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In der deutschkatholischen Gemeinde.
Den 30. Juni. Elisabeth, deS Beisitzers und Ei- garrenmachers Jean Stroh, T.
Gestorvenc.
In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.
Den 22- Juli- Friedrich Karl Hille, Kurhessischer Landgestütebereiter zu Cassel, alt 39 J. 11 M. 8 T.
Den 23- Juli. Margareta Krack, Taglöhnerin, aus MottgerS, alt 42 I.
Den 25. Juli. Friederike Karoline Ludovika, des Bürgers und CigarrenmacherS Philipp Friedrich Söhnlein, S., alt 1 I. 2 M- 10 T.
Den 25- Juli. Adolph Zehner, Bürger und Schneidermeister, alt 52 I. 11 M. 10 T.
Den 25. Juli. Heinrich Ludwig, des Beisitzers und Gärtners Johann Georg Jakob Micheli s S., alt 3 I. 7 M. 11 T.
In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.
Den 22. Juli. Friederike Karoline, des Bürgers und Silberwaarenfabrikanten Johann Konrad Wilhelm Philipp Heßler, §., alt 5 I. 2 M.
In der katholischen Gemeinde.
Den 12. Juli. Jgnaz Heinrich Faust, Taglöhner, aus Herolz, AmtS Scklüchtern, alt 42 J.
Den 24. Juli. Des Bürgers und Bäckermeisters Hermann Joseph Stock, S. (todtgeh.).
Gemeinnütztge Nachrichten.
Vorschläge zur Veredlung der Rindviehzucht.
t'Luß d. landw. Zeit, für Kurhessen, 2. Quartalheft 1849.)
(Fortsetzung aus Nr. 28 d. Bl.)
Im Großherzogthume bestehen schon Kreuzungen aus Land- und Frieslander-Vieh, aus denen ein recht guter Mittelschlag hervorgeht. Eine ausgezeichnete Race bildet die Kreuzungen von Frieslander- und Tyroler-Vieh.
Wo diese Kreuzungen nur zum Theil und nicht ganz rein oder Kreuzungen vom Schweizer- und Friesländer- Vieh stattgefunden haben, entsteht durch Einmischung von Tyroler oder, da solches zu kostspielig ist, von ächte» Voigtländer und Egerländer Bullen oder auch von achten Fränkischen und Harzer Bullen, wie gerade eine von diesen Racen durch die Nähe ihres Vaterlandes am leichtesten für die einzelnen Landestheile eingeführt werden kann, eine der hiesigen Oertlichkeit sehr entsprechende Race.
Das ächte Voigtländer-Vieh, sowohl männlichen als weiblichen Geschlechts, hat eine kastanienbraune Farbe, ziemlich auf- und vorwärts gebogenes Gehörn mit schwarzen Spitzen, gedrungenen Bau, geraden Rücken, hochangesetzte Schwanzwurzel, breiten, runden Hintertheil und gewöhnliches Gerippe.
Die ächte Fränkische Race findet man besonders rein auf dem Rhöngebirge verbreitet. Sie ist wie die Voigtländer nur mittelgroß und hat eine rothbraune Farbe.
Die besonderen Merkmale derAechtheit bei der Voigtländer und Fränkischen Race sind noch: weiße Rehmäuler und schwarze Schwanzblume, vorliegende lebhafte Augen, weiße Augenränder, kleiner und zierlicher Kopf, starkes Gehälse, bald geringer bald starker Brustbehang — Wamme —.
Die Harzer Race ist hell- oder dunkelroth von Farbe, etwas größer und stärker als das Voigtländer- Vieh. Sie ähnelt in ihrer ganzen Gestalt dem Schweizer-Vieh, hat ebenfalls einen geraden Rücken, aber ein breiteres Kreuz und eine breitere Brust als das Voigtlän- der-Vieh; Vorder- und Hinterbeine sind gerade gestellt und stehen im richtigen Verhältnisse mit dem übrigen Körper, d. h. sie sind weder zu kurz noch zu lang.
Diese drei Racen liefern gute Zugochsen, welche sich vortrefflich zur Mästung eignen, und nehmen als Milchvieh mit einer mäßigen Fütterung vorlieb. Auch bestehen sie nur aus einfarbigem Vieh, welches dem geschäck- ten vorzuziehen ist, weil dieses im Durchschnitt eine minder starke Körperbeschaffenheit hat und minder gutes Leder liefern soll, jenes auch dem Auge einen kräftigeren und angenehmeren Anblick gewährt.
Größeren Landwirthen wird der Ankauf von Schweizer- Vieh aus dem Kanton Schwyz empfohlen, welches auf dem Rigi am reinsten und vollkommensten angetroffen wird. Es gehört zu den mittelgroßen Racen. Seine Farbe ist gewöhnlich fahlschwarzbraun, mit etwas lichten Streifen über den Rücken, helleren Farben am Bauche und in den stark behaarten Ohren. Es soll in der Milchergiebigkeit das Vorzüglichste der Schweiz sein, außerordentlich große Kälber bringen und sich sehr für die Mästung eignen. Zur Verminderung des Kostenaufwandes können mehrere Landwirthe wegen gemeinschaftlicher Anschaffung von ächten Bullen und Kühen eine Vereinigung treffen —.
Zum Ankauf des Schweizer-Viehes ist der Anfang des Septembers—gegen das Ende des Weidens hin — die beste Zeit; denn der Schweizer hat selten das zur Ueberwinterung aller Weidethiere nöthige Futter.
II. D e r Zuchtbulle.
Was die Gestalt eines guten Zuchtbullen anlangt, soll derselbe einen kurzen, dicken Kopf, breite, krause Stirn, schwarze, muntere Augen, kurze, dunkle Hörner, lange, wohlbehangene Ohren, große Nasenlöcher, starken, fleischigen Hals, breite, den Vorderbeinen vorragende Brust, gestreckten Leib, geraden vollen Rücken, wohlab- gerundete Hüften, weite Lenden, kurze, säulenförmige, hinten nicht kuhhessig, sondern weit auseinander gestellte Beine, mit dem Rücken in gleicher Ebene liegende oder etwas erhaben stehende Schwanzwurzel, langen, wohlge- wachsenen Schwanz und einen munteren, dreisten Gang haben.
Als Zuchtbullen sind nur solche Thiere zu gebrauchen, die den eigenthümlichen Charakter der gewählten Race