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In der niederländischen Gemeinde.
Den 5. Oktober. Johann Karl, des Bürgers und Cigarrenkadrikanten Joh. Nikolaus Schmidt, S.
In der israelitischen Gemeinde.
Den 11. Oktober. Sophie, des Kaufmanns und Bürgers zu Eonneberg und Perrmssionisten kahler Siegmund Mar, 3.
f« f s t o r b r n r.
In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.
Den 19. Oktober. Katharine Slang, Fabrikarbeiterin aus Asbach, alt 29 J. Den 23. Oktober. Wilbelmine Christine Johanne, unehel. 3., alt 4 M. 15 T.
In der evangxl. Gemeinde der Johanneökirche.
Den 26. Oktober. Maria, des Beisitzers und Oeko«/ nomen Andreas Schmidt (ZwillinzStochter), alc 2 I. 7 M. 11 T.
In der israelitischen Gemeinde.
Den 17. Oktober. Frau Betty, des Bürgers und Handelsmanns Joseph Wiesenheim, Wittwe, g-b. Drucker, alt 58 3
Gemeinnützige Nachriciiten.
Die Feldmäuse und deren Vertilgung.
Abermals sehen wir in vielen Gegenden unseres Vaterlandes Feld und Wiese den Verheerungen der Mäuse ausgesetzt und veranlaßt und dies, am die wirksamsten Mittel zur Vertilgung dieser ichädlichen Thiere aufmerksam zu machen. Wir bemerken aber von vornherein, daß diese Mittel nur dann den gewünschten Erfolg haben können, wenn sie nicht vereinzelt auf einem Acker oder einer Flur, sondern vielmehr tu ganzen Gemarkungen, gleichzeitig von allen Gemeindegliedern in Anwendung gebracht werden. Es muß ein allgemeines Aufgebot, eine gemeinsame Jagd auf die Mäuse veranstaltet werden. Geschieht dies nicht, zersplittert sich der Krieg in Unternehmungen Einzelner, so wird keine nachdrückliche Ab- Hülfe des Uebels erreicht. Hat auch ein Einzelner sein Feld gesäubert, während aus den benachbarten Fluren nichts geschah, so ziehen sich wiederum Mäuse aus diesen in jenes. Ueberhaupt bleibt der Erfolg deS Kriegs, wenn er erst zu einer Zeit begonnen wurde, in welcher der Feind zu so bedrohlichen Massen angewachsen ist, stets ein zweifelhafter. Man hätte bie BertilgunaSmittcl zur. rechten Zeit, d. h. im Frühjahr anwenden sollen, wo die Mäuse meist in geringerer Anzahl vorhanden sind. Ein Paar Mäuse, welches den Winter (in dem bekanntlich die meisten zu Grunde gehen) glücklich überlebte, zeugt 5 Wochen nach der Begattung 10—12 Junge; diese find bereits nach 4
Wochen geschlechtSreif und erzeugen 5 Wochen später ebenwohl schon Junge, weshalb aus den ursprünglich voichandenen Stammelten: im Laufe des Sommers durch mehrmalige Generationen eine Nachkommenschaft von Tausenden erwachsen kann. Ja, ein Paar Mäuse, kann sich im Laufe Eines Jahres, vorausgesetzt, daß kein ungünstiger Umstand dazwischen tritt, auf 4i>,000 Stück vermehren! Es leuchtet daher ein, daß mehr damit geholfen ist, im Frühjahr zwei als im Herbst hundert Mäuse zu vertilgen.
Unter den zu Gebot stehenden Abhülfsmitteln verdienen nun jene, welche die Vorsorge der Natur selbst getroffen hat, vor allem unsre Aufmerksamkeit. Unterlasset den sinnlosesten aller Kriege, den Krieg gegen eure treueren Verbündete und Mithelfer im Ackerbau. Schonet doch im eignen Interesse die Fleischfresser aus der Klasse der Säugetiere, der Vögel und Amphibien,- die eure Felder und Wiesen von Ungeziefer aller Art, namentlich aber von Mäusen säubern. Schonet den harmlosen Igel, das muthige, behende Wiesel, welches den Feind in dessen eignen: Haus angreift, denJltiö, der massenhaftzMäusevertilgt und dessen Schaden im Taubenschlag und Hühnerbaus weit weniger beträchtlich ist, als der des größeren Marders. Schönet aber auch diesen; durch sorgfältige Verwahrung der Geflügelställe könnt ihr euch ja vor seinen Gelüsten schützen Er ist ein unermüdlicher Mausevertilger, ebenso wie der Fuchs, dem die Iagdeigenthümcr und Jagdpächter, dem allgemeinen Besten Rechnung tragend, unter den dermaligen Verhältnissen freien Paß geben sollten.
Schonet die mäusefreffenven Vögel. Sie werden nur zu oft im Unverstand und blinden Eifer verfolgt. In den Augen der Meisten ist jeder Tag - und Nacht- raichvogel ein schädliches Thier, das ist sehr bekla- genöwerlh. -
Die höchste Schonung verdienen als rastlose Mäu- fejäger folgende Vögel:
1) Der M ä usebussard (falco bulco) , Mäuse- falk, Bussard. Er ist bei und ziemlich gemein, zeichnet sich durch seinen schönen, schwebenden Flug aus und läßt dabei hoch in der Luft seinen katzenartigen, gedehnten, wie „hiäh, hiäh!" lautenden Ruf erschallen. Die Schäfte der Schwung- und Schwanzfedern sind weiß; der Schwanz hat 10—14 dunkle Querbinden, im Uebrigen ist seine Farbe sehr verschieden, bald , einfach braun, bald oben braun, unten weiß gefleckt, bald ganz weiß oder weißgelb, mit mehr oder minder braunen Flecken. Der Mittelfuß ist nur vorn bis zur Mitte befiedert; die Füße sind gelb, der Schnabel an der Wurzel blauhornfar- big, vorn schwarzhornfarbig. Der ganze Vogel ist 23—24 Zoll lang. Mäuse sind seine liebste Kost, er frißt aber auch giftige Ottern, Würmer, Schnecken rc. ; aber geht keine Hühner an, keine Tauben, keine Hasen und Rebhühner; sollte dies
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