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Braunschw?igcv Prämie» - Anleihe. Serien-Ziehung vom 1. Novber. Serie 13 79 204 298 354 615 857 1098 1240 1242 1335 2329 2726 2991 3085
3149 3224 3458 3596 3621 3635 3909
3934 3977 4581 4618 4696 4841 4957
5086 5241 5269 5360 5386 5728 5742 5845 5872 5904 6190 6285 6358 6366
6636 6657 6671 6680 6846 6882 7014
7022 7605 7767 7818 8478 8700 8716
8772 8814 9067 9257 9268 9425 9572
9578 9653 9742 9776.
Oldenburger Eisenbahn - Prä miennnteihe. Ziehung vom 1. Novbr. Hauptpreise: Nr. 48,578 10,000 Thlr., Nr. 27,279 1000 Thlr./ Nr. 24869; 87,368, 97,541 je 250 Thlr., Nr. 1636, 10,893, 37,405, 46,536. 114,575 je WO Thlr.
Wien, 2 Novbr. Bei der gestern statt» gehabten Gewinnziehung der österreichischen 500 fl.<8oofe von 1860 fiel der Haupttreffer von 300,000 fL auf Nr. 2 Serie 2977, 50,000 fl. auf Nr. 15 S. 17465, 25,000 fl. auf Nr. 10 S. 13178, 10,000 fl auf Nr. 10 S. 16881 und Nr. 20 S. 16881.
Stadt ^iorenzer SS8 ^res.-Loose von 1888. Am 1. Novbr. 1871 gezogene Hauptgewinne: No. 102386 60,000 Fr., No. 33071 74908 je 2000 Fr. No. 24629 50720 55551 115995 je 1000 Fr.
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Mnnländiscbe Loose Bei der in den letzten Tagen stattgebabten Berloosung der Finuländischen Loose fiel ein Hauptgewinn von 25,000 Thaler auf das Loos Serie 10560 Nr. 20 und ein anderer von 2500 Thaler auf das Loos Serie 6416 Nr. 5.
S -Meiningen'sche A-Thlr.-Loose. Ziehung vom 2. Nov. Serie 559 1998 2441 3098 3463 4098 4947 5276 5563 5863 6689 7185 7754 8146 8716 9613 9663 9766 9786 9842. Oesterreichis-de 1888er Staats- lovse. Ziehung vom 1. Novbr. Haupttreffer: Serie 3977 Nr. 2 300,000 fl., Serie 17,468 Nr. 15 50,000 fl.; Serie 13178 Nr. 10 25,000 fl.; Serie 16881 Nr- 10 und Nr. 20 je 10,000 fl.; Serie 185 Nr. 16, S. 755 Nr. 16/ S. 1107 Nr. 20, S. 3089 Nr. 10, S. 4661 Nr. 12, S. 4762 Nr. 15, S. 7395 $r. 7, S. 8795 Nr. 9, S. 8939 Nr. 7, S. 9674 Nr. 17, S. 10051 Nr. 18, S. 11558 Nr. 12, S. 18308 Nr. 18, S. 18495 Nr. 7; S. 19857 Nr. 4 je 5000 fl.
Elisabcthbahn-Obligationen von 1888. Ziehung vom 31. Oktober. Nr. 13 36 47 81 130 278 287 292 358 362 380 386.
Lütticher Stadtloose von 1888. Ziehung vom 2. November. Nr. 107,664
25,000 Frcs., Nr. 42,866 59,234 98,147 je 1000 Frcs., Nr. 18,053 23,949 36,161 74,051 je 500 Frcs.
Reggio Prämien - Loose von 1878. Ziehung vom 1. Novbr. Hauptgewinne: Nr. 90593 15,000 Fr., Nr. 107283 3159 je 500 Fr.
Tarife. Telegraphische Depeschen.
I. Jm Jnternen-Verkehr. (Norddeutscher Bund.)
1. Zone (bis zu 18 Meilen) .... 5 Sgr 2. „ ( „ „ 52 „ ) .... 10 „
3. „ (darüberhinaus b. z.ausl.Grenze) 1b II. Im Vereins-Verkehr. (Deutsch-Oesterr. Telegraphen-Verein) ' bis zu 8 Tax-Quadrate 8 Sgr. über 8 „ 16 ,
Geld - Courfe. «vom 10. Novbr.)
Preußische Kassenscheine . . fl. 1. 45— V« „ Friedrichsd'or . . 9. 58—59 Pistolen ....... 9. 40-42 „ (Doppelte) ... — — Holländische fl. 10 Stücke . . fl. 9. 53-55 Dukaten ....... 5. 34—36 Napoleonsd'or . . . , . 9. 18—19 Sovereigns ,..... 11. 45-47
Jmperiales....... 9. 42—44
Gold per Pfund fein ... — —
Dollar in Gold..... 2. 24'/2—256$
Vermischtes.
Berlin, den 8. Nov. Gelegentlich der dritten Lesung des Antrags des Abgeordneten Büsing im Reichstage wegen der Volksvertretung in den Bundesstaaten suchte der „Cöln. Ztg." zufolge der Abgeordnete Bebel eine Skandal-Episode in seiner Manier herbeizusühren. Die Wortentziehung von Seiten des Präsidenten war die gerechte, doch für den Redner wohl kaum sehr empfindliche Strafe. Laster sagte, unter dem Beifalle des Hauses, mit allem Nachdruck: Wer die Commune verherrlicht, wer die Macht, die rohe Gewalt über das Gesetz stellt, ist ein Feind des Gesetzes und sein böser Wille muß unterdrückt werden ; das deutsche Volk ist aber stark und gerecht genug, um die Ausschreitungen einiger Fantasten nicht zu ernst zu nehmen. Bei weiter fortgeschrittener sittlicher Bildung werden hoffentlich überall die Wähler solcher Vertreter sich schämen,
— Ueber den Rücktritt deS österreichischen Reichskanzlers, Grafen Beust, sagt die „Trib." Nr. 131 unter Anderem in ihrer Tagesschau: /Es ist unmöglich, nach den kurzen telegraphischen Nachrichten die Gründe und die Tragweite dieses Ereignisses zu beurtheilen. Aber eine Anschauung drängt sich sofort in den Vordergrund: die Partei Hohenwart's, d. h. die verbündete Partei der Klcrikal-Ultramontancn, Feudal-Absolutisten und Slawen, besitzt auch jetzt- noch einen Einfluß auf die Entscheidungeu des Kaisers Franz Josef, der alle scheinbaren Errungenschaften der letzten Tage wieder in Frage stellt- Der Kaiser hatte den Minister Hohenwart fallen lassen, weil' er bestürzt war über die Gefahren, welche die Politik dieses „größten österreichischen Staatsmannes der Neuzeit" für den Kaiserstaat herbeichhren mußte. Nun aber muß auch, um die Parteien zu verfilmen, welche unterlegen sind, Derjenige fallen, welchem man den Sturz Hohenwart's zuschreibt, und das ist Graf Beust. Fällt Hohenwart, dann muß auch Beust nach; so habsn die Tschechen schon vor vierzehn Tagen sieb getröstet, und sie haben Recht' behalten.
Graf Beust war der Kanzler des ganzen Reichs, für Oesterreich-Ungarn das, wenigstens kein Namen und der Stellung nach, was BiSmarck für Deutschland ist. Als Kanzler dieses Reiches hatte er die Existenz desselben vor den Gefahren zu schützen, welche ihr durch die untergrabende Politik der Slawen und ihrer Verbündeten drohten. Er hat den Kaiser gewarnt und Hohenwart gestürzt.' Nun fällt er selbst. An seine Stelle soll, wie es heißt,
Graf Andrassy, der jetzige ungarische Ministerpräsident treten, der übrigens wunderbarer Weise ganz derselben Ansicht in Bezug auf,die Hohenwart'sche Politik war,' wie Beust. Ein Ungar an der Spitze des gesammten Kaiserstaatcs diesseits und jenseits der Leitha! Weiter kann man die Gleichberechtigung wohl nicht treiben. Der Schwerpunkt des Reiches wird dadurch thatsächlich nach O f e n-. Pesth verlegt.
Unsere Lesex — namentlich die älteren — wissen, daß wir die Politik des Grafen Beust, der im Oktober 1866 von Dresden nach Wien berufen wurde, um die Geschicke des Kaiserstaats zu leiten, mit stetem Mißtrauen betrachtet haben, das wir erst fallen ließen, als die Erfolge der deutschen Politik im Herbst vergangene» Jahres so mächtig, so in die Augen springend hervortraten, daß auch Graf Beust aufrichtig die Freundschaft des neuen einigen deutschen Reiches suchte. In der Hoffnung, daß die alte Eifersucht ui d der Wunsch nach Wiedervergeltung nun für immer begraben sei, betrachteten wir Oesterreich als unseren zukünftigen natürlichen Verbündeten und hielten es für unsere Pflicht, die Vergangenheit mit dem Mantel christlicher Liebe zu bedecken und in dem früher sächsischen, dann österreichischen Staatsmänn nur den deutschen Landsmann zu sehen. Beust war sogar in der letzten Krisis gewissermaßen zum Vertreter des Deutschthums in Oesterreich geworden und mußte es werden, da das Vorwiegen der deutschen Elemente in Oesterreich gleichbedeutend ist mit dem Bestand der Monarchie in ihrer bisherigen Gestalt. Denn wenn das Slawenthum die Oberhand behält, so ist es mit dem heutigen Oesterreich zu Ende. In dieser Eigenschaft als Vertreter der Deutschen innerhalb Oesterreichs und als Vertreter der Allianz Oesterreichs mit dem deutschen Reiche konnte Graf Beust sogar die Sympathien Derjenigen gewinnen, die ihn früher bekämpft hatten."
Zum Schlüsse heißt es noch in dem betr. Artikel: „Aber welche Stellung werden die Deutschen, die braven Deutschen im Lande ob und unter der Ens, Böhmen, Steyermark, im Lande Tyrol, die „Sachsen" in Siebenbürgen, die Salzburger und Vorarlberger in diesem neuen Reich einnehmen? Lassen wir es für heut bei diesem Fragezeichen. Jeder Tag hat seine besondere Plage und die österreichische Politik ist ein Meer voller Untiefen, in welchem man stets von Neuem fondiren muß, ehe man weiter steuert."
Gedruckt unb verlegt in der Buckdruckerei des vereinigten evangel. Waisenhauses.
Hierzu die 9i r, 45 der Kroviuziat-Correspondenz als Beilage