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seit rum.il einer bewegten, ja von glänsenben ®egen. stoben, Die einigermaßen Dem Flüssigen ähneln, von einem Spiegel ober von einer Meiallfläche, auch selbst das bloße Wehen der Luft, das Rauschen eines Vor- hanas — Zusammenschnüren des Halses, Beängstigung aen Aufschreien, Furcht, Zittern, Zuckungen, Wüthen hervorbringen, und die geringste Bewegung oder ein ungewohnter Eindruck unerträglich wird. Gleiche Wir­kung erregt das Geräusch des fließenden Wassers, das Fallen des Regens tc. Feste trockene Dinge vermögen die Kranken gemeinlich zu schlingen. — Ist Der Zustand noch nicht von sehr schlimmer Art, so sind die Kranken auch wohl bisweilen im Stande, Flüssigkeiten, im Falle sie solche nicht sehen, zu schlucken.

Im Verlaufe des Uebels treten noch mehr krampf­hafte Zufälle ein, Krämpfe der Brust, des Halses, Ge­sichts, kleiner zusammengezogener Puls, krampfhafte Bewegungen Der Glieder mit abwechselnden Ohnmachten Urinbeschwerden, bald Bläffe, bald Röche des Gesichts, schmerzt)astesZusammcnzicHe n derBauchmuskeln, Zähne, knirschen, höchst gesteigerte Reizbarkeit Der Haut, Nacht- schweiße , Schaum vor dem Munde, Vorliegen Der ro­then trocknen Zunge, völliges Rasen oder ein fieffinni. ger Zustand. Nicht festen ist mit Der Krankheit gegen das Ende eine heftige Begierde zu schlagen, zu beißen, zu speien, zu schreien und zu beulen verbunden. In lichteren Zwischenzeiten sehen diese Unglücklichen öfter das Schreckliche ihrer Kt ankheit ein, erinnern sich des­sen , was sie in Den Anfällen begangen haben, bejam­mern ihre Leiden, warnen die Umgebungen. Endlich ectvlgt der Tod unter Krämpfen, Beklemmung, Rö­cheln, Erstickungszufällen, Schlafsucht, Speichelfluß — zwei, Drei bis vier Tage nach dem Eiuliiiie Der Was. ferfebeu. Kurz vor ihrem Ende kommen sie gewöhnlich zu sich.

Behandlung der Wunde, welche durch ein tünchendes oder der Tollheit verdächtiges

Thier fyervorgebhW worden.

Je früher nach dem Bisse die Vorbeugungsvo>keh, rungen getroffen wurden , um desto mehr Hoffnung ist vorhanden, daß die Wasserscheu nicht ausbrechen wer­de. Nur die schnelle Anwendung Der passenden Mittel kann daher wahre Hülfe schaffen, und von einer zweck­mäßigen örtlichen Behandlung Der Wunde hängt ge­wöhnlich Die Rettung des Gebissenen ao.

Man hüte sich deshalb, die für Die Kur des Kranken hV^ '""d'^ Seit mit Anwendung von gepriesenen fino ™ °^r Familienmitseln, Die meist unwirksam ?°'lchwenbcn, und durch Unterlassung einer Heiln, ""Eilenden, vorder Erfahrung erprobten, *Ä" ^blpeneü in Gefahr zu bringen.

and. n^ "'''^ hen PhysikuS, oder einen im ^all? in* “‘t^1' Wundarzt Herbetzukolen, selbst kiebte “ ert^ (T b.lmi^ Wunde, nur etne ganz

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lange das in der Wunde beigebrachte und darin haf­tende Wutkgitt Durch eine Kur weggeschaffl, vernichtet und seine üble Folge abgewendet werden kann, solan­ge das Gift noch örtlich wirkt und nicht in die allge­meine Sästenmasse übergegangen ist. In Ermanglung eines Kunstverständigen sauge man die Wunde nicht mit dem Munde aus, binde sie nicht zu und bedecke sie noch weniger mit Pflaster, sondern schlage bis zu seiner Ankunft folgendes Verfahren ein.

Alle (nachher zu zerstörende) Kleidungsstücke um die Bißwunde müssen vorsichtig und schnell abgelöst wer­den. Das Bluten der letzteren wird, soviel es nur geschehen kann, befördert. Man wasche sie deshalb au­genblicklich und anhaltend erst mit lauem Wasser, spä­ter , wenn das Bluten nachläßt, mit statfer warmer Aschenlauge, oder mit eine, Auflösung des ätzenden Lau- gensalzes, oder mit warmem scharfen Salzwasser, oder mit Urin aus. Das Wasser, welches bereits zum Aus- waschen gebraucht worden, schulte man nicht wieder zum reinen, sondern sammle es, und gieße es in ein in Die Erde gegrabenes, sorgsam mit Erde zu bedeckendes, Loch.

Die Hände desjenigen, der sich mit der Wunde be­schäftigt , müssen frei von Verletzungen, ausgekratzten Stellen, Blätterchen rc. fein.

Der Wundarzt macht.Hieraus unter Der nöthigen Vor­sicht Einschnitte in Die Wunde mit dem Mefter, und setzt einen Schröpskopf auf. Das Einschneiden sind Aussaugen läßt man wiederholen, bis sein Blut mehr hervordrjngt. 9Zachbem wird Die Wunde mit einem glühenden Eisen oder Schießpulvet ausgebrannt, und durch Einstreuen von Spanisch-Fliegen-Pulver, wenig­stens acht Wochen in Eiterung unterhalten.

Ist die Wunde bereits vernarbt, und man bat dann erst die Ueberzeugung erlangt, daß der Hund, welcher sie verursachte, toll gewesen, w.muß sie wieder geöffnet, gebrannt und in Eiterung gesetzt werden.

War der Biß so heftig, daß aus der Verletzung eine sehr staike Verblutung entsteht, so darf diese nur vor­sichtig und mit Offenhalten Der Wunde gestillt werden.

Eine von einem tollen Hunde nicht verwundete, son­dern bloß Durch dessen Zähne gequetschte und begeiferte Stelle muß mit Aschenlauge abgewaschen, und mit Spanisch Fliegen-Pflaster oder -Salbe, wie die gebisse­ne Wunde, behandelt und in Eiterung erhalten werden.

Ist eine Stelle von einem tollen Hunde nur beleckt) ober mit Geifer besudelt worden, so,ist das sorgsame Abwaschen mit warmem Seisenwasser ober mit warmer Lauge hinreichend.

Außer dem oben angeführten gewöhnlichen Verfah­ren bei einer Bißwunde von einem tollen Hunde, ist ein vorzügliches und zuverlässiges, von einem geschieh , ten Wundärzte zu unternehmendes, Vorbauungsmittel gegen die Waffe, scheu hier noch zu erwähnen Es ist nämlich das, möglichst bald zu verunstaltende, gänzU- , che Ausschneiden der Bißwunde sowohl in die Breite als Tiefe. Nur kann man es nicht an allen ereUeh anwenden. - '