»8«
Verloofungeu.
Hamburg, 1. Sept. In heutiger Gewinn-Ziehung der Hamburger Prämien- Anleihe von 1846 fielen auf Nr. 48,845 100,000 Mark Banco, auf Nr. 95,17 7 10,000 Mark Banco, auf Nr 57,715 6000 Mark Banco, auf Nr. 48,836 und 65,331 je 4000 Mark Banco, auf Nr. 17,431 und 64,585 je 2500 Mark Banco, auf Nr. 5803 und 48,410 je 2000 Mark Banco, auf Nr. 95162, 83,327 und 21,359 je 1600 Mark Banco, auf Nr. 57,921, 57,708 und 92,482 je 1000 Mark Banco, auf Nr. 57,732, 30,645, 27,774, 52,910 und 31,186 je 400 Mark Banco.
Bukarester Loofe. Ziehung 1. Sept. Gezogene Serien: 200 262 390 820 981 982 1228 1358 1387 1520 1525 1551 1597 1675 1712 2129 2672 2674 2709 3069 (nach einem Reuterschen Telegramm 3096) 3077 3229 3433 3523 3552 3922 4015 4172 4319 4640 4743 4794 4921 5522 5530 5642 5929 6023 6116 6117 6237 6658 6694 6848 6970 7184 7303 7434 7440. Hauptpreise: Serie 4640 Nr. 69 50 000 Frs. Serie 2709 dir. 21 10,000 Frs. Serie 6848 Nr. 53 5000 Frs. Wien, 1. Sept. (100 fl.-Loose von
1864). Bei der heute stattgehabten Ziehung wurden nachfolgend aufgeführte 60 Gewinn-Nummern mit den nebenbezeich- neten Gewinnsien in österreichischer Währung gezogen, und zwar fiel der Haupttreffer mit 200,000 fl. auf Serie 1048 Nr. 2; der zweite Treffer mit 50,000 fl. auf Serie 542 Nr. 60; der dritte Treffer mit 15,000 fl. auf Serie 1594 Nr. 50 und der vierte Treffer mit 10,000 fl. auf Serie 542 Nr. 34; ferner gewinnen: je 5000 fl.: S. 542 Nr. 46 und 1048 Nr. 78; je 2000 fl.: S. 1594 Nr. 68 und Nr. 91 und S 1838 Nr. 48 ; je 1000 fl.: S. 130 Nr. 11, S. 522 Nr. 23, S. 1594 Nr. 4 und Nr. 49, S. 1838 Nr. 19 und S. 2146 Nr. 34; weiter gewinnen je 500 fl.: S. 130 Nr. 65, S. 522 Nr. 67 und Nr. 78, S. 542 Nr. 35 und Nr. 51, S. 1048 Nr. 11 und Nr. 25, S. 1594 Nr. 32, 51, 69 und Nr. 89, S. 1838 Nr. 7 und 76 und S. 2146 Nr. 46 und Nr. 62; und endlich gewinnen je 400 fl.: S. 130 Nr. 1, 9 und Nr. 61, S. 522 Nr. 30 und Nr. 56, S. 542 Nr. 9 und Nr. 38, S. 1048 Nr. 6, 9, 23, 36, 55 56 und Nr. 94, S. 1594 Nr. 2, 17, 39, 44 und Nr. 54, S. 1838 Nr. 54, 60, 78,
83 und Nr. 100, S. 2146 Nr. 4, 17, 43 und Nr. 98 und endlich S. 2661 Nr. 43 und Nr. 85. — Auf alle übrigen in den verloosten acht Serien enthaltenen und hier nicht besonders aufgeführten 740 Gewinn-Nummern der Prämien-Scheine entfällt der geringste Gewinnst von je 170 fl. Oesterreichischer Währung.
Frankfurter Viehmarkt.
Frankfurt, 4. Sept. Bei den furchtbar hohen Marktpreisen ist es nicht zu bewundern, wenn die Metzger im Detail aufschlagen. Angetrieben waren: 280 Ochsen, 270 Kühe und Rinder, 280 Kälber, 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen I.Qual fl.38, 2.Qual. fl. 36—37, Kühe I.Qual. fl. 33, 2. Qual. fl. 30; Kälber fl. 34; Hämmel fl. 30._____
Geld - Course.
! vom 5. Sept.) Preußische Kassenscheine . . fl. 1. 45—% „ Friedrichsd'or . . 9. 57%-58%
Pistolen ....... 9. 38-40
„ (Doppelte) ... — — Holländische fl. 10 Stücke . . fl. 9. 53—55 Dukaten ....... 5. 38—35 Napolconsd'or . . . , . 9. 17—18
Sovereigns...... 11. 44—46
Jmperiales....... 9. 38—40
Gold per Pfund fein . , . 816-21
Dollar in Gold..... 2. 24—25
Vermischtes.
Breslau, 2. Sept. Die polnische Propaganda in Ober- schlesien setzt ihre Maulwurfsarbeit gegen Preußen und Deutschthum mit allen Kräften fort. Die in Königshütte in polnischer Sprache erscheinende, ihrer agitatorischen Artikel wegen von uns schon bei Gelegenheit der vielbesprochenen Excesse gekennzeichnete Zeitschrift „Kalolik" bringt in ihrer heutigen Nummer wieder neue Beweise ihrer staats- und vaterlandsfeindlichen Tendenzen. In ihrem ersten Artikel feiert sie mit der bei den Polen gewöhnlichen Entstellung der geschichtlichen Wahrheit und Abneigung gegen deutsches Wesen und Verdienst die polnisch-französische Verbrüderung, die sich auf die Gemeinschaft beider Nationen in Edelmuth (!), Aufklärung (!!), Bruderliebe (!!!) und „katholischem Glauben" stütze, und schließt in die Schönthuerei der Franzosen mit den Polen auch unsere ober- schlesischen Wehrmänner ein, die im letzten Kriege, so oft sie Polnisch sprachen, in Frankreich nicht als Feinde, sondern als Polen und als Brüder ausgenommen worden seien. (?!)
— Bern, 2. Sept. Während der letzten Wochen herrschte hier politische Stille, wie fast immer zu dieser Zeit. Einigen Lärm machte im Laufe dieser Woche der schweizerische Pius-Verein, welcher am 29. und 30. August in Freiburg unter dem Vorsitze seines Präsidenten, des römischen Grafen Scherer-Boccard, seine gewöhnliche Jahres-Versammlung abgehalten hat. Die diesjährige Versammlung des genannten Vereins — die Zahl der Theilnehmer berechnet man auf ca. 1500, darunter ca. 1000 Geistliche und 500 Bauern — kann man aber in so fern als eine außergewöhnliche bezeichnen, weil sie hauptsächlich die bevorstehende Revision der Bundesverfassung zum Gegenstand hatte, von der die Mehrzahl der auftretenden Redner behauptete, sie bedrohe die Freiheit der katholischen Kirche. In diesem Sinne sprachen namentlich der Bischof von Hebron, Msgr. Mermillod, Bischof Marilley, Wuilleret, Prä
sident des Großen Rathes von Freiburg, die Abbes Rothenflue, Brocquet und Folletllte. Vor Allem machte man dem Revistons- Entwurfe den Vorwurf, daß er nur" von Culten spreche und von den religiösen Konfessionen Umgang nehme. Die Kirche habe den Staat in der Freiheit gegründet. Wenn man dem Gewissen der Katholiken und ihren religiösen Freiheiten Zwang anthun werde, so würden die Mitglieder des Pius-Vereins das eidgenössische Kreuz aufrichten und die Bischöfe das eidgenössische Banner in die Hand nehmen. Dies waren Aeußerungen Mecmillod's, des Bischofs von Hebron. Man droht also mit einem neuen Sonderbund! Die Liberalen werden auf ihrer Hut sein! (®6m. 3tg.)
— Das officielle Journal für Frankreich veröffentlichte das Gesetz, durch welches Herr Thiers zum Präsidenten der französischen Republik eingesetzt wurde.
— Aus der Ostschweiz, 2. Sept. Unter Kanonendonner hat heute an dem ewig denkwürdigen Jahrestage von Sedan „Der Deutsche Kaiser" seine erste Rundfahrt auf dem Binnenmeere gehalten, zu dessen Uferstaaten, außer der Schweiz und Oesterreich, jetzt auch das neuerstandene Deutsche Reich gehört. Das neue stattliche Dampfschiff war mit glücklichem nationalem Tact von Baden aus heute auf die Probefahrt gesendet worden. Es erfüllte die Deutschen mit hoher Freude, als Frucht der kriegerischen Errungenschaften des Vorjahres und gerade an diesem Tage zum ersten Male die schwarz-weiß-rothe Reichsflagge auf dem Bodensee wehen zu sehen und unter den Verzierungen des stattlichen Schiffes selber das deutsche Reichswappen begrüßen zu dürfen. Möge fortan der „Kaiser Wilhelm" eine schwimmende Brücke des Friedens und der Eintracht zwischen den Ufervölkern unseres schwäbischen Meeres sein und bleiben!
Gedruckt und verlegt in der Buckbruckerei des Bereinigten evangel. Waisenbanses.
Hierzu eine Beilage, den Rechnungs-Abschluß der im Jahre 1840 zu Cassel errichteten allgemeinen Privat-Pensions-Anstalt für Wittwen und Waisen vom Jahre 1870 betreffend.