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In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche. Den 26. September. Emma Mathilde Elisabeih, des Schauspielers Friedrich Schweißer, aus Leip­zig. T.

Den 28. September. Anna Rolalie, des Bürgers und Essigfabrikanten Johann Peter Schulz, T.

Den 29- September- Karvliue Friederike, des Bür­gers und Goldarbeit.rS Johann Jakob Roth, T-

Den 30. September. Anna Wilhelmine Maria Frie- derite Auguste, unehel. T.

Den 1. Oktober. Georg Philipp, unehel. S.

In der katholischen Gemeinde.

Den 21. September. Anna Babette Christiane, deö Bürgers und Lehrers an der Realschule Georg Christian Friedrich Spangenberg, T.

Den 6. Oktober. Georg Adam, des Bürgers zu Marburg und BronzirerS dahier, Heinrich Justus Schmitt, S.

In der deutschkatholischen Gemeinde.

Den 24. September. Anna KaHarine, des Bür­gers und Kupferschmiedemeisters Johann Ernst Datt, T.

G e s t o r d c n r.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 12. Oktober. Frau Katharine, des verlebten Bürgers,! Rathsverwandten und Handelsmanns Daniel Schulz, nachgelassene Wittwe, geb. Michel, alt 72 I. 1 M- 18 T-

In der evangel. Gemeinde der Johanneskircke.

Den 14- Oktober. Christian Ludwig Ferdinand, un­ehel. S., alt 3 M. 11 T.

Gemeinnützige Nachrichten.

Augenblickliche Noth und Hülfe.

Berichte über den Ausfall der diesjährigen Ernte haben wir nun schon mehr als genug gelesen; aus allen diesen ist zu ersehen, daß die heurige Ernte nur eine sehr mittelmäßige ist. Ein Ausfall dersel­ben von einem Jahr wird daher noch keine außer­gewöhnlich hohen Preise der Lebensmittel hervor­

bringen. Jedoch die anhaltende Nässe hat einen für die Wintersaaten furchtbaren Feind erzeugt, die Ackerschnecke; sie ist, wie man hört noch mit eigenen Augen sieht, ziemlich allgemein verbreitet und hat schon an verschiedenen Orten ihre Berhee- rungen begonnen. Diejenige Saat, wo die Scburk- ken abfressen, ist rein verloren, und auf solche Werfer nochmals Samen auszuwerfen, ist ebenfalls verlo­ren; denn alle solche Stellen, welche die Schnecken wir ihrem Schleim überziehen, sind für Korn- und Waizensaat wie vergiftet. Daher mißliche Aussicht für die folgende Ernte! wenn der Bauer u. s. w. seinen Acker zweimal besäen muß, dann nimmt sein nur mittelmäßig geernteter Borrath ab; und wenn der Bauer, der Produzent, genöthigt ist, sein Getreide zu kaufen, zu Brod, zu Samen, dann ist zu befürchten, daß Theuerung entsteht; ja, es läßt sich dann eine Steigerung der Getreidepreise gar nicht aufhalten, denn die Noth steht schon vor der Thüre. Ehe aber diese Noth wirklich eintritt, ist noch ein unfehlbares Mittel anzuwenden, um die Ackerschnecke auf ein Mal zu vertilgen. Zerfallener Lederkalk, Asche, die Augen vom Flachs «. s. w., diese Mittel helfen nur so lange, als es nicht reg­net. Ofenruß ist schon viel wirksamer, vermittelst seines Gehaltes an Holzessig, welcher leisere durch seine Auflösung in der Nasse die Schnecken tödtct oder unschädlich macht. Aber wo wäre in solcher Menge Ofenruß herzunehmen? Nur im Salz ist uns das Mittel gegeben, es mag Regen- oder trocke­nes Wetter sein, welches die Schnecken vertilgt. So­bald die Ackerschnecke ein Salzkörnlein an sich be­kommt, wird sie matt, entkräftet und stirbt. Ein Acker mit 14 Ztr. Düngsalz oder Viehsalz bestreut, so stark wie die Körneraussaat, vertilgt alle Schnecken, und ist dieses Salz zugleich noch eine Düngung für die Saat.

(AuS der Dorfzeitung.)

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