821
im Kreise
Sylvester Heßlar zu Rothenber- gen .......Gelnhausen,
Fabrikant Friedich Leisler zu Hanau .....Hanau;
VI. den Preis von sechs Thalern für das beste zweijährige Fohlen:
Ackermann Friedrich Kleimenhagen zu Herreuhrcilungeu . Schmalkalden, Oekonom Schwarz zu Unterhaun, Hersfeld, Gottfried P app e rt zu Mackenzell, Hünfeld, Johannes Weber zu Almus . . Fulda, Johs. Schauberger zu 'Ji'ieter« zell . . . .......Schlüchtern, Heinrich Prinz zu Rothenbergen, Gelnhausen, Oekonom Peter Jungk zu Hanau, Hanau;
VII. den Preis von fünf Thalern für das beste einjährige Fohlen:
im Kreise
Förster Ide zu Fambach . . . Schmalkalden, Jakob Grenzebach zu Niederaula .........Hersfeld,
KaSpar Jos. Wieder zu Großentaft ..........Hünfeld,
JohS. Bleuel zu Hofbieber . . Fulda, Ludwig Böhm zu Breunings. . Schlüchtern, Pächter Bâhr zu Altenhaßlau. . Gelnhausen, Pächter Konr. Schmidt zu Wachenbuchen ........Hanau;
VIII. Geldpreise von drei bis fünf Thalern für mustermäßige Herstellung der Pfcrdeställc:
im Kruse
Bürgermeister Nikolaus Lehn zu Rohrbach........Hersfeld,
Bürgermeister Nöbig zu Ner, . Fulda, Heinrich Prinz zu Rotdenbergen, Gelnhausen, Bürgermeister Kircher zu Nieder
mittlau ..... —
Wir haben bei der diesjährigen Fohlenschau abermals die erfreuliche Ueberzeugung gewonnen, daß die inländische Pferdezucht im Allgemeinen un Fortschreiten begriffen ist und mit immer größerem Eiser betrieben wird.
Durch Vorführung einer bedeutenden Anzahl von schönen jungen, vom Landgestüic abstammen, den Pferden haben sich die Kreise Gelnhausen, Hunau, Schlüchtern und Hersfeld vorzugsweise ausgezeichnet. Diese Ergebnisse werden sich immer günstiger gestalten, wenn die Mahnungen zu einer umsichtigen Behandlung dieses höchst wichtigen Zweiges der Landwirthschafc allenthalben Eingang finden, wenn namentlich die aus dem Landgestüt obstammenden guten Stuten mehr zur Nachzucht verwendet werden und nicht, wie leider zu hâusig geschieht, von den Besitzern eines
augenblicklichen Vortheils wegen verkauft werden, die aber nachher nicht im Stande sind, sich eine zur Fortpflanzung tüchtige Stute wieder ankaufen zu können.
Wir fordern daher die Pferdezüchter auf, ganz besonders die von edlen Laudbeschâlern abflam- inenden fehlerfreien Stuten zur Zucht zu verwenden, indem künftighin die Kreielhicrärzte bei den Stutenbesichtigungen mit durchgreifender Strenge darauf halten sollen, daß nur Stuten ohne alle Erbfehler, welche insbesondere niemals an Augenleiden gelitten haben, zur Bedeckung zugelassen werden.
Indem wir dieses hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen, bemerken wir, daß diejenigen Pferke- züchte-r, welche die wegen Behandlung, Wartung, Pflege rc. und Bedeckung der Pferde gegebenen vielfältigen Vorschriften und Anweisungen nicht befolgen wollen, besser thun, sich nicht ferner mit der Pferdezucht zu befassen, indem sie ihnen in diesem Falle keinen Vortheil bringen und nur schlechte, mangelhafte Erzeugnisse liefern wird.
Cassel am 26. Juli 1856.
Kurfürstliche Landgestütdirektion.
v. E s ch strut h.
Besondere Bekanntmachungen der Verwaltungs- und Finanzbehörden-
1. Den Kurfürstlichen Landrathöâmteru rc. wird hiermit aUgezeigt, daß im Verlage deS refor» mitten Waisenhauses nunmehr wieder Exemplare der Kurhessischcn Hebammcnord- Nil»g (Auszug aus der Medizinalordnung vom 10. Juli 1830), in 8. brochirt, â 24 Sgr-, zu haben sind.
Cassel am 22. Juli 1856.
2. Im Monat September d. I., und zwar
1) am 3., 4. und 5. September wird die Aspirantenprüfung des hiesigen Seminars,
2) am 22. September die öffentliche Prüfung der im Seminar zurückbleibenkcu unteren Klassen, und
3) am 22., 23., 24. und 25. September die Prüfung der Abiturienten des Seminars
Statt finden, welches mit dem Bemerken zur öffentlichen -Kenntniß gebracht wird, daß diejenigen jungen Leute deö hiesigen SeminarbezirkS, welche die erstere bestehen wollen, sich zeitig, unter Anfügung ihres Taufscheins, des Zeugnisses ihrcö bisherigen Lehrers über Befähigung, Fleiß, Fortschritte und Betragen, wie einer Bescheinigung der Zahlungsfähigkeit ihrer Eltern in Betreff deS zur Seminarkasse zu entrichtenden Kostgeldes, schriftlich, TagS vor der Prüfung aber, und zwar Nachmittags 4 Uhr, persönlich bei dem Unterzeichneten zu melden haben. Die letztere Prü-