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Den 4. August. Bürgerlich getraut: Bürger und Hutmacher Karl Andrea« Lieber mit Jo­hanna Susauna Wilhelmine Köhler von hier. — Dieselben kirchlich getraut denselben Tag, in der evang. Gemeinde der JohanneSkriche.

Den 4 August. Bürgerlich getraut: Goldar­beiter Johann Karl Kohl von hier mit Maria Amalie Bronn ing von Langendiebach.

Den 4. August. Bürgerlich getraut: Lohnbe­diente Johann Georg Hildebrandt von hier mit Maria Elisabeth Schrimpf von Kanzelburg (Gemeinde RückerS).

Gehörne.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 8. Juli. Laura Eleonore Cvlesti'ne Friederike Karoline, des KompagniewundarzteS im Kur- hessischen 3. Infanterieregiment Sebastian Wil­helm Karl Heisterhagen, T-

Den 14. Juli. Ludwig, des Bürgers und Schuh­machermeisters Johann Anton Ehrlich, S.

Den 14. Juli. Maria Wilhelmine, unehel. T.

Den 19. Juli. Anna Maria Katharine, des Bei­sitzers und CigarrenmacherS Johann Ludwig Gras- meher, T-

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 9- Juli. Maria Katharine Wilhelmine, des Bürgers und EmailleurS Konrad Christian Gauff, T-

Den 2. August. Johanna Karoline Wilhelmine, unehel. T.

In der französischen Gemeinde.

Den 8. Juli. Jean George Henri Guillaume, deö Bürgers und Graveurs Jean Pfadt, S.

Den 23. Juli. Fröderic Jean, des Verwalters Franyois Lavier RuperluS Doeppcnfchmidt, S-

Gestorvene.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 26. Juli. Heinrich Wilhelm, deö Beisitzers und Handschuhmachers Johann Sebastian Lienald, S-, alt 4 M. 3 T.

Den 27. Juli. Adam Seick, Taglöhner, auS Eie- senhain, alt 21 J.

Den 30- Juli. Frau Elisabeth, des verlebten Bür­gers und Bürstenmachers Ludwig Ernst Wilhelm Mathias, nachgelassene Ehefrau, geb. Hüther, alt 69 J. 25 T.

Den 2. August. Karoline, des Beisitzers und Pum- penmacherS Johann Jakob Merz, T-, alt 1 M- 17 T.

Den 2. August- Friedrich Wilhelm Groß, Kauf­mann, des verlebten Kurhessischen Negierungs- botenmeisterö Friedrich Groß, nachgelassener S., alt 21 I. 10 M- 11 T.

Den 2. August. Matthias Sommer, Bürger und Gärtner, alt 71 I. 4 M. 1 T.

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 28. Juli. Johann Philipp Ganß, Ortsbürger und Schneidermeister zu Bergen, alt 80 J. 6 M. 13 T.

Den 2. August. Heinrich Preiß, Schuhmacher, auö Oberdorfelden, alt 31 I.

B e r i ch t i g u n g:

Im vorigen Wochenblatt lese man bei der Geburts­anzeige der Tochter deö Medizinalassessors it. Beyer, in der evang. Gemeinde der Johanneskirche: den 11. Juni, statt Juli.

Gemeinnützige Nachrichten.

Vorschläge zur Veredlung der Rindviehzucht.

(Aus d. landw. Zeit. für Kurhessen, 2. Quartalheft 1849.)

(Fortsetzung und Schluß aus Nr. 31 d. Bl.)

V. Di e Aufzucht der Kälber *).

Eine Hauptregel für die Aufzucht nutzbaren Viehes ist: man lasse die Kälber sechs Wochen lang so an der Mutter saugen, daß ste die ersten fünf Wochen unange- bunden und frei im Stalle unter den Kühen bleiben. Mit Anfang der sechsten Woche werden sie den Tag über angebunden, des Nachts aber freigelassen, so daß sie auch nur zur Nachtzeit saugen können. Nach der

*) Anmerkung eines Fleischessers. ^- Eine Ver­schwörung will ich anzetteln, aber — es erschrecke nie­mand — an der jedermann stillschweigend Theil nehmen kann, eine Berschörung gegen den der Gesundheit so schädlichen Genuß des zu jungen, noch unreifen Kalbflei­sches und gegen die Grausamkeit, die Mutterfreuden der Kühe gleich in den ersten Tagen zu zerstören- Wer ist an dem Verbrechen schuld? Die Viehzüchter, welche die jungen Thierlein verkaufen; die Metzger, welche die Käl­ber, die kaum stehen können, vor dem Schlachten erst noch weite Wege quälen, und endlich —• wir selbst, die Fleischeffer. Und wir wollen die Verschwörung stiften: ich esse schon lange kein Kalbfleisch mehr; thut ihr des­gleichen. Die Metzger und Viehzüchter müssen dann schon von selbst einwilligen, denn sie werden die zu jungen Käl­ber nicht mehr verkaufen können. Und nun gleich die Be­dingungen des Friedens: jedes Kalb muß, ehe es zur Schlachtbank gebracht wird, wenigstens drei Wochen alt sein, und während dieser Zeit außer der Muttermilch täg­lich ein frisches Ei sammt der Schaale erhalten haben. Wer es noch länger so füttern will, der wird durch das wohlschmeckende, weiße Fleisch und Fett des Kalbes be­lohnt werden. Draußen in fremden Ländern werden die Kälber gewöhnlich 12 bis 15 Wochen so gemästet, wo­durch sie nicht nur sehr fett werden, und ein Gewicht von 150 bis 200 Pfunden erreichen, sondern auch in ih­ren Fellen ein Leder von ganz vorzüglicher Güte das wir jetzt weit her beziehen müssen und doch auch selbst ziehen könnten. Und so bekommen wir noch alle Schuh» und andere Lederfabrikanten in unser Komplott.

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