­höhe, die empsehlenSwerthcste. Man bildet sie, in­dem man den Haupttrieb der Pflanze an einen dün­nen Pfahl heftet und alle Zwege, welche unter 1 — 1s Fuß Höhe sich bilden wollen, entfernt, wäh­rend man die über dieser Höhe erscheinenden in pas­senden Zwischenräumen, so wie es die Bildung der Pyramide erheischt, stehen läßt. Den 2. bis 3. obersten dieser Seitentriebe bricht man, sobald diesel­ben ein par Zoll lang sind, die Spitzen ab, damit die untern verwachsen und so die Pyramide bilden helfen.

Mittel gegen die Feinde der Stachelbeere.

Ihr Hauptfeind ist die graugrüne, schwarzköpfige Stachclbccrraupc, gegen welche die besten Mittel find: die Erde um die Büsche im Herbst oder auch im Frühjahr, sobald daS nach dem Froste möglich ist, tief umzugraben, wodurch die daselbst liegenden Puppen zerstört werden und im April die Blätter abzuschneiden, aus welchen Eier sitzen. Sind die Ränpchen bereits ansgekrochcn, so müssen sie sorg­fältig abgelesen werden.

Vermehrung.

Die Vermehrung geschieht durch Stecklinge, Ein­leger, Theilung und Samen. Erstere können int Frühjahr, im Sommer und im Herbst gesetzt werden, immer in schattiger Lage, auf feucht gehaltenen Bee- teil, deren Erde mit etwas Sand gemischt ist.

Man wählt dazu schlanke circa £ Fuß lange Som- mertriebe, die man zu ! ihrer Länge in den Boden steckt. Geschieht dies Anfangs Juli bis Ende Au­gust mit grünen Zweigen, so muß für Beschattung und Erhaltung der Feuchtigkeit des Beetes, letzteres durch Belegen des Raumes zwischen tot Setzlingen mit verrottetem Dünger oder Moos Sorge getragen werden.

Allgemeine Bemerkungen.

Um sehr große Beeren zu erzielen, ist außer der angegebenen Kultur nöthig, nach der Blüthe von den zuerst angesetzten Beeren nur eine mäßige Zahl stehen zu lassen und alle übrigen zu beseitigen.

Gandw. Anz. f. «urh. Nr. 5 u. 6 v. 1864.)