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In bet niederländischen Gemeinde.

Den 27. März, Juliane Sohic, des Bürgers und Schrcinermcisters Konrad Loos, T-

In der katholischen Gemeinde.

Den 27. März. Auguste' Bernhardine Elisabeth Friederike Sophie, des Assessors bei Kurfürstlicher Polizeidirektion dahier Ludwig Heinrich Georg v. Dernbach, T.

Den 7. April. Joseph, unehel. S.

Den 14. April. Karoliuc Friederike Josephine, uu- ehcl. T. einer Auswärtigen.

G e sk o r d e n c.

In der (banget. Gemeinde der Marienkirche.

Den 13. April, Konrad Kehm, Weißbinder aus Steinau, alt 29 I.

Den 13. April. Georg Friedrich Hermann Karl, -des Postsekretärs Johann Philipp Friedrich Georg Weller, S., alt 13 S. 3 M. 1 T.

'Den 13. April. Margareta, des Beisitzers zu Schönau und GoldpresserS dahier Konrad August Pfeil, T., alt 2 J. 3 T..

In der cvangel. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 12. April. Ernst Löffler, Taglöhner ans Retra, als 57 I.

In der sranzcsischcn Gemeinde.

Den 16. April. Frau Cathörine Gnillamnine, des verstorbenen Bürgers und Schrcinermcisters Jean Henri Wörncr, nachgelassene Wittwe, geb. Herbst, alt 72 I.

In der katholischen Gemeinde.

Den 16. April. Joseph West, Taglöhner vonMagd- los, Kreis Fulda, alt 67 J.

Den 16. April. Michael Mans, Taglöhner von Treischfeld, Kreis Hünfeld, alt 41 J.

Berichtigung: Im vorigen Wochenblatt lese man unter den Gestorbenen der Johanneskirche: Stu- bcr statt Schubert.

Gemeinnützige Nachrichten.

Warum der Lankwirtb setzt mebr lernen muß als früber und auch eine tüchtige Schuldlldutzg iivtbig bat.

(Schluß aus Nr. 13.)

Eine weitere Erfindung der neuesten Zeit läßt im wörtlichen Sinn mit bet Schnelligkeit des Blitzes,

in Zeiträumen, die kaum mehr nach Stunden, die nach Minuten gemessen werden, Mittheilungen jeder Art von Land zu Land, von den weiten Ebenen auf die Höhen der Alpen fliegen, und schon erinnert man sich der Zeiten der Postkutschen und Handerer, der Zeiten, da eine Reise von 30 bis 40 Stunden ein gewagtes Unternehmen war, als längst verflossener, guter, alter Zeiten. Aber wahrlich, nur der jetzt schon fast unglaubliche Unterschied zwischen damals und j tzt rückt jene Zeiten scheinbar in weitere Ferne; gerade die Kürze des Zeitraumes aber ist es, die uns mehr oder weniger erst die nächsten unmittelbaren Folgen dieser tiefeingreifenden Erfindungen und Ein­richtungen fühlen lassen. Größere Aenderungen im gerammten Verkehrsleben stehen noch bevor. Welche unermeßliche Umgestaltung im ganzen Bereich des Denkens und Handelns' der Menschen hatte die Bnchdrnckerkunst zur Folge, und was sind ihre Wir- fungen für den Verkehr im Vergleich zu dem­jenigen , welche Eisenbahnen und Dampfschifffahrt noch entwickeln müssen' Verbindet jene die Geister und macht sie die Gedanken, Wünsche, Hoffnungen, Kenntnisse zum gemeinschaftlichen Gut größerer Kreise» ja der ganzen Menschheit, so bringen diese die Per­sönlichkeit selbst zusammen, mit der ganzen Gewalt des unmittelbarsten Gedankenaustausches, der tansendMtig- sten persönlichen Beziehungen, die daraus hervorgehen; sie kürzt die (Entfernungen unb macht sie in mancher Hinsicht fast gleichgültig; sie bedingt mit einem Wart eine Raschheit und Lebendigkeit, ein Jneinandergreifem des ganzen öffentlichen Lebens, wie es jetzt das Getrie­be größerer Städte im Vergleich zu der Einfachheit des stillen Landlebens zeigt. Und kann ein verständi­ger Landmann auch nur wünschen oder hoffen davon unberührt zu bleiben? Er kann es so wenig erwarten als er sich bis jetzt dieser Einwirkung entziehen konnte.

Und schon hat sie sich in der Ausgleichung der Güter- und Lebensmittelpreise, in den Arbeitslöhnen und Dienstbotenverhältnissen und hundert andern Wir- fungen geltend gemacht; schon beginnt die Zeit zu ver­schwinden , wo der behagliche Bürger und Landwirth nur der Unterhaltung wegen, aber ohne Ahnung eines persönlichen Interesses barem kannegießern konnte, wenn

hinten tief in der Türkei

Die Menschen aufeinander schlagen."

Ein Krieg in der Türkei, in Amerika, erstreckt seine Nachwirkung bei uns fast schon in jedes Haus, und Vieles, was jetzt taufende von Meilen von uns ver­fällt , ist mitunter bereits wichtiger, als vor 50 Jah­ren ähnliche Ereignisse in den nächst angränzenden Ländern.

Wir könnten noch vieles anführen, was die neuere und neueste Zeit gebracht; viele Erfindungen, von de­nen man vielleicht nicht einmal ahnen kann, wie weit ihre Wirkungen sich erstreiten werden. Wissenschaften, wie die Volkswirthschaftslehre, die erst seit säum einem