Verehelichte.
In der ev. Gemeinde der Marienkirche.
Den 18. September. Melchior Friedrich Rudolph Mayer, Eisenbahnarbeiter dahier, mit Susanna Appel, genannt Halter, aus Schlierbach.
In der ev. Gemeinde der Johannrskirche.
Den 17. September. Heinrich Gustav Daniel, Sergeant im 2. Nassauischen Infanterie-Regiment Nr. 80, aus Leobschütz, Regierungsbezirk Oppeln, mit Jungfrau Anna Margaretha Ursprung aus Marburg.
Den 17. September. Joseph Stetiger aus Schöllkrippen, Kreis Aschaffenburg, Schuhmacher dahier, mit Jungfrau Katharina Elisabeth Ehrhardt aus Philippsthal.
Den 17. September. Johann Heinrich Rasch aus Krumbach, Kreis Cassel, mit Jungfrau Sophie Bechtold aus Himmelsberg, Kreis Kirchhain.
Den 20. September. Georg Wilhelm j Weidert, Bürger und Graveur, mit : Jungfrau Maria Luise Diehl von hier. In Der katholischen Gemeinde.
Den 19. September. Friedrich Karl Franz B e m b e r z, Kaufmann aus Cöln a. RH., mit Jungfrau Fanny Margaretha Antonie Lins dahier. (gebotn l
In der ev. Gemeinde der Johanneskirche.
Den 11. August. Georg, des -Beisitzers und Cigarrenmachers Karl Müller, S. Den 22. August. Heinrich August, des Bürgers und Goldarbeiters Johann Franz Appel, S.
Verloosungeu
Mailand, 17. Sept. Gestern fand hier die 20. Ziehung der 10-Frs.-Loose> des Prämienanlehens der Stadt Mailand vom Jahr 1866 statt. Gezogen wurden die Serien: 6345, 4163, 4611, 5184 und 6604. S. 4611 Nr. 57 gewann 30,000 Frs. S.
41»
Verehelichte, Gehörne und Gestorbene in hiesiger Stadt.
Den 25. August. Johann Wilhelm und Gustav Adolph, des Bürgers und Oeko- nomen Johann Karl Emmrich, Zwill.-S.
Den 25. August. Karl Friedrich, des Bürgers und Goldarbeiters Wilhelm Becker, S.
Den 2. September. Johann Heinrich, des Beisitzers und Fournierschneiders Johann Martin Wilhelm Roth, S.
Den 6. September. Sebastian, des Wilhelm Ungermann aus Großenhausen, Taglöhners dahier, S. '
In der wallonischen Gemeinde.
Den 12. Mai. Conrad Charles, des Bronceurs Conrad Wüst von Somborn, S.
Den 2. August. Emilie Christiane Sabine, des Bürgers und Kaufmanns Charles Daniel Hebbel, T.
In der katholischen Gemeinde.
Den 24. August. Konrad, des Fabrikschreiners Kaspar Kraft von Herolz, S.
Den 1. September. Jakob Adolph, des Taglöhners Adolph Brescher aus Essen, S.
Den 7. September. Juliane Katharina Maria, des hiesigen Bürgers und Bijouteriefabrikanten Valentin । Robert Lim- burg, T.
Gestorbene.
In der ev. Gemeinde der Marienkirche.
Den 13. September. Frau Eva Elisabeth Welsch, des Bürgers und Graveurs dahier Anton Johann Welsch, Ehefrau, geb. Fach, alt 42 I. 1 M. 15 T.
6604 Nr. 57 1000 Frs. S. 6604 Nr. 86, S. 4163 Nr. 52, S. 6345 Nr. 7 und 88, S. 5184 Nr. 89 je 100 Frs. S. 4163 Nr. 68, 13, 66, 35, S. 6604 Nr. 61, S. 4611 Nr. 27 und 70, S. 5184 Nr. 77, S. 6345 'Nr. 48 je 50 Frs. S. 4163, Nr. 75, 34, 30, 29 und 59, S. 4611 Nr. 33 und 87, S. 6345 Nr. 56, 73, 16, 75
Den 14. September. Konrad Julius Kehl, Kaufmann dahier, alt 34 J. 8 M. 11 T.
Den 14. September. Jungfrau Helene Maria Auguste de ©rote, des Bürgers zu Mühlheim a. R. und Bijouteriefabrikanten dahier Ernst Wilhelm de Grotö, T., alt 18 I. 7 M. 23 T.
Den 15. September. Johann Ferdinand, des Taglöhners dahier Ferdinand Schnauz aus Neuwart, Kreis Fulda, S., alt 5T.
Den 16. September. Johann Leonhard, des Ortsbürgers zu Hainchen, im Großher- zogth. Hessen, und Metzgers dahier Johannes Schäfer, S., alt 1 M. 26 T.
Den 16. September. Christian Collmann, Ortsbürger zu Lichtenau, Kreis Witzen- Hausen und Maschinenarbeiter bei der Eisenbahn dahier, alt 30 J. 3 M. 22 T.
Den 19. September. Peter Hochstadt aus ; Windecken und Mühlenarzt dahier, alt 30 I.
Den 20. September. Frau Justine Gleim, : des Leihbank-Pedellen und Taxators Hein- ' rich Gleim dahier, Ehefrau, geb. Schultz, alt 58 J.
Ev. Militairgemeinde.
Den 14. September. Adam Heinrich Richard, Füsilier bei der 1. Compagnie des 3. Hessischen Füsilier-Regiments Nr. 83, alt 21 I. 7 M. 29 T.
In der ev. Gemeinde der Johanneskirche.
Den 15. September. Emilie Katharina, des Weichenwärters Ludwig Karle, genannt Dumeier, T., alt 3 M. 25 T.
Den 17. September. Johann Karl, des Bürgers und Goldarbeiters Eberhard Jakob Nenzel, S., alt 3 M. 12 E.— I
und 97, S. 5184 Nr. 69, 68, 94 und 78, S. 6604 Nr. 1 und 34 je 20 Frs. Alle anderen nicht gezogenen Nummern obiger Serien je 10 Frs.
Dsffauer Prämien-Anleihe. Am
15. Sept. gezogene Serien: 108 115 130 154 363 364 379 387.
Vermischtes
— Die „Presse" theilt die von der k. k. Censur als zur Aufführung auf dem Theater in Troppau in Oesterreich bei der Eröffnung der diesjährigen Saison nicht zugelassene Strophe mit —
Pro-
nämlich die letzten sechs Zeilen des zum Vertrage bestimmten logs —, sie lauten:
Nur Eins sei von uns auch hier betont:
Ein deutscher Himmel ist's, der uns besonnt,
Und die uns trägt, ist echte deutsche Erde. — Empfangt den echten, deutschen Gruß,
Und daß es glücklich kommen muß,
Sprich, Gott der Deutschen, Du: — E s werde! Dies sind die staatsgefährlichen Worte, die auf den Brettern
ver-
Pönt waren. — Selbstverständlich war von dem Sprechen dieses Prologs ohne den Schlußsaß keine Rede mehr, und es wurde ein Prolog aus „Bach's" Zeiten aus Tageslicht gezogen und gesprochen. <C°ln.Ztg.)
— Die „Allg. Ztg." schreibt aus Traunstein vom 18. Sept.: Fürst Bismarck wurde gestern Abend auf seiner Heimreise nach Berlin im hiesigen Bahnhöfe von einer sehr zahlreich herbeigeeilten
Menschenmenge mit stürmischen Hochrufen und von einer gerade hier anwesenden Münchener Artillerie-Mustkcapelle mit einem Ständchen begrüßt. Der Fürst dankte mit freundlichen Worten für diesen wiederholten Empfang Seitens der Stadt Traunstein und äußerte sich sodann in einer längeren Ansprache: wie er auf Bayern von je her sein vollstes Vertrauen gestellt habe, und wie dieses sein Vertrauen eben so sehr d^rch die tapfere bayerische Armee, wie durch die echt deutsche Gesinnung fast des ganzen bayerischen Volksstammes glänzend gerechtfertigt worden sei, wogegen auch er für seine Person aus dem ihm allerorts im schönen Bayerlande zu Theil gewordenen
herzlichen Empfang mit Genugthuung die Folgerung ziehe, daß das bayerische Volk ihm, der ja als Reichskanzler gewissermaßen auch ein bayerischer Beamter sei, Vertrauen schenke. Er sei überzeugt, daß auch künftighin der Süden dem Norden, wie der Norden dem Süden fest vereint zur Seite stehen und so dazu beitragen würden, das von uns mit vereinten Kräften trotz aller Mißgunst selbst geholte und geschaffte Deutsche Reich fernerhin zu schützen und zu schirmen. Stürmische Hochrufe folgten dieser Ansprache unb' endeten erst, als der Zug, mit welchem der Kanzler weiter nach München fuhr, den Augen entschwunden war.
gedruckt unb verlegt in der BuLdruckerei des vereinigten evangel. Watsenbauses.
Hierzu die Nr- 38 der Provinzial Correspondenz als Beilage.