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219- Hanau. In der Nacht vom 9. auf den 10. v. M. wurden dem Kaspar Barer zu Langendie- bach aus dessen verschlossenem Keller mittelst Ein- brucks ungefähr 2 Malter Kartoffeln, etwa 16 Maß eingemachte Bohnen und etwas Sauerkraut entwendet.

Hanau am I. März 1855.

Der Unterstaatöprokurator. Duysing.

220. Hanau. In der Nacht vom 7. auf den 8. v. M. wurden dem Bernhard Herbst zu Großen- hausen drei weiße Gänse mit blauen Köpfen und einzelnen grauen Federn auf den Rücken entwen­det. Hanau am 1. März 1855.

Der Uncerstaarspi okurmor. Duysing.

. 221- Hanau. Der Wittwe des Philipp Rohrbach zu Hochstadt (mb in der Nacht zum 2. d. M- | Malter Korn, j Malter Gerste, | Simmer Erb­sen und | Simmer Oeksamen mit 3 neuen Säcken, wovon zwei blaugestreift, entwendet worden.

Hanau am 5. März 1855.

Kurfürstliches Justizamt II.

N e u l. vt. Besser.

Fahndungsschreiben und Steckbriefe.

222. Polizeidirektion zu Hanau. Der nach­stehend signallsirie Karl Hamburger von Ecken­heim hat sich wieder von Haus entfernt und treibt sich wahrscheinlich wieder bettelnd und »agierend umher, weshalb Polizeibehörden ersucht werden, im Berretungsfalle denselben vergasten und anher abhefern zu lassen.

Hanau am 5. März 1855.

Kurfürstliche Polizeidirektion. Cornelius.

Signalement: Alter 24 Jahre, Größe 5^ 1", Haare braun, Stirn gewölbt, Augenbraunen schwarz, Augen braun, Rase stark, Mund klein, Kinn und Gesicht oval, Gesichtsfarbe gebräunt, Statur stämmig.

223. Schlächtern- Die hierunter bezeichneten Schulkinder, die Gebrüder Martin und Alois Jakob B a r t h o l o in a aus Soden , treiben sich seit dem 9. v. M- auswärts auf dem Bettel um­her. Es wird um deren Aufgreifung und Anher- schiebung ersucht.

Schlächtern am 5. März 1855.

Kurfürstliches Landrathöamt. Coester.

Signalement

t) des Martin Bartholomä:

Alter 12 Jahre, Haare braun, Stirn klein. Kleidung: grobleinene Hose und Jacke, Schild­kappe und neue lederne Schuhe;

des Alois Jakob Bartholomä:

Alter 9| Jahre, Haare hellblond, Statur klein, jedoch kräftig- Kleidung: grobleinene Hose und Jacke, Schildkappe und alte lederne Schuhe.

224. Casse l. Alle Polizeibehörden werden ersucht, die dahier wegen Diebstablö in Untersuchung be­fangene Barbara Härtung aus Eisenach, deren dermaliger Aufenthaltsort dahier unbekannt ist, im Betretungöfalle verhaften und an den unter­zeichneten Staatsprokurator durch die VerbindungS. patrouille der Gendarmerie abliefern zu lassen.

Eassel am 28. Februar 1855-

Der Staatsprokurator. Steinhauß, Subst.

Verlorne Reiselegillmation.

225. Polizeidirektion zu Hanau. Das dem Kunstgärtner Wilhelm Jakob Kleb von Hanau am 12. August 1853 ertheilte, bis Ende v. I. gültige Wanderbuch ist angeblich verloren gegangen. Hanau am 27. Februar 1855.

Kurfürstliche Polizeidirektion. Cornelius.

Erledigungen.

226. Gelnhausen. Der unter'm 31. Dezember 1853 gegen die Katharine Kreß von Sicher er­lassene Steckbrief wird hierdurch als erledigt zu­rückgezogen. Gelnhausen am 5. März 1855.

Kurfürstliches Landrathsamt. Giller-

227. Schmalkalden. Der unter dem 12. v. M- gegen den unter besonderer polizeilicher Aussicht stehenden Taglöhner Michael Reinhard aus Seligenthal erlassene Steckbrief wird, da derselbe sich sistirt hat, zurückgezogen.

Schmalkalden am 22. Februar 1855.

Kurfürstliche Regierungökommission.

Fondy. vt. Süö.

228. Birstein. Der unterm 7. v- M. gegen die Ehefrau des Johannes Henkel Nr. 30 zu Fisch. Vorn erlassene Steckbrief wird alö erledigt zurück, gezogen.

Birstein am 5- März 1855.

Kurfürstliches Justizamt.

vt. Bauer.

Gefundene Gegenstände.

1. Ein Geldbeutel mit etwas Geld.

2. Ein Ring.

3. Ein Halstuch-

4. Ein Zirkel.

5. Eine Nadelbüchse-

6. Ein Theelöffel-

Die rechtmäßigen Eigenthümer werden aufgefor. dert> sich baldigst dahier zu melden.

Hanau am 28. Februar 1855.

Kurfürstliche Polizeidirektion. Cornelius.