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berg, im Kr. Schmalkalden, und Aus- laufers basier Christian Michael August Merkel, S.

Den 26. November. Heinrich Karl Wil­helm Anna, des Bürgers und Maurer­meisters dahier Johann Friedrich Hüge, ©;

Den 28. November. August, außerehelicher S.

In der ev. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 28. November. Emilie Josephine, un­eheliche T.

In der niederländischen Gemeinde.

Den 10. November. Andreas und Karli Ludwig,- des Beisitzers und Goldarbeiters Johann Martin Wilhem Schäfer, Zwil- ! lingssöhne.

Gestorbene.

In der ev. Gemeinde der Marienkirche. -

Den 1. Dezember. Katharina, des Weiß- - binders dahier Johannes Löffert aus 1 Helm, des Weißbinders dahier Johann

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Breunings, Kr. Schlächtern, T., alt 12 I. 19 T.

Den 7. Dezember. Justine Ernstine Do­rothea Elise, des Bürgers und Gold­arbeiters dahier Johann Friedrich Phi­lipp Lotz, T., alt 1 J. 10 M. 22 T.

Den 8. Dezember. Anna'Dorothea, außer- ehel. D., alt 1 I. 8 M. 4 T.

Den 8. Dezember. Frau Katharina Elisa­beth Rode, Wittwe des verlebten Bür­gers und Goldarbeiters dahier Johann Andreas Rove, Ehefrau, geb. Brisson, alt 47 I. 3 M. 27 T.

Den 9. Dezember. Georg Brauns, ledig, Gerber dahier, alt 23 I. 6 M. 23 T,

Den 9. Dezember. Johann Heinrich, des verlebten Taglöhners dahier Johannes Schohmann aus Uttrichshausen, Kreis Schlächtern, S., alt 3 M. 13 T.

Den 11. Dezember. Johann Jakob Wil-

Wilhelm Heine aus Wannfried, Kr. Esch« wege, S., alt 1 I. 10 M. 13 T.

Den 12. Dezember. Konrad Pannot, Bei­sitzer zu Bieber Kr. Gelnhausen, Gold- arbeiter, jetzt Mineralwasserhändler da­hier, alt 49 I. 10 M. 5 T.

Ev. Militairgemeinde.

Den 10. Dezember. Frau Franziska Julie Minna von Both, Ehegattin des Königl. Preuß. Obersten z. D Alexander Con- stantin Moritz Elbor von Both, geb. Feige, alt 60 I. 7 M. 24 T.

In der ev. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 7. Dezember. Georg Iahn aus Marjoß, alt 46 J.

In der israelitischen Gemeinde.

Den 26. November. Jungfrau Jette Ber- genthal, Tochter des verstorbenen hiesi­gen Handelsmannes Elias Bergenthal, alt 7d I.

Eine Weihnacht in Hanau a. M.

Aus den Erinnerungen eines deutschen Soldaten von 187071

Weihnacht! Dieses schöne Fest, an dem selbst die Alten . wieder jung werden und sich Mit den Kindern freuen, wenn sie bei i dem Glanz der Weihnachtelichter am bnntgeschmücktcn Christbaum ! ungewissen Schicksale entgegenzugehen. ' all' die Geschenke aufbauen, welche sie sich gegenseitig zugedachr. Nun Gott sei Dank! Heut ist's entschieden das Schicksal Aller, Dieses Heiligste unserer Feste ist vor der Thür. Aber mit wie -wir sind frei! Unabhängig sind wir von der Macht des Corsen, ganz anderen Gefühlen werden wir es begehen, als vor einem und sind es auch Tausende unserer Kameraden, die nicht mehr sehen Jahre? Mancher wird der vorjährigen Zeit gedenken und Alle, konnten, wie die neue Morgenröthe über unser geliebtes Deutsch- die damals fortgeriffen von dem gewaltigen Sturme des Krieges j land aufgegangen, so sind sie doch Alle mit dem schönen Bewußt- ben Ihren .fern standen, werden, doppelt den Unterschied erkennen - fein inS Jenseits gegangen,als Kämpfer für die große deutsche und sich glücklich preisen in der trauten Heimath im Kreise der Sache siegend gefallen zu sein!"

Lieben fröhliche Weihnacht begehen zu können. Berlin, den 3. Dezbr. 1871. Oscar Oehringe

Es war Christtag! Trotzdem es vorher ziemlich kalt ge-

Lieben fröhliche Weihnacht begehen zu können.

Wesen, schien die Sonne heute so lieblich, ja fast warm, und wenn

man so den Blick durch eines der Kasernenfenster über den Parade- Berlin, 13. Dez. Die Franzosen haben voriges Jahr platz hinschweifen ließ, so fehlte eigentlich nur das Laub an den Krieg mit Deutschland angefangen, weil sie das linke Rheinufer " ' und Mainz, weiterhin auch Luxemburg und Belgien haben wollten.

Bäumen, um ein schönes sommerliches Bild vor Augen zu haben.

Diesen Tag wollten nun auch unsere lieben Landsleute, die Hanauer, in Anerkennung der vielen Opfer, welche wir dem - deutschen Vaterlande gebracht, nicht spurlos an uns vorübergehen lassen; sie wollten, daß wir uns mit ihnen freuen sollten.

' In einem großen Saale der Kaserne prangte ein großer, reichgeschmückter Weihnachtsbaum im Glänze seiner vielen Kerzen; rings herum ausgebreitet lagen die für uns bestimmten Geschenke, deren Reichhaltigkeit wir später bewunderten. Selbst die Schul­kinder hatten ihr Scherflein beigetragen, die kranken Soldaten zu erfreuen. Hatten sie doch auch Alle, die jetzt hier krank lagen, bei­

gesteuert zu dem kostbaren Weihnachtsgeschenk:das freie Vater­land^,,das unabhängige Deutschland" darzubringen.

Wir traten in den Saal, wo bereits die Herren und Damen und die barmherzigen Schwestern des Lazareths anwesend waren. Der Anblick dieser festlichen Versammlung jener bärtigen, von all den Strapatzen der fast hintereinander folgenden Kriege abgehärteten Männer, welche sich jetzt wohl mehr denn je nach Hause sehnen mochten zu Weib und Kind, war ein wahrhaft rührender.

Herr Dr. M. brächte nun in kurzer schwungvoller Rede den wackeren Kriegern im Namen der gestimmten Bürger seinen Dank dar. Als nun aber feine Worte so recht tief ins Familienleben griffen und auch Derer gedachten, die wir zu HauS gelassen, da gab es wohl kein Herz, was nicht gerührt, kein Auge, was die leise sich hervorstehlende Thräne zurückzuhalten vermochte; ja selbst aus den Augen der alten Wehrmänner tropften sie langsam in den hie und da schon grau untermischten Bart hinab.

- Nachdem Herr Dr. M. seine Rede beendet, schritt man zur Zeitteilung der Geschenke. Jeder nahm das für sich bestimmte Päckchen in Empfang und o Wunder! was gab es da alles für schöne, nützliche Sachen: Strümpfe, Taschentücher, Hosenträger, Cigarren, selbst für die Toilette war gesorgt, und auch die Theater- Direktion war nicht fern geblieben, sie hatte für jeden von uns ein

! Billet gesandt, um den Soldaten einen genußreichen Abend zu j schaffen. ES war ein Christtag, wie wir wohl so leicht keinen : wieder erleben werden.

Mich rief die Pflicht dann bald wieder ins Feld, der Fahne,

dem Rufe des Vaterlandes weiter zu folgen und einem immer noch

Die Folge war, daß sie Elsaß und Lothringen mit Metz verloren haben und fünf Milliarden Kriegskosten zahlen müssen, außer den drei Milliarden, welche ihnen nach dem Eingeständniß der Thiers'- schen Botschaft der Krieg selbst gekostet hat. Jetzt verfolgen sie die Chimäre einer französisch-russischen Allianz und erregen dadurch das Mißtrauen Englands, das durch das Einlenken Frankreichs in die schutzzöllnerische Politik ohnehin verstimmt ist. Die Folge wird also sein, daß Frankreich die russische Allianz nicht erlangen, aber seine guten Beziehungen zu England kompromittiren wird. Es ist das Schicksal dieses Volkes, daß es die reichen Güter, mit welchen es gesegnet ist, Preis gibt für Illusionen, welchen es vergebens nachjagt. Seit die absurden Gerüchte über eine sich anbahnende französisch-russiiche Allianz durch den Trinkspruch des Kaisers Alexander vom 8. Dez. energisch dementirt sind, flüchten sich die Pariser Journalisten und sogenannten Politiker hinter den Gedanken eines Zukunftsbündnisses, welches ihnen der russische Thronfolger dereinst entgegenbringen werde. Die guten Leute bedenken nicht, daß, wenn dieser, Traum sich jemals verwirklichen könnte, eine europäische Coalition sich gegen die beiden Alliirten bilden würde. Statt mit solchen unnützen Projekten eine kostbare Zeit zu ver­schwenden, sollten die Herren bedacht sein, Frankreichs Wunden zu heilen und zu sehen, wie sie mit einem Deficit von 250 Millionen Franken, welches Herr Thiers' eingesteht, fertig werden wollen. Was die Geschichten von russischen Mißverständnissen angeht, so hatten die Colporteurs von Neuigkeiten vor einiger Zeit auch wissen w llen, Herr v. Oubril habe eine heftige Unterredung mit dem Fürsten Bismarck gehabt, er werde deßwegen Berlin verlassen u. s. W. Jetzt wird durch ein Petersburger Telegramm bestätigt, was hier schon längst konstatirt war, daß es gerade Fürst Bismarck war, der die Erhöhung des Hrn. V. Oubril zum Botschafter in Berlin gewünscht hatte, welchem Wunsche von russischer Seite mit einer bedeutenden Gehaltserhöhung für Hrn. v. Oubril entsprochen

wurde.

(G6hi. 3tg.>

Gedruckt urb verlegt in der Buchdruckers des' vereinigten evangel. Waisenb-useS.

HLeeM die 9h 50 der ProvinziaL-Correspondenz als Beilage.