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Die Kaufleute Friedrich Schäfer und Jakob Rüdiger aus Offenbach, Ackermann Philipp Schmidt aus Mittelbuchen, Ackermann Friedrich Rausch und Johannes Stroh aus Marköbel, Gutsbesitzer Jakob Koch zu Bruderdiebacherhof, Bijouteriefabrikant Anton WeiShaupt und Postdirector Lins aus Hanau, Gemeinderath Konrad Köhler, Ackerleute Peter Heck III. und Johannes Heerd II. aus Rüdigheim und Oekonom Wilhelm Koch aus Langenbergheim, haben neue Jagdscheine empfangen. Hanau, den 11. September 1871.
Oeffentliche Aufforderung.
Die im diesseitigen Bezirk abgehobenen Ersatz-Rekruten:
Christian Friedrich Emil Schütthaupt, geboren am 28. Mai 1849 zu Straußfurt;
Konrad Oberländer, geboren am 15. November 1848 zu Hanau, und
Friedrich Emil Lehmann, geboren am 10. Januar 1849 zu Orebkau,
welchen die Ordres zur Gestellung nicht behändigt werden konnten, da sie sich, ohne die vorgeschriebene Abmeldung bei dem Bezirke- seldwebel zu bewirken, aus ihrem Aufenthaltsorte entfernt haben, werden hiermit zur Rückkehr aufgefordert, und gleichzeitig angewiesen, sich bis spätestens den 15. Oktober d. J. bei dem unterzeichneten Commanvo anzumelden, widrigenfalls gegen dieselben auf Grund der Vorschrift im §. 94, ad. 2, Lit. b, Theil I des Strafgesetzbuches für das Preußische Heer die gerichtliche Untersuchung wegen Desertion eingeleitet werden wird.
Frankfurt a. M., den 15. September 1871.
Königliches Commanko des Reserve-Landwehr-Bataillons (Frankfurt a. M.) Nr. 80.
Oeffentliche Bekanntmachungen.
Bekanntmachung.
Bei dem stets zunehmenden Vokal- wie Verband-Güterverkehr sind im Dränge des Geschäfts, zumal die zur Beförderung aufgegebenen Gegenstände (Colli) häufig gleiche Signaturen tragen, Verwechselungen uno irnhümliche Verladungen bei aller Aufmerksamkeit nicht zu vermeiden gewesen.
Diesem Usbelstanve kann wirksam nur begegnet werden, wenn die Versender alle zur Beförderung bestimmten Einzelgüter mit dem Bestimmungsorte deutlich bezeichnen und bei Orten, die nicht an der Eisenbahn liegen, zugleich die Eisen- blahn-Station an geben, von wo ab die Weiterbeförderung erfolgen soll. Diese Einrichtung hat sich bei der Packelbeförderung durch die Post bewährt.
Wir empfehlen deshalb den Versendern künftighin alle Einzelgüter mit dem Uc- stimmungsorte deutlich und in geeigneter Weise bezeichnen zu wollen.
Cassel, den 9. September 1871.
(1633) K
Oberissiighcim. Nach dem Antrag der in der Eoncursmasse des Ackermanns Wilhelm W e st p h a l und dessen Ehefrau, Katharina, geb. S ch ä f e r, in Oberissigheim ■ bestellten Kuratoren sollen die auf sechs Termine (Martini 1871 bis 1876) verkauften, im Ganzen 1591 Thaler betragenden Güterkaufschillinge, welche seit dem 11. | Mai d. J. mit 5 J verzinslich sind, bei unterzeichneter Stelle — Schloßstöaße Nr.
26 — im T.rmin
den 19. September d. I.,
Vormittags 11 Uhr, öffentlich meiftbietenD verkauft werden. Hanau, den 9. September 1871.
Königl. Amtsgericht, Abthl. II.
C ö st e r.
(1628)_________________________vt. Störkel.
Bekanntmachung Postversendungsdienst für die Occupatious- Armee in Frankreich.
Feldpost Privatpäckereien für die 2. Infanterie-Division müssen bis auf Weiteres von der Postbeföroerung ausgeschlossen bleiben.
Die Annahme von Feldpost-Privatpäcke- reien ist mit Rücksicht hierauf gegenwärtig nur für nachbezeichnete Truppenkörper statthaft:
für das 15. Armee - Corps; für die 4,6, 19. unk 24. Infanterie-Division, ferner für diej.nigen Truppentheite (FestungS - Artillerie - Abtheilungen rc.), welche zur Deutschen Besatzung der FortS vor P^ÜS gehören. .
Berlin, den 12. September 1871.
Kaiserliches General-Postamt. Ltepha n.
»nrgUche Krsenöahn-Airection.
Der Lehrcursus des Winterhalbjahrs 1871/72 beginnt für das hiesige Gymnasium am 16. Oktober d. I. Neu zugebende Schüler sind bei dem Unterzeichneten zeitig anzumelden. — Die Prüfung der Angemeldeten findet
M o n l a g den 1 5. Oktober d. I., Vormittags von 8 Uhr an, im Gymnasialgebsudc statt.
Hanau, den 14. September 1871.
Der Gymnasialdirector ' (1646) Dr. Piderit.
Bekanntmachung.
Dem ftfigt stellten Tilgungsplan für die
! städtische Schuld entsprechend, wird
Moutan, den 2. Oktober 197»,
Nachmittags 3 Uhr, in dem Sitzungszimmer des Neuhanauer Rathhauses die AuSloosung der Obligationen
über 2000 fl. des AnlehenS vom 31. Dezember 1836,
über 100 fl. deß Anlehens vom 10. Mai 1854,
über 1500 fl. des Anlehens vom 2. Januar 1860,
; zugleich mit der Ausloosung von zwei ) Obligationen der Begräbnißkasse ä 100 fl., welche sämmtlich am 31. Dezember d. J. zur Rückzahlung kommen, vorgenommen werden.
Hanau, den 16. September 1871.
Der Oberbürgermeister 1 C a ssia n.
(1659) vt. Neuniaun.
HolMerfleigernng.
Das bei den Bauarbeiten im ehemaligen Salzhaus, Erbsengasse Nr. 1, und an der Wilhelmsbrücke ausgeschiedene alte Bauholz wird
Donnerstag den 21. d. M.,
von Nachmittags 2 Uhr an, nach dem Meistgebot gegen gleich baare Zahlung an Ort und Stelle öffentlich ver- steigexi. Die Versteigerung beginnt am Johanneskirchplatz.
Hanau, den 19. September 1871.
Der Stadtkämmsrer
__Weiderl._________(1669)
Bekanntmachung.
Höherer Verfügung zufolge sollen die noch im Laufe dieses Jahres nothwendigen forstfiskalischen wasserbaulichen Unterhal- tungS-Arbeiten an der Kinzig in der großen und kleinen Bulau sowohl, wie gegenüber in der sogen. Scheuer verdungen werden. Es wird dies hierdurch mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß die einzelnen Arbeiten im Termine,
M » ntag den 25. d. M.
an Ort und Stelle von dem Wasserbau- Aufseher Kellner werden näher bezeichnet werden, wozu sich Unternehmer an besagtem Tage, Vormittags 9 Uhr, an der Lamboi- i drücke einfinden wollen und wobei dieselben mit den Bedingungen und dem Kostenan- schlags-Extracte werden bekannt gemacht werden. Zur Abgabe der Forderungen für die Uebernahme der betreffenden Arbeiten ist sodann der folgende
Mittwoch den 2 7. d. M., Mittags 12 Uhr, ; bestimmt.
Hanau, den 19. September 1871.
Der Königliche Wasserbau-Jnspector.
(1664) Hermann.
Bekanntmachung.
Postverseridungsdieust für die Occu-ations- Armee in Frankreich-
j Feldpost - Privatpäckereien für diejenigen Truppertheile (FestungS-Artillerie - Abtheilungen rc.), aus welchen die DeutscheBesatzung der Forts vor Paris bisher bestanden hat, müssen bis auf Weiteres von der Postbe- förkerunz ausgeschlossen bleiben.
Die Annahme von Feldpost Privatpäcke- reien ist mit Rücksicht hierauf gegenwärtig