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Zu, verpachten.

Einige Acker Land, im Altstädter Feld, auf mehrere Jahre. Näheres die Exped. (1986) d^orstadt Nr. 8 ist eine auS drei heizbaren

Zimmern etc. bestehende Wohnung zu vermiethen. (1998)

Nr. 6 ist eine Parterre- O Wohnung von drei heizbaren Stuben und Zubehör, eine Giebelwohnung und eine Wohnung im Hinterbau, an stille Familien zu vermiethen, auch kann daselbst eine heiz­bare Stube an eine einzelne Person abgege­ben werden. (1999)

Zu vermiethen:

Vorstadt Nr. 38, eine Treppe hoch, eine schöne Wohnung vom 1. Januar 1872 an, ferner daselbst 1 Lagerhaus, 1 Keller und 3 große Böden. (2002)

f^ine kleine Wohnung ist an eine Person zu verm. Näheres in der Exped. (1996)

©lockengasse Nr. 20 ist eine Stube ohne Möbel zu vermiethen. (2010)

Nr. 21 kann ein ordentliches Frauenzimmer Wohnung erhalt. (2026) ^irschgassc Nr. 20 ist ein Logis von 2 Stuben, Küche und Keller an eine stille Familie zu vermiethen. (2027) /^ine hübsche Wohnung, gleicher Erde, ist vom 1. Dezember an zu vermiethen. Das Nähere in der Expedition. (2028) JBo'r der Kinzigbrücke Nr. 2 ist eine neu hergerichtete Wohnung von 3 Zimmern nebst Zubehör zu vermiethen. (2029) (^schützengasse Nr. 17 kann ein Mädchen Kost und Wohnung erhalten. (2030) ^irchgasie 6 ist ein Keller zu vermie- UV then. (2031)

Zu vermiethen:

Eine Wohnung, bestehend aus sieben Zim­mern nebst Zubehör, ganz oder getrennt. Paradeplatz Nr. 3. (2041) /^ine Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern und Zubehör, ist vom 1. Febr. 1872 an zu vermiethen, bei C. Holzinger Wittwe zu Kesselstadt. ______ (2042) /^kchnurgasse Nr. 14 ist ein schön möblir- tes Zimmer zu vermiethen. (2043) ^cimengasse Nr. 4 ist eine kleine Wohnung f^ im Hinterbau zu Vermiethen. (2044)

3u vermiethen an eine stille Person eine Stube und Küche. Wo? sagt die Exped. dieses Blahtes. (2047) (^schäfergasse Nr. 6 können zwei ledige Herren

Kost und Wohnung erhalten. (2048) i^lerrngasse Nr. 21 sind zwei Schlafstellen zu vermiethen. (2049)

Frankfurter Viehmarkt.

Frankfurt, 6. Nov. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Die Preise blieben unveränderlich hohe. Angetrieben waren: 300 Ochsen, 240 Kühe, 170 Kälber und 500 Hämmel. Die Preise stellten fi(t): Ochsen 1. Qual. fl. 37, 2. Qual. fl. 34-35, Kühe 1. Qual. fl. 32, 2. Qual. fl. 30, Kälber fl. 36, Hämmel fl. 28.

Hanau, 8. Novbr. Unter der großen Anzahl guter und minder guter Sehenswürdigkeit der dies­jährigen Herbstmesse dürfte sich unter Anderem die Gemälde-Gallerte, das Anatomische Kabinet und die Antiquitäten-Sammlung des Herrn Ph. Set« l i ch aus Bayern zum Besuche empfehlen. In der Ersteren sind die Bilder scharf, effektvoll und sehr gut beleuchtet, auch sucht Herr Leilich durch ständige Aufstellung neuer Sachen Etwas zu bieten; so wurde vorgestern erst wieder „der Brand von Chicago,

e der Uebergang der Bourbaki'schen Armee in bi. Schweiz und eine Schiffbruchsccne" neu aufgestellt — Das Anatomische Kabinet ist reichlich ausge- statiet und sind die Präparate äußerst fein und ver­ständlich hergestellt. T>ie Antiquitäten-Sammlung, Folterwerkzeuge rc., sind des Ansehens werth und erwecken unwillkürlich den Gedanken in dem Be­schauer, mit welcher großen Barbarei im Mittel­alter viele Schuldige und auch Unschuldige als Untersuchungsgefangene gepeinigt wurden. —d

Vermischtes.

— Berlin, 4. Nov. Das auswärtige Amt (früher preus­sisches Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten) hat die amt­liche Bezeichnung „Auswärtiges Amt des Deutschen Reiches" ange­nommen.

— Aus dem Elf aß, 5. Nov. Der Maire von Straß­burg macht bekannt, daß der Municipalrath beschlossen hat, von den zwei Weihnachtsmessen künftighin nur die unter dem Namen „Christkindelsmarkt" bekannte vom 18. bis 24. Dezember beizube- halten. Von einer Stadt, die noch ihren „Christkindelsmarkt" hat, ist uüs nicht bange, daß sie nicht bald auch in anderen Beziehungen deutsch werde.

— Von den „Historischen Volksliedern des baie­rischen Heeres" von 1620 bis 1870, gesammelt und heraus- gegeben von Freiherrn von Ditfurth, bringt ein zweiter Band mit baierischen Liedern zu dem reichen Material aus früheren Zeiten die neuesten Producte der baierischen Soldatenmuse noch warm aus dem Felde. Aus diesen Aufzeichnungen des Soldatenhumors im Felde lassen sich die Stimmungen der Deutschen gegen einander seit dem dreißigjährigen Kriege besonders genau verfolgen. Selten nur kämpfen sie gemeinschaftlich gegen den äußeren Feind, etwa gegen die Türken. 1 Gewöhnlich steht der deutsche Katholik gegen den deutschen Protestanten, und gar oft der Baier mit dem Franzosen

gegen Preußen oder gegen Oesterreich. Im Jahre 1806 singt baierisches Volkslied:

ein

Was wollen denn die Preußen, Wo wollen sie jetzt aus?

Man wird es ihnen weisen, Wenn sie nicht bleiben zu Haus.

Ihr wollt euch unt"rstehen, Zu streiten put Frankreich? Wie wird es euch ergehen In eurem Königreich!

Wie ganz anders lautet

Der Preußen ihrer König

Ist sonst ein schlauer Mann, Doch ist er noch zu wenig Für den Napoleon. -

Er thut euch nur vexiren, Wie ihr's zuvor gemacht; Dein Land wirst du verlieren, Dazu nur ausgelacht!

es jetzt von allen Seiten und ganz

besonders von der baierischen. In einem Volksliede, das nach der Melodie von Uhland's „Kameraden" gedichtet ist, heißt es:

Hurrah, ihr deutschen Brüder! Wir halten treu zusamm. Wir Baiern schlagen nieder,

Was uns will trennen wieder —

Mach's so ein jeder Stamm!

Und ein vortreffliches Schnadahüpfl endigt folgender Maßen:

Ob lutherisch, katholisch,

Wer fragt da dernach?

Der Feind kriegt katholisch —

Und lutherisch sei' Sach!

Solch körniger Volköwitz ist ganz besonders den Gebirgssöhneu des deutschen Südens eigen,

— Paris, 5. Nov. Die Revue über die neu organisirte „Garde Republicaine" fand heute doch Statt. General Cissey und General Ladmirault, Gouverneur von Paris, nahmen dieselbe ab. Thiers wohnte derselben nicht an. Die Haltung der Truppen, Cavallerie und Infanterie, war eine ganz gute. Dieselben waren vom Concordiaplatz bis zum Arc de Triomph der Champs Elysees entlang aufgestellt. Die Uniform ist die nämliche, wie die der früheren Garde de Paris. Die Cavallerie trug theilweise Helme, theilweise Käppis. Es scheint, daß die für sie bestimmte Helme noch nicht alle fertig sind. Großes Aufsehen erregten die Kanonen, mit welchen die Infanterie der „Garde Republicaine" jetzt versehen ist. Es sind kleine Gebirgskanonen, welche von einem Pferde ge­zogen werden, das ein Trainsoldat am Zaume führt. Die Bedie­nung besteht aus sechs MaNn, welche die Uniform der Infanterie der „Garde Republicaine" tragen und mit Gewehren bewaffnet sind. Ein Artillerie-Offizier befehligt je sechs Geschütze. Die Zahl derselben beträgt im Ganzen 18. Eine zahlreiche Menge hatte ,sich eingefunden, um dem militairischen Schauspiele anzuwohnen. Sie verhielt sich aber sehr ruhig. Kein einziger Ruf wurde gehört. Die Revue, die um ‘/a2 Uhr begann, dauerte ungefähr eine Stunde. Das Defilö fand auf dem Place1 de la Concorde Statt. Die Versuche, welche man in Vincennes mit den neuen 12pfündigen Geschützen, die nach dem Krupp'schen System aus Stahl an gefertigt sind, gemacht hat, sollen vollständig gelungen sein und sogar alle Hoffnungen überstiegen haben, die man auf dieselben setzte. In Versailles macht man auch Versuche mit einem neuen Wurfgeschoß, das sich beim Niederschlagen in eine gewisse Anzahl von Bomben vertheilt. Die Resultate, die man erzielt, sollen ganz wunderbar ein. (Cöin. 3tg.)

Gedruckt und verlegt in der Buckdruckeret des vereinigten evangcl. Watienbanses.