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2. A^s" Männliche und weibliche dienstsu- chende, empsehlungewürdige Personen, welche sogleich und auch den 22. Februar 1852 (Perntag) in Dienst zu treten wünschen, sind in unterzeichnetem Bureau eingeschrieben. Diejenigen Dienst- Herrschaften, welche mit ihrem Gesinde eine Aenderung treffen, erlaube ich mir hierauf aufmerksam zu machen.
B. T. Bischoff's allg. GeschästS- u n d K o m m i ssi o n s b ü r e a u.
Auszuleihende Kapitalien.
1200 fL bei dem vereinigten evangelischen Wai- scnhause dahier.
Vermischte Anzeigen.
t. Ich mache hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich mich als Wagnermeister dahier etablirt habe, und empfehle mich in allen darin einschlagenden Arbeiten. Georg Fir,
Wagnermeister.
2 . Der Winter rückt heran und mit ihm ziehen die Sorgen in die Wohnungen der Armen ein. Hier fehlt eS an Brennmaterial, dort an warmen Kleidungsstücken; hier hat die rauhe Jahreszeit die schwache Verpflegerin einer dürftigen Familie auf das Krankenlager gebettet, dort seufzt ein arbeitslos gewordener Familienvater, indem er mit Gram und Sorgen an die nun wegfallende Einnahme, an die durch die Jahreszeit gesteigerten Bedürfnisse denkt. Den so Bedrängten Hülfe mit Rath und That zu bringen, ist Christen-, ist allgemeine Menschenpflicht. —Wenn sich nun der neue Frauen« verein in Hanau auch mehr zur Ausgabe gemacht hat, durch persönliche Hülfeleistung und freundlichen Zuspruch als durch materielle Gaben zu wirken, da letztere Art der Hülfe in dem Wirkungskreis der städtischen Armenpflege ertheilt wird, so bedarf es doch bei Solchen, die nur in augenblickliche Noth gerathen sind und die vielfachen an die städtische Armenpflege gerichteten Ansprüche nicht vermehren möchten, nur zu oft auch einer schleunigen Unterstützung durch Lebensmittel, Arzneien, Linnen und dergl., welche nur durch die Geldmittel des Vereins beschafft werden können.
Um diese Geldmittel für das soeben begonnene Verwaltungsjahr zu beschaffen, hofft der Borstand, außer den von den Mitgliedern deS Vereins gezeichneten Beitragen, noch einen Zuschuß durch den Verkauf solcher Gegenstände zu erlangen, welche ihm Zutrauen schenkende Freunde hier und an andern Orten theils bereits eingesendet, theils in Aussicht gestellt haben. Indem wir hiervon öffentlich Mittheilung machen, bitten wir unsere Freunde fern und nah um resp, portofreie Einsendung von
Beitragen für diesen Verkauf; fauch die kleinste Gabe wird willkommen, am geeignetsten jedoch leicht verkäufliche, wo möglich sich zu WeihnachtS- gaben eignende Gegenstände sein. Da der Verkauf im Anfang des nächsten Monats beginnen soll, so bitten wir die freundlichen Geber, ihre Gaben bis spätestens zum 10. Dezember einsenden zu wollen. Zur Empfangnahme sind bereit
Frau Rentierte Bock^. Frau Zircher, Frau Jünger, geb. Dieffenthal, Frau Ma- rofSky, Frau Pfadt, Fraulein Elise Osius, Fräulein Maria Bescher, Herr N. G l a tz, Herr Karl I ü n g e r.
3 Zu Waihnachts- und Meujahrs- geschenken
empfehle ich meine reichhaltige Auswahl feiner Kartonnagearbeiten neuester Favön, blaue, gelbe und weiße Holzkästchen mit Stahlgarnitur/Papeterie mit seinen verzierten Briefbogen, Brieftaschen, Schul- und Schreibmappen in Oktav, Quart und Folio, mit und ohne Schloß, ferner Portc-monnaie und (Zigarrenetuis in feiner neuester Lederstickerei, sowie ohne Stickerei, Notiz- und Stammbücher, Albums, Necessaire, sowie elegant gebundene Gesangbücher, Bilderbücher mit und ohne Tert, Reißzeuge, Farbenkasten, von 6 Kr. bis zu 1 Fl. 30 Kr. pr. Stück, liniirte und unliniirte Geschäfts- und Schulschreibbücher, Pärfümerien, Tockettenseife, Goldleisten für Portrait- und Cpie- gelrahmen, und endlich eine Auswahl in Häkel- etuiö und Harmonikas.
Gleichzeitig bringe ich meine Zeichnen- u. Schreibmaterialien und besonders gute Stahlfedern, von 18 Kr. bis zu gewünschten höheren Preisen pr. Groß, nebst feinem Postpapier, von 2 Fl. 36 Kr. bis 4 Fl. 30 Kr. pr. Rieß, in empfehlende Erinnerung.
G. Prior, Buchbinder.
4 Für Damen.
Von der Allgemeinen Mnsterzeitnng, Album für weibliche Arbeiten und Moden, ist die erste Nummer für das Jahr 1852 soeben erschienen. Vierteljähriger Abonnementspreis 54 Kr.
Zu gefälliger Theilnahme ladet ergebenst ein Friedr. König.
5> Weihnachtsttrrsstellnng.
Die Ausstellung meiner für bevorstehenden Weih- nachtsverkauf sich eignenden Gegenstände in meinen bekannten Artikeln hat Statt gesunden, und lade hiermit zu gefälligem zahlreichen Besuche derselben höflichst ein.
Hanau am 30. November 1851.
G. Heyneman»,
vormals Elise Ries, Poststraße Nr. 388.
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