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Schlâfenhaut, Staphylome teé biliarkörper«, Verwachsungen in der vorderen Augenkammer w rc. finden anderwärts nähere Betrachtung. 8) In der mit der Anstalt verbundenen ophthalmologischeu Kli­nik wurden außerdem, soweit die Hauptbücher durch Führung genauer Krankengeschichten nachweisen, mehr als 7 00 Salle behandelt und in überwiegender Mehrzahl geheilt.

Dr. Küchle r.

NB. Die' Personalkontrole über alle diese Fälle steht Jedem, den es interessirt, zur Einsicht offen. .

Vom Düngen.

(Fortsetzung aus Nr. 16 d. Bl.)

Du erinnerst Dich, daß wir bei unserer vierten Unterhaltung die Asche in einen leicht auflöölichen und einen schwerer löslichen Theil zerlegt hatten. Gerade so ist's mit den Aschenbestandlheilen des na­türlichen oder gedüngten Bodens. Die ersten Wasserportionen, welche sich als Regen und Thau auf das Land niedersenken, werden auflösen, waS am leichtesten auflöslich ist. Die erste Frucht nun, welche Du baust, muß in ihrer Samenasche die einzelnen Stoffe in demselben Verhältnisse gemischt enthalten, wre sie in der Boden­feuchtigkeit enthalten sind, darnach mußt Du die erste Frucht auswählen, wenn sie gut gedeihen soll- Ist diese Ernte geschehen, so kommt die Reihe an die schwerer auflöslichen Stoffe im Boden, zu denen allerdings durch die fortwäh­re n de V erw i tt e r u n g des BodengefteinS auch wieder einige leicht lösliche kommen. Auch jetzt mußt Du die (zweite) Frucht nach dem eben erwähn­ten Grundsätze auSwählen. Da aber das Boden- gestein in verschiedenen Gegenden sehr verschie­den ist und mehr oder weniger leicht verwittert, so erklärt sich fcfcon daraus die Nothwendigkeit ver­schiedener Fruchtfolgen in den verschiedenen Ge­genden.

Die Halmfrüchte verlangen zu ihrer vollstän­digen Entwickelung zwei ziemlich schwerlösliche Stoffe, die Knochenerde für die Samenbildung und die Kieselerde für den Stengel und die Schalen der .Körner. Man gönnet ihnen deshalb mit Recht mehr Zeit zum Wachsthum und bringt sie in's Win­terfeld.

Machst Du aber die Knochenerde im Boden durch Chilisalpeter auflöslicher, so kannst Du z. B. Som­merroggen mit reichlichem Körnerertrage bauen, aber die Körner haben dünnere Schalen und das Stroh ist schmächtig. Warum? Weil die Kie­selerde aus dem Boden nicht so rasch mar- schi re n kann.

Wir könnten uns über das Kapitel «vom Frucht­wechsel" noch lange unterhalten; da wir aber diesmal bloß «vom Düngen" zu sprechen uns vor­genommen haben, so lassen wir eS bei Vorstehendem bewenden und kehren zu unserem Texte zurück.

VI.

Wir können für unsern Zweck den ganzen Land, bau in die Anzucht von Halmfrüchten, Hackfrüchten und Hülsenfrüchten eintheilen. Dabei sehen irir 5b vom Anbau der Handelspflanzen und Oelfrüchte, des Flachses und Ler Gräser.

Die Halmfrüchte bedürfen wie Du be­reits weißt Knochenerde und Kieselerde, daneben entführen sie dem Boden etwas von denjenigen auf löslichen Aschenbestandlheilen, welche man Alkalien nennt und die man dem Boden durch Zusatz von Holzasche ersetzen kann. ,

Die Hackfrüchte bedürfen keiner Kieselerde, ist sie in der Bodenfeuchtigkeit vorhanden, so wird sie natürlich ausgenommen. Ein Uebermaß von Kieselerde ist aber den Hackfrüchten schäd­lich. Knochenerde finden wir in den gut ge­rathenen Hackfrüchten in reichlicher Mengè, die Knollenbildung .ist durch die Menge der Kno­chenerde sichtlich gefördert worden.

Bei den H ü l s e n f r ü ch t e n haben wir zunächst solche, deren Samenansatz man erstrebt; diese verlangen also wiederum Knochenerde. Außerdem ist der Klee, an dem der Landmann seinen Schnitt zu machen gedenkt, der bedarf vor allen Dingen großer Mengen von Kalk. Finden wir nun in der Asche dcö üppigsten Klees and) bedeutenden Ge­halt von Knochenerde, so reicht doch der Kalk in der Knochenerde nicht aus, um den Bedarf der Pflanze zu decken. Deshalb führen wir noch Kalk zu in der Form des Gypses. Zudem gehört der Klee zu den Pflanzen, welche auch etwas Schwe­fel bedürfen (was bisher nicht erwähnt wurde, um Weitschweifigkeit zu vermeiden). Da nun der GypS auch Schwefel enthält, so nützt er dem Klee dadurch ebenfalls.

(Fortsetzung folgt.)

Gedruckt unb verlegt in der Buchdruckerei des vereinigten evangèl. Waisenhauses.