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Brarinschwcig, 30. Sept. (20-Thlr.- Loose von 1868). Bei der heute stattge- habten Ziehung fielen auf folgende Nummern höhere Gewinne: auf Nr. 9 der Serie 1434 40,000 Thlr.; auf Nr. 35 der Serie 1414 6000 Thlr.; auf Nr. 50 der Serie 1434 4000 Thlr. und auf Nr. 28 der Serie 213 1000 Thlr. Die Zahlung erfolgt am 31. Dezember.
Wien, 2. Okt. Bei der heute statt- gehabten Ziehung der Creditloose fielen auf: Serie 2487 Nr. 96 der Hauptgewinn; auf Serie 1483 Nr. 32 40,000 fl. und aus Serie 3224 Nr. 45 20,000 fl. Es wurden ferner folgende Serien gezogen: 78 1407 1692 1762 2415 2428 3158 3295 3495 3612 3884 und 3996. Oesterreichische Loose vom Jahre 1854. Ziehung am 2. Oktober. Hauptgewinne: Serie 3550 Nr. 7 50,000 fl.; Serie 1756 Nr. 13 20,000 fl., Serie 996 Nr. 1, Serie 1486 Nr. 31, Serie 466 Nr. 31, Serie 3429 Nr. 22, Serie 466 Nr. 39 je 5000 fl.
Antwerpener Anleihe von 186V. Ziehung am 30. September. Nr. 63099 50,000 Fr., Nr. 176947 5000 Fr., Nr. 185919, 262873 je 1000 Fr., Nr. 47393 500 Fr.
Rudolfs-Loose. Ziehung am 2. Oktober. Hauptgewinne: Serie 3671 Nr. 11 25,000 fl., Serie 2046 Nr. 14 4000 fl., Serie 1037 Nr. 38 2000 fl.
Schiffsnachrichten.
Newyork, 3. Oktober.
(Per transatlantischen Telegraph.)
Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Berlin, Capt. C. Undütsch, welches am 17. September von Bremen und am 20. September von Southampton abgegangen war, ist heute Mittag wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Southampton, 3. Oktober.
Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Bremen, Capt. W. Ladewigs, welches am 21. September von Newyork abgegangen war, ist heute 12 Uhr Mittags wohlbehalten hier eingetroffen und wird nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere und Ladung die Reise nach Bremen fortsetzen. Dasselbe bringt außer der Post 38 Paffagiere und volle Ladung.
Southampton, 4. Oktober.
Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Hermann, Capt. G. Reichmann, welches am 23. September von Newyork abgegangen war, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten hier eingetroffen und hat um 8 Uhr" die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt außer der Post 132 Passagiere und volle Ladung.
(Mitgetheilt durch Hauptagent Ad. Treusch, Vorstadt 22, Hanau.)
Die in Frankfurt a. M. errichtete Abtheilung der Süddeutschen Boden-Credit-Bank in München, welche vor Kurzem ihre Thätigkeit im Bereiche der preußischen Provinz Hessen-Nassau und der hessischen Provinzen Starkenbnrg und Oberhessen begonnen hat, sieht nach den bei ihr einlaufenden Anträgen einer erfreulichen Entwicklung ihres Geschäftes, namentlich mit Hypotheken und Güterkaufschillingen, entgegen; dieses Geschäft dürfte sich mit der Zeit eines um so bedeutenderen Aufschwunges erfreuen, als die für dasselbe festgesetzten Bedingungen gegenüber denjenigen bestehenden Con- currenz-Anstalten Vortheile bieten, welche wie die Zahlung der Darlehen in baarem Gelde, günstige Berechnung der Annuität-Einräumung von Tilgungsquoten bis zu % % herab, Verzicht auf besondere Vergütung bei antieipirter Rückzahlung der Darlehen, der Aufmerksamkeit des Publikums nicht entgehen können. Schon allein die beträcktliche Zunahme der Bauunternehmungen in den größeren Städten sichert der Bank eine namhafte Ausdehnung ihres Geschäftes und zugleich die besten Garantien für die zu emittirenden Pfandbriefe zu, welche durch vorzügliche Hypotheken gedenkt, dem Kapitalisten eine willkommene Anlage sein werden.
Geld - Course,
(vom 6. Okt.) Preußische Kassenscheine . . fl. 1. 45—% „ Friedrichsd'or . . 9. 58—59
Pistolen....... 9. 40-42
„ (Doppelte) ... — — Holländische fl. 10 Stücke . . fl. 9. 52-54 Dukaten ....... 5. 34—36 Napoleonsd'or . . . , . 9. 17%—18%
Sovereigns...... 11. 45—47
Jmperiales....... 9. 41—43
Gold per Pfund fein ... — —
Dollar in Gyld..... 2. 24-25
Vermischtes.
— Die Kreuzzeitung schreibt: „Mit dem Beginn dieses Vierteljahres ist die Kriegs-Akademie hierselbst nach einjähriger Unterbrechung wieder eröffnet worden. Nachdem die zu derselben com- mandirten Offiziere sich am 2. Oktober gemeldet hatten, versammelte der jetzige Director der Akademie, General-Lieutenant v. Ollech, dieselben gestern (3. Okt.) Vormittags und begrüßte sie in einer tief ergreifenden Ansprache. Es ist interessant, zu sehen, wie unmittelbar nach dem letzten blutigen Kriege im Frieden sich die wissenschaftlichen Bestrebungen innerhalb unsers Offizierkorps regen. Abgesehen von der Kriegs-Akademie, ist eine Anzahl von Offizieren zur nachträglichen kriegswissenschaftlichen Ausbildung einberufen, die während des Feldzuges whike Examen avancirt sind. Artillerie-, Jngenieur- und Schießschule zählen gleichfalls zahlreiche Besucher, wie denn auch der Curfus für Turnlehrer wieder eröffnet ist."
— Die Regierung in Frankreich gibt endlich einmal der Stimme der Vernunft und Billigkeit Gehör, wenn anders es sich bestätigt, was der Telegraph von Paris meldet, daß der Minister des Aeußern, Graf Remusat, auf die Vorstellungen des Grafen Arnim erklärt habe, man werde gegen die Deutschenhetzer mit aller Strenge einschreiten und nöthigenfalls den Belagerungszustand über Lyon verhängen. Der französische Bourgeois, der so gern den Ultraradikalen spielt, so lange es nur ihm nicht an den Leib und an den Peutel geht, und der stets dtn Röthesten applaudirt, wenn ihr Blödsinn nur ihn nicht in Gefahr bringt, geht stets mit der Macht, sobald sie nur ihre Kräfte entwickelt. Zeigt die französische Regierung nur Ernst, dann wird die Verfolgung der Deutschen bald aufhören, umsomehr als sie offenbar weniger von den socialistischen Arbeitern als von den bramarbarsirenden Bourgeois und den Maulhelden der Börse und der Winkelpresse ausgeht. Die französische Regierung wird überdem in ihrem eigenen Interesse handeln, wenn sie sich die Recriyunationen der Deutschen vom Leibe hält, denn die bonapartistischen Wühlereien werden ihre Kräfte in nächster Zeit
allem Anschein nach vollauf in Anspruch nehmen. Einer der Leibjournalisten des Exkaisers erklärt ganz offen in seinem Blatt: die kaiserliche Partei mache keine Verschwörungen, weil sie keine nöthig habe. Das Volk sei sich der Wohlthaten, die es dem Kaiserthum verdankte, hinlänglich bewußt. Man wolle die Republik nicht stürzen. Da aber ihr Sturz unzweifelhaft sei, so nehme man nur darauf Bedacht, das Anrecht des Kaiserthums auf die Regierung in Frankreich zu wahren. Und bis dahin, meint der unverschämte Bonapartist, „können wir warten." <Trir.)
Gründung von Feuerwehren.
Aus allen Theilen unseres Deutschlands hört man wiederum von größeren Feuersbrünsten, welche viel Schaden anrichten. Reich ist der Erntesegen, dessen wir uns Heuer erfreuen. Alle Scheunen sind voll der herrlichsten Frucht und des besten Futters. Traurig ist es darum sehen zu müssen, wie dieser Reichthum durch das Feuer verschlungen wird. Aber läßt sich denn dieser'Feind, welcher unsere mit Mühe erworbene Habe verschlingt, nicht eben so bewältigen, wie jener Feind, der uns im vorigen Jahre von Westen her bedrohte? Wenn nur jede Gemeinde die Waffen herschaffen wollte, durch die allein das Feuer bewältigt werden kann, so würden wir von größeren Brandunglücken lange nicht mehr so viel hören. Diese Waffen aber sind: Feuerspritzen und Feuerwehren. Möchten doch diejenigen Männer in unsern Landgemeinden, welche gegen den äußeren Feind so mannhaft gefochten und gesehen haben, wie man mit Ordnung und Disciplin so gewaltige Erfolge erzielt, sich überall zusammenschaaren, um organisirt und geübt in militärisch gegliederten Feuerwehren auch dem innern Feind eben so muthig und energisch entgegenzutreten. In allen Landgemeinden können solche Vereine gebildet werden, wenn nur der rechte Ernst und der gute Wille vorhanden ist. Viel Elend und viel Schaden wird dann verhindert werden. .
Gedruckt und verlegt in der Buckdruckeret des vereinigten evangel. Waikenbauses.
Hierzu die #r 40 der ProvinzialMorrespoudeuz als Beilage