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Den 6- November. Wilhelmine, deS OrtsbürgerS zu Zell, Amrs Fulda, Lemporalschutzverwandren und MusikuS dahier, LukaS Johannes Sorg, T., alt 3 M. 29 T.
In der katholischen Gemeinde.
Den 30. Oktober- Eine unchel- T. (todtgcb.).
Besondere Bekanntmachungen der Verwaltungs- und Fmanzbehörden.
Nach einer Benachrichtigung der Groß- Herzogl. Hessischen Regierungskommission zu Friedberg vom 7. d. M. ist unter dem Rindviehe der Einwohner zu Großkarben die Lungenseuche ausgebrochen und deshalb eine Ortssperre für dasselbe augeord- net worden, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.
Hanau am 12. November IS5L Kurfürstliches Laubrachsamt.
Webe r.
Gemeinnützige Nachrichten.
Bestreitung und Anempfehlung einer kleinen Obstdarre.
Die allgemeine Zeitung für die deutschen Land- und Forstwirthe von Moritz Beyer theilt in ihrer diesjährigen Nummer 30 nachstehende Besckrei- bung eines hölzernen Kastens zum Obsttrocknen mit, welcher wegen seiner Einfachheit und allgemeinen Anwendbarkeit auf oder neben Sparheerden und Bratöfen in gewöhnlichen Haushaltungen und öf- fentlichen Anstalten K. sehr zu empfehlen ist und deshalb auch bereits in Dassel sowohl in einem ka- sigen Waisenhause (worin die abziehende Warme eines Bratofens zum Trocknen des Obstes in dem daneben besonders ausgestellten Darrkasten mit Erfolg Verwender wird), so wie in einem PrivalhauS- Halt (hier nach Vorschrift, auf demSparheerd angebracht) mit Vortheil bei dem diesjährigen reichen Obstsegen und wegen der damit verbundenen geringen Kosten versuchsweise angewenket wurde.
Diese kleine Obstdarre besteht aus einem länglich viereckigen, bretternen Kasten ^^^^ Boden. Derselbe ist 3 Schuh hoch, 3 lang, 2 breit. Aus der einen schmalen Seite ist unten am Boten eine kleine Thür, 3 — 4 Zoll hoch. Ueber derselben ist eine Thür, so groß wie die übrige Kastenseite. Durch die größere Thür werden die Horden in den Kasten geschoben. In der Decke dieses Kastens ist eine Oeff.
nung von 2 — 3 Zoll im Durchmesser, damit der Dunst abziehen kann. Im Innern des Kastens sind an jeder Seltenwand, mit Ausnahme derjenigen, wo die Thür ist, in gleichen Höhen und Entfernungen 6 Leisten, auf welche die einzuschiebenden 6 Horden zu liegen kommen. Die untersten Leisten sind 8 Zoll vom Boden. Die Horden sind 2 Zall kürzer als die Leisten. Es wird nun abwechselnd die eine Horde bis an die entgegengesetzte Wand, die andere bis an die Thür gezogen; dadurch bilden sich, wenn die Thüren geschlossen sind, Züge für die Wärme, damit sie sich bis an die obersten Horden zieht. Wer in seiner Küche einen Sparheerd mit einer eisernen Platte hat, stelle diesen Kasten auf die Platte. Auch kann man ihn auf den Stuben- osen stellen, besonders wenn dessen Hintertheil flach ist. Nur muß man den Kasten nicht unmittelbar auf die heiße Heerdplatte, oder auf den sehr erhitzten Ofen stellen, weil sonst die Bretter Feuer fangen könnten, sondern man stellt den Kasten auf 4 oder 6 Ziegel. Mit der Hitze der Heertplane oder des Ofens wird das in den Kasten eingelegte Obst zwar etwas langsamer, aber um so schöner gedörrt; nur muß man die fHorden öfter wechseln und die obersten auch zuweilen zu unterft legen. Bei diesem Dörren müssen beide Thüren des Kastens geschlossen sein. Hat man aber nicht Gelegenheit, den Kasten auf die Heerdplatte oder aus den Zimmer- ofen zu stellen und deren Heizung zu benutzen, so stellt man ihn auf eine feuersichere Unterlage, und beding sich einer fast eben so langen, am Boden durchlöcherten bleiernen Kohleupsanne, die auf 4, etwa l oder l| Zoll hohen Füßen steht. Man legt Kohlen von hartem Holz darauf, macht sie glühend und stellt den Kasten darüber. Damit aber die Kohlen in Gluih erhalten werden, muß die kleine Kastemhür offen bleiben. Kohlen müssen von Zeit zu Zeit zugelegt werden, bis das Obst gedörrt ist. Die 6 Horden fassen fast einen kleinen Korb Zwetr scheiß wenn man diese, was sehr zu rathen ist, auf die Spitze, folglich mit dem Stiele nach oben setzt.
(Landw. Zeit. f. Kurh., 3- Q- 1849).
Das Graben des Ackerlandes.
Wenn gleich durch das Umarbeiten des Feldes mit dem Grabscheit oder Spaten der Boden auf das Vollkommenste gelockert werden kann, vnb ein einmaliges gutes Umgraben oft ein dreimaliges Pflügen ersetzt, so ist koch im Großen selten davon Gebrauch zu machen, indem es dazu theils an Menschen fehlt, theis aber auch die Arbeit theuer zu stehen kommt. Zuweilen kann es aber dennoch sehr vortheilhaft sein, dieses oder jenes Stück, statt eS umzupflügen, mit der Hand umzugraben. Bei Neu. land (Neubruch) z. B-, welches sehr uneben ist, thut man in der Regel wohl daran, dasselbe umzugraben,
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