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Den 6. Juni. Jakob Wilhelm Friedrich, des Ver- lebten Bürgers und GoldarbeiterS Philipp Hein­rich Jakob Nolde, nachgelass S., alt 1 M. 26 5. Den 6. Juni. Friedrich Jakob Peter des Beisitzers und EiftngußformerS Georg Frietrich Schmidt, L., alt 4 I. 4 M. 2b 2-

In der evangel. Gemeinde der Iohauneskirche.

Den 4. Juni. Maria Katbarine, des Bürgers und .GoldarbeiterS Johann Georg Schmidt, -T., alt 7 J. 6 M. 1t 2.

Gemeinnützige Nachrichten.

In Gemäßheit der im §• 14 des die Besteuerung der Hunde und die Verminderung der Gefahren der Hundswuch betreffenden Gesetzes vom 31; Oktober 1833 enthaltenen Vorschrift wird folgende

Belehrung über die Wasserscheu bei Menschen und Thieren bekannt gemacht.

(Schluß.)

Diesen.sehr leidenden Zustand begleiten Schlaflosig­keit, Herzklopfen, schwerer Athem, Seufzen, Zittern, höchste Empsindlichkei! der Sinne, Lichtscheu, Abnei­gung gegen Kälte, Fieber, Verstopfung. Den Kran­ken ^quält innere.Hitze und brennender Durst, und den­noch kann er nicht trinken. Der Leidende vermag sei­nen eigenen, reichlich hervorguellenden Speichel nicht zu verschlucken, er speit ihn von sich. Die Scheu vor etwas Flüssigem wächst endlich scr, daß schon die Be­rührung von Wasser, der bloße Anblick einer Flüssig­keit, zumal einer bewegten, ja von glänzenden Gegen­ständen, die einigermaßen dem Flüssigen ähneln, von einem Spiegel oder von einer Metallfläche, auch selbst das bloße Wehen der Lust, das Rauschen eine? Vor­hangs — Zusammenschnüren des Halses, Beängstigun­gen, Aufschreien, Furcht, Zittern, Zuckungen, Wulhen Hervorbringen, und die geringste Bewegung oder ein ungewohnter Eindruck unerträglich wird/Gleicke Wir­kung erregt das Geräusch des fließenden Wassers, das Fallen deS Regens 2C- Feste trockene Dinge vermögen die Kranken gemeinlich zu, schlingen. — Ist der Zustand noch nicht von sehr schlimmer Art. so sind die Kranken auch wohl bisweilen im Stande, Flüssigkeiten, im Falle sie solche nicht sehen, zu schluckenl

Im Verlaufe des Uebels treten noch mehr krampf­hafte Zufälle ern, krumpfe der Brust, des Halses, Ge­sichts , kleiner'zusammengezogener Puls, krampfhafte Bewegungen der Glieder mit abwechselnden Ohnmachten .Urinbeschwerden, bald Blässe, bald Räthe des Gesichts, schmcrzhaftesZusammenziehen derBauchmuskeln, Zähne- knirschen, höchst gesteigerte Reizbarkeit der Haut, Nacht- sckweiße, Schaum vor dem Munde, Vorliegen per ro­then trocknen Zunge, völliges Rasen oder ein tiefsinni­ger Zustand. Nicht selten ist mit der Krankheit gegen das Ende eine heftige Begierde zu schlagen, zu beißen,

In der niederländischen Gemeinde.

Den 4. Juni. Walther Cpristian Schleich, Bürger und Satilermeister, alrz48 I. 7 M. 22 2-,

Den 5- Juni. Karl August, des Bürgers und Färbermeisters Karl Friedrich Sortiert, S-, alt 18 . I. 5 M. 14 2.

In der tsruelirischen Gemeinde.

Den 29. Mai. Tberese, des. Bürgers und Eigarreu- . fabrikanlen Jean Dorsch, Ehefrari, geb. Marvn, - alt 32 I. 11 M. 10 2.

zu speien, zu schreien und zu heulen verbunden. In lichteren Zwischenzeiten sehen diese Unglücklichen öfter das Schreckliche ihrer Krankheit ein, erinnern sich des­sen , was sie in den Anfällen begangen haben, bejam­mern ihre Leiden, warnen die Umgebungen, Endlich er- 'folgt der Tod unter Krämpfen, Beklemmung, Röcheln, Erstickungszufällen, Schlafsucht, Speichelfluß — zwei, drei bis vier Tage -nach dem Eintritle der Wasserscheu. Kurz vor ihrem Ende kommen sie gewöhnlich zu sich.

Behandlung Der Wunde, welche durch ein wüthendes oder der Tollheit verdächtiges Thier hervorgebracht worden.

Je früher nach dem Bisse die Vorbsugungsvorked- rungen getroffen 'wirken , um desto mehr Hoffnung ist vorhanden, daß die Wasserscheu nicht ausbrechen wer­de. Nur die schnelle Anwendung bet passenden Mittel kann daher wahre Hülfe schaffen, und von einer zweck­mäßigen örtlichen Behandlung der Wunde hängt ge­wöhnlich die Rettung,des Gebissenen ab.

Man hüte sich deshalb, die für die Kur des Krausen so höchst nöthige Zeit mit Anwendung von gepriesenen Geheim - oder Famisienmittein, die meist unwirksam sind, zu verschwenden, und durch Unterlassung einer sogleich einzuleitenden, von der Erfahrung erprobten, Heilart den Gebissenen in Gefahr zu bringen.

Die Hauptsache ist, eiligst den Physikus, oder einen andern Arzt, oder einen Wundarzt herbeizuholen, selbst im Falle auch keine blutige Wunde, nur eine ganz leichte Verletzung da ist, oder bloß ein Lecken von einem wüthenden Thiere bei einem Menschen Statt fand.

Man säume damit keinen Augenblick, weil nur so lange das in der Wunde beigebrachte und dar,in Haf- rende Wuthgift durch eine Kur weggeschafft, vernichtet und seine üble Folge abgewendet werden kann, so lan­ge das Gift noch örtlich wirkt und nicht in die allge-

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