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M. wegen Beschlagnahme der entwendeten Sachen wiederholt. Großenlüder am 9. Januar 1855. _______Kurfürstliches Justizamt. Uckermann.

Vergehen und Verbrechen.

51. Polizeidirektion zu Hanau. Angeblich entwendere Gegenstände:

Hanan. In der Nacht vom 1L auf den 12- d. M. aus einem nichcoerschlossenen Stalle eine gemästete Gans mit grauem Gefieder.

In der Nacht vom >4. auf den 15. d. M- auf einer Herberge ein Porte-monnaie mit 7 Fh 18 Kr. (Sieben -}- Fl-- Stucken) Geld. DaS Porte­monnaie hat schwarzes gepreßtes Leder, inwendig rothes Leder und eine Abtheilung für Goldmün­zen mit besonderer Schließe. Verdacht ruhet auf einem Bäckergesellen Joh. Heinr. Stark auS Steppach.

Ravolzhausen. Am 28- v. M. aus einem Hauegarten 2^ Pfund wollenes Garn, von na- turgrauer Faibe.

Ni e d eri sslg b e i m. In der Nacht vom 12- auf den 13- d. M. auS einem nichtverschlossenen Stalle 5 Enten und ein Enieiich.

Frankfurt a. M- Eine silberne Cylinder­uhr, die Rückseite guillochirt, auf dem Zifferblatt ein Sekundenzeiger aus der stahl 6, daran befe­stigt ein Uhrschlüssel von Messing, und ein bronzenes UhrzesteU.

Spuren zur Ermittelung der Diebe und der gestohlenen Gegenstände vor deren Ankauf gewarnt wird sind alsbald dahier oder bei der nächsten Polizeibehörde anzuzeigen.

Hanau am 18. Januar 1855-

Kurfürstliche Polizeidirektion. Cornelius.

52. Hanau. Dem DienstknechtPhilipp Hofmann von Wehrda ist am 19. v. M- eine silberne, auf der Rückseite punktirt gravirte Taschenuhr in TombackgehäuS mit zersprungenem Glas, Pferde- Haarkette und verbogenem Schlüssel, entwendet worden. Verdacht liegt auf Valentin Kreß von Opperz. Hanau am 13. Januar 1855-

/ Kurfürstliches Justizamt II. R e u l.

Fahndungsschreiben unb Steckbriefe.

53- Hanau- Alle betreffende Behörden werden er­sucht, den dahier wegen Diebstahls in Untersu­chung stehenden Schweinehirten Johannes Röll von Weichersbach im Berretungsfalle zu verhaften und anher abliefern zu lassen.

Hanau am 5. Januar 1855.

Der Unterstaatöprokurator. Duysing, k. A. Signalement d e 6 rc. Röll:

Alter 67 Jahre, Größe 5 Fuß, Statur unter­setzt, Gesichtsfarbe gesund, Gefichtsform oval, Haare und Augen grau, Augenbraunen blond, Bart grau, Mund proportivnirt, Stirn rund,

Nase proportivnirt, Kinn rund, Zähne mangel­haft. Besondere Kennzeichen: der Zeige­finger der rechten Hand ist abgestumpft.

54. Marburg. Alle Justiz- und Polizeibehörden werden ersucht:

1) den Taglöhner Adam Kuhl 3r, und 2) den Steinhauer Adam Schäfer sen. von Nordeck, im BetreiungSfalle verhaften und Behufs Ver- büßung der gegen dieselben wegen Landfriedens- bruchs und bzw. Erpressung erkannten Zwangs- arbeitöhauöstrafe anher abliefern zu lassen.

Marburg am 6. Januar 1855.

Kurfürstliches Kriminalgericht.

3 i ncfe._ vt. Schmincke.

55. Eiterfeld. Der abwesende Johann Georg Heerde von Hünfeld,, welcher auf öffentliche La­dung sich zur Vernehmlassung in einer Anzeige­sache gegen ihn wegen Lumpensammeln ohne Kon- zession dahier nicht sistirt hat, wird hiermit steck- brieflid) verfolgt.

Eiterfeld am 29. Dezember 1854.

Kurfürstliches Justizamt.

v. S ch l e r e t h.

vl. Schwarzkops.

56. Schlüchtern. Die schon wiederholt steckbrief­lich verfolgten Schulkinder Sabine und Medar- duö Heil aus Sannerz treiben sich seit 8 Ta­gen wieder auf dem Bettel umher. Es wird um deren Aufgreifung und Heimschiebung ersucht.

Schlüchtern am 9- Januar 1855.

Kurfürstliches Landrathsamt. : Coester.

57. S ch war;e n fel ö. Nachdem die wegen Dieb- stahls dahier in Untersuchung stehende Anna Ma­ria Ruppert aus Weichersbach der an sie er» * gangenen öffentlichen Vorladung zur Vernehmung keine Folge geleistet hat, so wird nunmehr dem angedrohten Rechtsnachtheile gemäß deren steck- briefliche Verfolgung hiermit verfügt.

Schwarzenfels am 5- Januar 1855- Kurfürstliches Justizamt.

Mertz. vt. Beck.

58. Schlüchtern. Die unten signalisirte Marga­ret« Kuhl aus Marborn hat der ihr am 18. v. M- gegebenen Weisung, sich nach der ihr zuer­kannten Arreststrafe alsbald in ihre Heimath zu beheben und bet dem OrtSvorstande zu melden, keine Folge geleistet und treibt sich wahrscheinlich wieder streunend umher-

- Es werden deshalb alle betreffende Behörden ergebenst ersucht, die rc. Kuhl im BetretungS- falle verhaften und anher abliefern zu lassen.

' Schlüchtern am 10. Januar 1855.

Kurfürst). LandrathSamt. C nest e r.

Signalement: Alter 20 Jahre, Größe 5', Haare roth, Stirn niedrig, Augenbraunen roth, Augen grau, Nase stumpf, Mund Mittel, Zahne