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Den 18. September. Sibylle Katharine Sophie, des Onsbürgers zu Freiensteinau und Wollkämmers dahier Heinrich Epahn, T-, alt 4 I. 1 M. 14 L.

Den 18. September. Frau Anna Maria Elgabeth, des Feldwebels im Kurhessischen 3. Infanteriere­giment Johann Georg Heinmüller, Ehefrau, geb. Simon, alt 25 I. 3 M- 10 T-

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 15. September. Friedrich Christian Winter, Bürger und Schuhmachermeister dahier, alt 44 I. 11 M. 24 T-

Gemcinuützige Nachrichten.

Ueber Begrünung der Sandflächen.

Vom Hauptinaiin C. von Wulfen auf Pietzpuhl.

(Aus d. landw. Zeit. für Kurhessen, 2. Quarlalheft 1849.)

(Fortsetzung und Schluß aus Nr. 38 d. Bl.)

Sehr oft wird der Schafschwingelsainen mit etwas weißem Klee gemengt, dessen Nutzeffekt aber nie beveu- tend wird; er pflegt nach einigen Wochen Sonnenscheins zu vertrocknen. Dagegen stellt sich im Schafschwingel gern von selbst der Vogelfuß (Ornithopus *]) ein.

Es ist zu bedauern, daß diese Esparsette des Sandes sich wegen kleiner Schoten der Kultur entzieht. Am lieb­sten vermischt sich der Schafschwingel mit Phleum 13oeh- meri. Beide Gräser haben in ihrem ganzen Verhalten so viel Ähnlichkeit, daß vielleicht nur die größere SaiNen- menge, die der Schafschwingel liefert, und, wie mir scheint, die bescheidenen Ansprüche am Standorte ihm zum Anbau den Vorrang verschafften.

Das Phleum Boehmeri ist noch nicht genug beobach­tet, vielleicht weil es nicht den rechten Namen erhalten. Es sollte Phleum ovinum heißen.

In der ganzen Behandlung des Schafschwingels erfor­dert nur die (Samenernte eine besondere Aufmerksamkeit, da der Zeitraum von der Reife zum Abfall ein Moment ist. Zu früh gemäht ist die Keimfähigkeit noch nicht aus- gebildet, und bei voller Reife erntet man nur Stroh. Man mähe im Thau, harke und binde gleich hinter der Sense und fahre ibn nach einigen trockenen Tagen Morgens oder Abends in Planen (Wagentüchern) ein. Der Ab- drusch ist leicht, wenn der rechte Augenblick des Mähens getroffen wurde. Auf dem hier in Rede stehenden Bo­den erreicht die Ernte selten 1 Zentner Samen, oft nur einen halben (auf den Magdeburger Morgen).

Ein zum Samentragen bestimmter Schlag darf im Frühjahre nie behütet werden, und der zweijährige Schaf­schwingel bringt in der Regel den meisten und schwer­sten Samen.

*] perpusilius I ! n n. d. R.

Wein der Beruf geworden, Sandflächen anzubauen und wer dieses Gras einmal kennt, wird sich die Er­haltung zu sichern wissen.

Ueber Schäfereierträge enthalten dieökonomischen Neuigkeiten und Ver­handlungen" in der diesjährigen Diummer 67 f. von dem bekanntlich sehr kompetenten Beurtheiler (Hrn. J. G. Elsner), der die Schafzucht im Allgemei­nen betreffenden Angelegenheiten sowohl, als auch in der besonderen Frage über Rentabilität derselben folgende, auch für unsere Schäfereibesißer gewiß sehr beachlungSwerche, aus dem Leben gegriffene .Be­trachtungen.

Jeder Gewerbtreibende, folglich auch der Land- wirth, muß sich bei jedem Zweige, den er auffaßt, die Frage verlegen:Was bringt er und was kostet er?" Wer sich blos die eine Hälfte der Frage be­antwortet , der wird im Dunkeln gehen und erst Licht bekommen, wenn es zum Umkehren zu spät ist.

Einer der wichtigsten landwirthschaftlichen Zweige für unser deutsches Vaterland ist die Schäferei, und es wäre ein unersetzlicher Verlust, wenn wir in der­selben zurückgehen sollten. Die gegenwärtige Kon­junktur aber ist von der Art, daß sie die Schafzüch­ter stutzig unt) besorgt macht, ja Manchen schon zu wirklichem Rückschritte verleitet hat.Die Schafe bringen nichts mehr!" hört man vielfältig behaup­ten. Sollten jedoch die, so diesen AuSspruch thun, ihn mit Beweisen belegen, so dürften dieselben wohl schwerlich überall stichhaltig sein. Freilich wurden sie die eigene Erfahrung anführen, aber darin liegt noch keine absolute Nothwendigkeit, daß dieS so all­gemein sein müsse. Wie man eine Sache be­treibt, davon hängt der Erfolg ab. Zu alle dem kommt noch, daß die wenigsten Landwirthe sich so genaue und vollständige Rechnung über jeden einzelnen Zweig ablegen, um ganz bestimmt zu wis­sen, ob er Gewinn, oder Verlust bringe, was auch insbesondere bei der Schäferei der Fall ist. Welche Voraussetzungen man aber bei einer solchen Rech­nung aufzusuchen und festzustellen habe, daö wird im Nachstehenden dargelegt sein.

Unser Thema zerfällt in sehr viele Abtheilungen; denn wir haben zu untersuchen, wie wir aus der Vergangenheit und Gegenwart auf die Zukunft schließen können; wir haben die Handelskonjunktur in'S Auge zu fassen; wir müssen die Uebung und Intelligenz unserer Schafzüchter kennen; eS liegt uns ob, die Systeme zu prüfen, nach denen man gezüchtet hat, züchtet und züchten wird; wir müssen die Gunst oder Ungunst der Lokalitäten nicht über­sehen; und endlich dürfen wir auch nicht vergessen, das Verhältniß auszustellen, in welchem die Schäferei zur ganzen Oekonomie steht, und auf sie günstig oder ungünstig einwirkt. Dies alles sind Aufgaben, 7