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489. Wäch ters b a ch. Geschehener Anzeige zufolge sind dem Forstmeister Genth dahier von seinem Acker am GelMäuser Weg, im s- g- Krautgarten, vom 5. bis zum 7. d. M. circa 60 Krauthäupter und im Verlauf mehrerer Wochen vorher nach und nach 40 Krauthäupter, im Ganzen etwa 100 Stück, entwendet worden.
Es wird dieser Diebstahl mit dem Bemerken zur öffentlichen Kunde gebracht, daß der Bestohlene demjenigen, welcher den Thäter endeckt und dessen Bestrafung veranlaßt, eine Belohnung von fünf Gulden zugesichert hat.
Wächteröbach am 16. Oktober 1851.
Die untergerichtliche Staatsbehörde-
Cordus, k. A-
490- Fra nkfurt. In den letzten 14 Tagen sind dem Herrn Hofgerichtsdirektor Chr i st, und am 13. d. M. dem Gastwirth Winter die nachverzeichneten Gegenstände dahier entwendet worden. Man ersucht, gefällige Nachforschungen deshalb eintreten zu lassen.
Frankfurt a. M. am 14. Oktober 1851.
P o l iz eiamt.
1) 24 silberne Gabeln, glatt und ohne Zeichen ; 2) 5 silberne Löffel, F. W. gezeichnet z 3) 5 silberne Gabeln, F. W. gezeichnet.
Die Veröffentlichung wird verfügt, Hanau am 18. Oktober 1851.
Der Staatsprokurator. S ch ü l e r.
491- F rankfu r t. Am 12. oder 13. Oktober d. J. sind die unten verzeichnete» Gegenstände dem Herrn Johann Wilhelm R i n d dahier entwendet worden. Man ersucht, gefällige Nachforschungen deshalb eintreten zu lassen.
Frankfurt a. M. am 16. Oktober 1851.
Polizeiamt-
1J ein goldneö' Halsband; 2) ein Armring von Haaren mit goldnem Schlößchen; 3) ein Armring von Bronze mir einem Achatstein; 4) ein goldner Fingerring mit einem Vergißmeinnicht; 5) ein goldner Ring mit blauem Stein; 6) ein goldner, schlangenförmiger Ring mit einem Granatsteinchen; 7) ein goldner Ring, mit dem Sinnbild von Glaube, Liebe und Hoffnung; 8) ein kleines Rosakästchen, enthaltend eine Bronzeschnalle und zwei gelbe Nadeln, die mit einem Kettchen verbunden waren; 9) ein Paar goltme Ohrringe mit Glocken; 10) ein gehäkelter Geldbeutel von grün und lilla geflammter Seite, mit bronzenen Ringen und Quastchen, etwas kleine Münze und ein Guldenstück enthaltend; 11) drei Nadeln mit gelben bronzenen Knöpfen.
Die Veröffentlichung wird verfügt.
Hanau am 18. Oktober 1851.
Der Staatsprokurator. Schüler.
Fahndungsschreiben und Steckbriefe.
492. Cassel. Alle Staatö« und Polizeibehörden werden hiermit ersucht, nach dem Kutscher Konrad Schreiber auS Sterbsritz, dessen gegenwärtiger Aufenthaltsort unbekannt ist, forschen, im Betretungsfalle ihn verhaften und durch die Sem darmerieverbindungspatrvuille anher abliefern zu lassen.
Cassel am 14. Oktober 1851.
Die Staatsbehörde bei m Stadtgericht- Endemann.
493. Hanau. Alle Justiz - und Polizeibehörden werden hierdurch ersucht, den wegen grober Mißhandlung undKörperverletzung zu einer dreimonatlichen Zwangsarbeitshausstrafe verurteilten Peter Jockel aus Soden, welcher sich von seinem Wohnorte heimlich entfernt hat, im Betretungsfalle verhaften und durch die Gendarmerie anher abliefern zu lassen.
Hanau am 15- Oktober 1851.
Der Staatsprokurator. Schüler-
494. Wählers Hause n. Alle betreffende Behörden werden ersucht, auf den hierunter signalisirten Füsilier Konrad Schucht aus Vaake, welcher sich einer wegen Kameradendiebstahls gegen ihn dahier anhängigen Untersuchung am 10. t. M- durch die Flucht entzogen, fahnden und ihn im Betreiungsfalle verhaften und anher abliefern zu lassen.
Wahlershausen am 16. Oktober 1851.
Kurfürstliches BataillonSgericht-
v. Specht,
Oberstlieutenant und Kommandeur.
Signalement des rc. Schucht:
Konrad Schucht, geboren zu Vaake am 3. Juni 1829, Sohn von Anton Schucht und dessen Ehefrau, Elisabeth, geb. Becker; Größe 5' 1" 2'", Haars blond, Stirn rund, Augenbraunen blond, Augen grau, Nase spitz, Mund dick, Gesicht oval, Gesichtsfarbe gesund; besondere Kennzeichen: am Mittelfinger der linken Hand fehlt ein Stückchen am vorderen Glieds
Derselbe war bekleidet mit einem Waffenrock von grünem Tuch mit schwarzem Kragen, rothem Vorstoß und rothen Achselklappen, einer grauen Tuchhose mit rothem Passepoil und Mütze von grünem Tuch mit schwarzen Streifen und rothem Vorstoß.
495. Schlüchtern. Die unten signalisiere Ka- tharine Müller aus Steinau, wegen Landstreicherei im 2ten Betretungsfalle und Betrugs in eine fünfwöchige ZwangsarbejtShaüöstrafe verur- theilt, ist nach deren Verbüßung durch den Inspektor der Strafanstalt zu Fulda unter dem 8. d. M. angewiesen worden, innerhalb zweier Tage