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Kilogrammen für 12 Francs 50 Centimes in den Hantel gebracht. Obgleich dieses Mehl von Mehren und namentlich Büchner chemisch untersucht und einstimmig theils als ein Gemisch von Linsen-, Boh­nen« und Maismehl, theils als reineS Bohnenmehl erkannt wurde, machte rc. Warto«, weil die Welt betrogen fein will, damit die besten Geschäfte.

Als Fortsetzung dieses auSbeurenden Geschäftes ist der von der Mehlhandlung du Barry et Comp. in London mit schlauer Berechnung der Unfennmiß des Publikums pomphaft betriebene Verkauf der Re- valenla arabica anzuseben.

Nach den Untersuchungen der achtbarsten und wahrheitsliebenden Männer besteht dieses Geheim- mittel aus Linsen- und Bohnen- (gegumtnofen ) Mehl, oder aber aus Linsenmehl und Mehl von Erb­sen, Mais rc. nebst einer Zugabe von Gersten- und Hafergrütze und einem Hunderttheil Meersalz.

Den ausführlichen neueren Untersuchungen deS Dr. Winkler in Darmstadt zufolge ist die Reva- lenta arabica nichts anderes, als das durch einige Tropfen Safrantinktur leicht gelbröthlich gefärbte

Mehl ber vmr ihrer Schale befreitew und scharf oe« tischleren Saubohnen sker reife Samen v?n Vicia faba Lina.) iinh Dar dieser Cdcmlkev küsse That­sache Ws dem durchweg gleichen Verhalten beider Präparate unter dem Mikroskope und bei der W« mischen Untersuchung mit unumstößlicher Gewißheit festgestellt.

Die Saubohnen enthalten aber, nach Braconnöt, nebst Stärkemehl hauptsächlich noch Ve^umm und sehr wenig Zucker und ihr Mehl ist daher ohne Zweifel sehr nahrhaft, leicht verdaulich unb am eiii* faches und kräftiges Nahrungsmittel, besonders mit Wasser oder noch besser mit Fleischbrühe zu einer sehr schmackhaften Suppe gekocht, sehr empfehlungswenh.

Ei n P f u n k d i e se s B o h n e n m e h l S i st a b e r für 4 bis 5 Sgr. leicht darzustelleN und möchte es daher d e r e r h e b l i cd e n Mfeh r a u 6» gäbe von 1 b i s 21 Thaler für ein P fun d Saubohnen - >c. Ntehl aus der Mehlband« lung deS du Barry et Comp. z u VbÜben für bie Folge nicht in e h r bedürfen. a- ,,, (21. d. Wochenbl. f. d. Pr. gulba.),

3„ «Mit bet im » 14 M bie ^^ »er ftanbe UMMtME Gefahren 6er Hundtzwüth betreffenoen Geietzev. vom aunainiu

Vorschrift wird folgende . . ,

Belehrung über die Wasserscheu bei Meirichen und Thieren

besannt gemacht.

(Fortsetzung auS Nr. 22 d. Bl.)

Ist ein für wüthend gehaltener, oder als solcher doch zweifelhafter Hund bereits gelödiei, so wird es höchst schwierig, zu entscheiden, ob er in der Thtzt totl jvar, Jm gemeinen geben empfiehlt man die Probe, ein Stuck Fleisch oder Brod an die Zähne und im Rachen des umgekommenen Hundes zu reiben, und dieses anderen Hunden vorzuwerfen. Zeigten sie einen Abscheu davor, so wäre der in Frage flebenbe Hutid wirklich von der Wuth ergriffen gewesen, aber nicht, wenn sie es frästen. Eben so könne man die gebissene Wunde, im Falle der Hund, welcher sie versetzte, entlaufen sei, mit einem Stücke Fleischc reiben, und dann auf die eben erwähnte Weise verfahren

Diese Versuche liefern indeß feine zuverlässige Be­weise , wie die Erfahrung gelehrt hat. Auch das sehr gefährliche Oeffnen eines solchen Hundes thut in dieser Hmsrchi nichts Bestimmtes dar, und aus dem Befun­de desOeffnens des todten Thieres läßt sich durchaus aus bie Natur des da gewesenen Nebels kein sicherer Schluß ziehen. Meist findet sich zwar bei tollen Hun- ben der Nachen, die Luftröhre, der Scblund, der MageN tind em Theildcr obern Därme entzündet, aber auch an­dere Ursachen als die Wuth können diese Erscheinungen hervorbringen

21ad) den sehr, werthvollen Beobachtungen des Dr. ^et tretg zu Berlin über dieHuildswuth werden die

tollen Hunde häufig nicht wa sse r sck e u, saufeti viel­mehr und schwimmen durch das Wasser. Sie ziehen den Schwanz nicht ein und haben seinen Schaum vor , dem Munde.^Tolle Hunde — sagt HerIwig — sind unruhig, fressen nicht oder wenig. fressen Holz, Toif, Leder, Hundskoth tc.; lecken Wasser ; sind vet stopf,, haben eine heulende, heisere, ängstliche Stimme, sind bissig; schnappen nach Fliegen, ohne daß solche gesehen werden. Bei der stillen Wuth hängt der Unterkiefer herab, die Zunge he>aus.

Zufälle 6er Wuth bei andern Hansthieren.

Die Merkmale, daß ein Stück Vieh, besonders Rindvieh , von einem wüthenden Hund gebissen,,sind hauptsächlich folgende: Es frißt und saust auffallend weniger, wird scheu, sieht sich wild um, verträgt kein starkes Licht, spitzt die Ohren, geht auch wobl auf^je Menschen los ; reibt die Stelle, wo es gebissen fwor- ben, stark an etwas; gereich in Wuth beim Anblicke ei­nes Hundes, äußert solche aber gegen andere Thiere nicht. — Steigt die Krankheit, so wirh kasVieh kreuz­lahm, geht mit Schwierigkeit, liegt meist, und scheut das Sausen. Beim Eintritle der Wuth springt es auf, wird von Zuckungen befallen, brüllt anhaltend ,mir weit gestrecktem Halse, geifert viel, beißt in die gkaufensünd Krippen, auch wohl sich selbst, und scharrt mit den Vor- derfüßen tiefe Löcher in die Erde. ; :: '