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Hanau, Donnerstag/ Len I. Oktober 1856»

Allgemeine Verfügungen der Oberbehörden.

1- Mir Beziehung auf die Bekanntmachung vom 11. Juni 1855 in Betreff der dein Geschäftsmann ^ Heinemann Levi Plaut zu Cassel abhanden ge- Kommenen , auf den Inhaber lautenden Schuld­verschreibungen der Kurhessischen ßanbeßfrebitz kaffe:

Serie B1?, Nr. 5979, vom 4. Mai 1848, über 200 Thaler,

n ir ir 9488, vom 2. Dezember 1851, über 200 Thaler, liebst den dazu gehörigen Zinsabschnitten, wird nunmehr in Gemäßheit des §. 6 der Verordnung vom 18. Dezember 1823 der gegenwärtige Inha­ber vieler Schuldverschreibungen und Zinsab- schnitce hierdurch zum zweitenmale aufgefordert, sich, unter deren Vorlegung, so gewiß vor dem Ablaufe von drei Monaten, vom Tage dieser Aufforderung an, bei der Landeskreditkaffe zu melden, als lonst Duplikatscheine ausgestellt und an deren Besitzer die Zahlungen, sowohl der Zin- len als der Kapitale, stets zwei Jahre nach eins getretener Fälligkeit , sofern nicht inzwischen die Originasichuldverschreibungen ^ur Zahlung ein» gereicht sein werden, geleistet werden sollen. Zugleich werden die gedachten Schuldverschrei­bungen in Gemäßheit des §. 21 des Gesetzes vom 23. Juni 1832, die Errichtung der Lanves- krediikage betreffend, hierdurch gekündigt. Cassel am 16- September 1856. Kurfürstliche Direktion der Landeskreditkasse. L p tz. vt. MannS.

2; Ernenn u n g e n

Kurfürstlicher A x, g i e r » n g ver Provinz Hanau.

Der Schulamiskandidar Emi! Spitz nagel von Salmünster ist zum Lehrer an der Schule zu Leisenwald provisorisch ernannt worden.

3- Die im laufenden Jahre bewirkte Prüfung der Retrungöanstalt auf dem Hofe Raith bei Schlüch­tern har nach dem vorliegenden Bericht des Schul- inspekrorö der Klasse abermals ein erfreuliches Resultat geliefert. WaS die erlangten Kenntnisse betrifft, so konnte jeder gerecht unö billig denkende Sachkenner sich nur befriedigt finden. Aber auch die Leistungen in der Erziehung, die doch als dis schwierigste Ausgabe bet einer Nettungsanstalc ganz besonders in Betracht kommt, müssen als erfreulich und ancrkennenöwerth bezeichnet werden. Der Geist einer gesunden Frömmigkeit scheint in den Herzen der Kinder seine Macht zu beweisen. Als deren wahrnehmbare Krüchre können an den meisten Achtung und Liebe gegen den Lehrer, Folgsamkeit, Lernbegierve, Gewöhnung an nütz­liche Beschäftigung gerühmt werden. In körper­licher Beziehung sind sämmtliche 36 Zöglinge, mit ' Ausnahme von zweien, welche kränklich in die Anstalt kamen, gesunv, meistens von gutem Aus­sehen , geweckt, munter, dabei reinlich und wohl- gehalten.

Mögen alle Freunde und Wöhlthmer der Nairher Rettungsanstalt, die ihrer beharrlichen Liebe forl- wâhrend bedarf, sich dadurch ermuntert fühlen, auch in Zukunft durch reichliche Unoerstützungs-