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Oeffentliche Bekanntmachungen.
Auszüge aus dem Oeffentlichen Anzeiger zum Amtsblatt der Königl Regierung zu Casfel.
Wallroth. Auf Antrag eines Pfandgläubigers ist der Zwangsverkauf der auf den Namen deS Kaspar Kreß (Johann Kaspars Sohn) zn Wallroth katastrirten und in dasiger Gemarkung belegenen Grundvermögens erkannt und zu dessen Vollzug erster VerkaNfstermin auf den 7. No vemb er d. I., event.zweiter auf den 5. Dezember d. I., event, dritter auf den 9. Januar k. I., jedesmal Vormittags von 10 bis 12 Uhr, in das Königl. Amtsgerichtslokal zu Schlächtern anberaumt.
Hanau. Die Wittwe des Oekonomeu Adam Roth arme l, Marie, geb. Stock, dahier hat angezeigt, daß das Vermögen ihres verstorbenen Ehemann sowohl als ihr eigenes Vermögen überschuldet und daß sie zur vollständigen Befriedigung ihrer Gläubiger außer Stande sei. Es wird daher Termin zur Liquidation der Forderungen, definitiven Wahl eines Curators und zum Versuch der Güte auf den 16. Oktober d. J., Morgens 10 Uhr (Contumacirzeit), in das Lokal des Königl. Amtsgerichts, Abtheilung I, zu Hanau anberaumt.
Langenselbold. Auf Antrag eines Pfandgläubigers ist der Zwangsverkauf der auf den Namen der Handlungsfirma Gebrüder Strauß hier katastrirten, in hiesiger Gemarkung gelegenen Immobilien erkannt und zu dessen, Vollziehung Verkaufstermine und zwar erster auf den 26. Oktober d. I., svenluell zweiter auf den 23. November d. I. und dritter aus den 21. Dezember d. I., jedesmal Vormittags 11 bis 12 Uhr, in das Königl. Amtsgerichtslokal zu Langenselbold bestimmt.
Niedergründau. Auf Betreiben eines Pfandgläubigers ist der Zwangsverkauf der auf den Namen des Müllers Philipp Neidhardt (Kaspars Sohn) zur Geis- furtsmühle bei Langenselbold katastrirten, in Niedergründauer Gemarkung gelegenen i Immobilien erkannt und hierzu erster Verkaufstermin auf.den 30. Oktober d. I., hülfsweise zweiter und dritter auf den 27. November d. I. und 3. Januar 1872, jedesmal des Vormittags 10 Uhr, und zwar die beiden ersten in das Königliche Amtsgerichtslokal zu Gelnhausen, der dritte nach Niedergründau in das dasige Gemeindehaus anberaumt. -
BeLanntriracbung Postversendungsdieost für die OccupatiouS-
Armee in Frankreich.
Feldpost-Privatpäckereien für die 2. Infanterie-Division müssen bis auf Weiteres von der Postbeförderung ausgeschlossen bleiben.
Die Annahme von Feldpost-Privatpäckereien'ist mit Rücksicht hierauf gegenwärtig nur für nachbezeichnete Truppenkörper statthaft:
für das 15. Armee-Corps, für die 4., 6., 19. und 24. Infanterie-Division, ferner für diejenigen Truppentheile ■ (Festungs - Artillerie - Abtheilungen rc.), welche zur Deutschen Besatzung der Forts vor Paris gehören.
Berlin, den 12. September 1871.
Kaiserliches General-Postamt. Stephan.
Bekanntmachung. Postverseudungsdieust für die Occupations- Armee in Frankreich.
Feldpost-Privatpäckereien für diejenigen Truppentheile (Festungs-Artillerie-Abtheilungen rc.), au« welchen die DeutscheBesatzung
der Forts vor Paris- bisher bestanden hat, müssen bis auf Weiteres von der Postbeförderung ausgeschlossen bleiben.
Die Annahme von Feldpost-Privatpäckereien ist mit Rücksicht hierauf gegenwärtig nur für nachbezeichnete Truppenkörper statthaft:
für das 15. Armee-Corps, für die 4., 6., 19. und 24. Infanterie-Division.
Berlin, den 14. September 1871.
Kaiserliches General-Postamt.
________Stephan.__
Beffentlich? Ladung.
Die nachgenannten Militairpflichtigen:
1. Karl Christian Schalt von Hanau, geb. den 30. Januar 1847,
2. Karl Gustav Meerbott von da, geb. den 8. März 1848,
3. Wilhelm Ludwig Meerbott von da, geboren den 8. März 1848, werden zur öffentlichen Hauptverhandlung über die Anklage:
daß sie sich zu der von der Verwaltungsbehörde ungeordneten Revision der Militairpflichtigen nicht gestellt, sondern ohne Erlaubniß das Bundes
gebiet verlassen und sich dadurch der Pflicht zum Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres zu entziehen gesucht, somit des im §. 110 des preußischen Strafgesetzbuchs, bezw. §. 140 des norddeutschen Strafgesetzbuchs vorgesehenen Vergehens sich schuldig gemacht haben,
auf den 27. November d. I.,
Morgens 9 Uhr, vor Königliches Kreisgericht, Strafkammer, in Hanau mit dem Bemerken vorgeladen, daß im Falle ihres Ausbleibens dennoch verhandelt wird und Urtheil, sowie weitere Verfügungen nur durch Anschlag im Gerichtslokale bekannt gemacht werden. .
Hanau, den 15. September 1871.
Der Staatsanwalt.
In Vertretung: Sporleder.
Das in der Gemarkung Bergen belegene Domanialgrundstück:
Karte Rr. Ar. Rth.
Lit. Y. 1 3* 21 Garten an der Burg, vor dem Unterthor,
soll im Termin
Freitag den 29. d. M.,
Vormittags halb 12 Uhr, im Gasthause zur schönen Aussicht zu Bergen nochmals zum Verkaufe und bei ungenügenden Kaufgeboten alsbald zur Verpachtung auf weitere 6 Jahre ausgeboten werden. Weitere Termine finden nicht statt.
Hanau, den 23. September 1871.
Königl. Domainen-Rentamt.
(1700) Baur.
Bekanntmachung.
Diejenigen Bewohner der Altstadt, welche Baurecht in Anspruch nehmen wollen, haben sich innerhalb 8 Tagen auf dem Stadthause anzumelden.
Hanau, den 23. September 1871.
Der Oberbürgermeister
(1710) Cassian.
Erledigt.
Die erste Knaben-Lehrerstelle zu Zieren- berg, im Kreise Wolfhagen.
Die katholische Schulstelle zu Hünhan, im Kreise Hünfeld.
Die israelitische Lehrer- und Vorsänger- stelle zu Trendelburg-Deisel, im Kreise Hosßeismar.
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