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VerloosungsKalmdcr
für das Jahr 18» 1.
1. Amsterdamer Jndustriepalast 10- fl. Loose.
1. Stadt Antwerpen 100-Fr.-Loose L 3 Z.
1. Gothaer Prämien-Pfandbriefe.
1. Stadt Lübeck 50-Thlr.-Loose ä
lehen von 1870 ä 5 Procent: 6 18 20 der gezogenen Zahlen endigt, sind demnach 21 27 30 55 63 68 84 97 99. Alle zur Heimzahlung bestimmt. Die Verzinsung Obligationen der bezeichneten Anlehens- der gezogenen Kapitalien hört mit dem gattungen, deren Katasternummer mit einer 31. Dezember 1871 auf.
° 2 0 *
1. Stadt Madrid 100-Fr.-Loose u3Z.
1. Stadt Mailand 45-Fr.-Loose.
1. Oesterr. 250-fl.-Loose a 4£.
1, Oesterr. Creditanstalt a 100 fl.
1. Stadt Rotterdam 100-fl.-Loose
1. Türkische 400 Fr.-Loose ü 3^.
1. Wiener Rudolfstiftung ä 10 fl.
10. Bari 100 Frcs. Stadt-Loose v.
1868.
15. Freiburger 1b-Fr.°Loose.
15. Stadt Gent l00-Fr.-Loofe ä 3 '.
Berloosungen
München, 26. Sept. Bei der heutigen 1. Verloosung des öprocentigen Militair- und Eisenbahn-Anlehens von 1870 sind folgende Endnummern gezogen worden: 1) Militair-Anlehen von 1870 ä 5 Procent: 23 33 37 57 67 69 78 83 86 87 88 91 92 96. 2) Eisenbahn-An-
Frankfurter Sürfe.
29. September 1871.
Bank- Sf Credit-Actien.
Darmst. Credit 397 G.
Oesterr. Creditanst. 283 bz.
Eisenbahn-Actien
Alföld-Fiume 5% 177 bz.
Böhmische Westb. 5% 244% P.
Hessische Ludwigb. 4% 161 bz.
Oberhessische 3% % 77% G.
Oest. Sdb.(Lmb.')5°/, 188% bz.
Taunusbahn — 392 G.
Ungar. Ostbahn 5% —
Prioritäten.
5% Elisabethb. 79.
3% Livorneser E.-B. 34% bz 6% Oesterr. Südb. 75% G.
3% Oesterr. Staatsb. 57% bz.
5% Toskan. Centralb. 53% bz.
Oesterr. fl. 250 v. 1839 237 G.
„ , 250 „ 1854 76% G.
„ ,. 500 „ 1860 84% bz.
„ „ 100 „ 1864 134%, bz.
Oest. Creditanst.v.1858 182 G.
Madrider Fr.100 3%, 22% bz.
-Bundesanleihe 5% 100% bz.
-Preußen 5% Oblig. 100% bz.
-Nassau 4% Oblig. 91 P. iKurbefsen 4% Oblig. 90 bz.
-Bayerische 5°^ Oblig. 100% bz.
Bayern 4%% tjähr. 99% bz.
„ 4%% V-iähr. 99% bz.
„ 4% Ijäjt. 94 bz.
Württemb. Anleihe 5°/, 102% bz.
Sßüttemb. 4%.%Dblta. 98‘% bz.
„ 4% Oblig. 93 bz.
Badische Anleihe 5% 102% G.
Baden 4%% Oblig. 98% G.
„ 4% Oblig. 94 G.
Großh.Hess.Änleihe5°/„ 103% P.
Gr. Hessen 4% Oblig. 96
Oesterr. Silberrente 57% bz.
„ Papierrente 48 % bz.
Amerik. Bonds 1881r 98% bz.
„ „ 18821 95% bz.
„ „ 1885r 95% bz.
Wechsel.
Amsterdam k. S. 98% bz.
Augsburg k. S. 99% G.
Berlin k. S. 105 bz.
Bremen k. S. 95% bz.
Cöln k. S. 105 bz.
Hamburg k. S. 86%8 bz.
London k. S. 117% bz.
Paris k. S. 91% bz.
Wien k. S. 97% bz.
ditto l. S. 96% bz.
Disconto 4% —.
Anlehensloose. 3h,°/„Preuß.al00Thlr. — P. Kurhess. ä 40 Thlr. 66'/, G. Nasi. ä 25 fl. 40 % bz.
4°/, Bayer, a 100Thlr. 114 65. 4% Bad. ä 100 „ 111 G.
Badische ä 35 fl. 69 bz.
Großh. Hess, ä 50 fl. 174 P.
„ „ ä 25 fl. 48% ®.
Geldsorten.
Pr.Kafsenschetne fl. —
„ Friedrichsd'or» 9.58—59
Pistolen „ 9.38-40
Holl.fl.10-Stücke„ 9.51-54
Ducaten „ 5.33—35
Napoleonsd'or „ 9.17—18
Dollars in Gold „2.24—25
Vermischtes.
Berlin, 27. Sept. Das Central - Comite der preußischen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter oder, ertränkter Krieger hat die Mitglieder aller verbundenen deutschen Landes-, Provinzial- und Zweigvereine und der deutschen Frauenvereine zu einem am 23., 24. und 25. Oktober in Nürnberg abzuhaltenden deutschen Vereinstage eingeladen. In dem betreffenden Rundschreiben sagt das Comite: „Innig dankbar für dasjenige, was den Vereinen durch Gottes Segen während des letzen Krieges zu thun vergönnt gewesen, ist es uns ein dringendes Anliegen, daß die in diesem Kriege gemachten Erfahrungen für die Zukunft sorgfältig benutzt werden, und daß durch eine wohlgeordnete Friedensthätigkeit die Bereitschaft aller oben gedachten Vereine für jeden künftigen, will's Gott fernen, Krieg sicher erhalten, ja, erhöht wird. In diesem Sinne sind die Gegenstände der Verhandlung gewählt worden. Es sind die beiden folgenden : 1) Austausch der Erfahrungen über die Leistungen der ' deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und ertränkter Krieger während des letzten Krieges auf dem Kriegsschauplatze und im Jnlande, namentlich in Bezug auf die deutschen Pflegerinnen und das männliche Hülfspersonal, die Sanitätszüge, die Vereinslazarethe und die Vereinsdepots. 2) Erwägung der Mittel zur Sicheruug einer fortdauernden und gedeihlichen Friedensihätigkeit der deutschen Vereine und ihrer Bereitschaft für einen künftigen Krieg mit besonderer Beziehung auf die im letzten Kriege gemachten Erfahrungen."
(®SIn. 3tg.)
— Während Fürst Bismark einen Abstecher aus der großen Politik nach seiner Privatdomäne Lauenburg gemacht hat, ist der österreichische Reichskanzler, wie die „Trib." schreibt, nunmehr unser treuer Alliirter, bemüht gewesen, die europäischen Regierungen über die Zusammenkünfte der Kaiser und Kanzler zu beruhigen. Seine Circulardepesche flazt den Regierungen, zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn sowie zwischen den beiden Souveränen beider Reiche seien die früher bestandenen innigen Beziehungen wieder hergestellt. Man habe sich in Gastcin und Salzburg darüber verständigt, daß die Interessen beider Reiche im Einklang seien und sei deshalb entschlossen, alle auftauchenden Fragen im Sinne der Aufrechterhaltung des europäischen Friedens gemeinsam zu behandeln. Dieses Ergebniß biete mithin allen Staaten eine Friedensbürgschaft, keiner werde dadurch bedroht. Eine ähnliche Depesche soll der deutsche Reichskanzler erlassen haben, beide Diplomaten hätten mithin authentisch bethätigt, was, die Presse über die Besprechungen
berichtete und was Europa als Ergebniß derselben erwartete und wünschte.
Man wird sich das auch in Frankreich gesagt sein lassen und daher das Unumgängliche vornehmen, um dem unausgesetzten Friedensbruch, der durch Mißhandlung der Deutschen in französischen Städten begangen wird, ein Ende zu machen. Welche Erklärung die französische Regierung auf die Eröffnung des Grafen von Arnim gegeben hat, ist noch nicht bekannt. Sollte etwa die Entschuldigung gegeben werden, die Regierung könne nichts gegen die „antipreußische Ligue", wie sich der Verein zur Verfolgung der Deutschen benennt, thun, so wird man sich in Deutschland schwerlich damit zufrieden geben. Eine Regierung hat viel Kräfte und Mittel, um derartige Ungeheuerlichkeiten zu unterdrücken, . und überdies handelt es sich hier um Aufrechterhaltung des Friedensvertrages. Werden die Deutschen, die sich in Frankreich aufhalten, auch jetzt noch nach Hem geschlossenen Frieden als Feinde behandelt, dann ist eben kein Friede, und die deutschen Regierungen und ihre Truppen- befehlshabcr in Frankreich werden darnach handeln.
— Der „Patrie" zufolge hat das Comite des Gesellen-Vereins in Paris beschlossen, daß von nun ab sämmtliche Gehülfen, welchem Gewerbe sie auch angehören mögen, sich von der Gemeinschaft mit der Internationale lossagen und keinen Strike mehr machen, vielmehr die Regierung in ihren Bemühungen zur friedlichen Wiederaufnahme der Arbeit und zur Aufrechterhaltung der Ordnung unterstützen sollen. Leider hat das Comite des Gesellenvereins wenig Einfluß auf die Masse der Arbeiter.
Paris, 26. Sept. ,Die vier Departements (Seine, Seine- et-Oise, Oise und Seine-et-Marne) sind seit gestern vollständig geräumt. Die Deutschen zogen am 23. aus Senlis und Compiegne, am 24. aus Meaux und Provins ab. Nirgends fielen Demonstrationen vor. Nur in Clermont wollte ein mit Stöcken bewaffneter Volkshaufe eine Kundgebung versuchen, wurde aber von dem vernünftigeren Theile der Bevölkerung daran verhindert. Der Redacteur der in Clermont erscheinenden Zeitung, welcher von der deutschen Behörde verhaftet worden war, wurde bereits am 21. in Freiheit gesetzt.
— Am 26. September begann im Louvre die Versteigerung des Silberzeugs der Tuilerieen. Ein großer Theil desselben ist aus Neusilber. Der Exkaiser hat Befehl gegeben, den größten Theil des wirklichen Silberzeugs anzukaufen.
Gedruckt und verlegt in der Buckdruckeret des vereinigten evangel. Waisenbanses.
Hierzu die Nr^ 39 der Provinzial-Correspondenz als Beilage.