Außer Kours gesetztes Papiergeld.
Anhalt-Köthen'sche Kassenscheine ä Thlr. 1 u. 5 vom 1. Juni 1848.
Anhalt-Köthen-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1 u. 5 vom 2. März 1848.
Anhalt-Köthen-Bernburger Eisenbahnschfine ä Thlr. 1, 5 u. 25.
Anhalt-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 u. 125 von 1850, 1852.u. 1856, sowie ä Thlr. 1 von 1859.
Anhalt-Dessauer Kassenscheine a Thlr. 1 u.
5 vom 1. August 1849 und ä Thlr. 10 vom 1. Okt. 1855.
Anhalt-Dessauer Landesbanknoten ä Thlr. 1 u. 5 vom 2. Jan. 1847.
Bautzener (Lauscher landständ.) Banknoten a Thlr. 5 von 1850.
Bayerische Hypotheken- u. Wechsel-Banknoten ä fl. 10 vom 1. Juni 1850.
Braunschweigische Bank- u. Darlehns-Bank- scheine ä Thlr. 1, 5 und 20 .von 1842.
Braunschweigische Banknoten ä Thlr. 10 Gold vom 1. Juni 1856.
Breslauer städtische Banknoten ä Thlr. 1, 5, 25 und 50 vom 10. Juni 1848.
Dänische 5 Reichsbankthalerzettel ält. Emission von 1835, nur auf einer Seite blau bedruckt.
Gothaische Kassenscheine ä Thlr. 1 u. 5 vom 30 Sept. 1848.
Holsteinische Kassenanweisungen von 1854.
Kurhessische Leih- u. Kommetz-Bank-Noten.
Leipziger Banknoten, alle vor dem 2. Nov. 1851 erschienenen.
Oesterreichische Banknoten, auf Konventions-
münze lautend.
Potsdamer Stadtscheine a Thlr. 1 Sept. 1849.
Polnische grüne Bankscheine ä 1
vom 8
Rubel
weiße und rothe ä 3 S.-R.
Reuß j. L. Kassenanweisungen ä Thlr. 1 29. März 1849.
Reuß ält. L. Kassenanweisungen ä Thlr.
v.
1
vom 15. Mai 1858.
Rostocker Banknoten vom 1. Juli 1850.
Schleswig-Holsteinische Kassenscheine ä Thlr.
1 (2| M.) vom 31. Juli 1848.
Weimarische Kassenanweisungen ä Thlr. 1 u. 5 vom 27. August 1847.
366
Schwarzburg-Rudolstädter Kassenscheine ä Thlr. 1 u. 5 von 1848.
Schwarzburg-Sondershausener Kassenscheine ä Thlr. 1,. 5 u. 10 vom 11. März 1854, 20. Dezember 1855 u. 25. Okt. 1859.
Württembergische 2-, 10-, a. 35-Gulden- scheine von 1849 u. 1850.
Sächsische (königl.) Kassenbillets von 1840, 1843, 1846 u. 1848.
früherer Höhe, namentlich waren die Kälber außerordentlich theuer. Angetrieben waren: 300 Ochsen, 280 Kühe und Rinder, 240 Kälber, 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual fl. 38, 2. Qual. fl. 36—35, Kühe 1. Qual. fl. 34, 2. Qual, fl. 32 ; Kälber fl. 33-34; Hämmel fl. 30.
Waaren- und Producten-Berichte.
(A. d. Franks. Presse )
Frankfurt, 21. August.
Walzen effect. hies. und wetterauer 14 a %, fränkischer--, fremder 12 a 13‘/2, per diesen Monat — per Oktober 13%, per November 13%, per April 13%.
Roggen effect. hies. 9%, per diesen Monat 9%, per Oktober 10, per Nov. 10, per April 10.
Hafer effect. hiesiger 7% a 8%, fränkischer —, fremder —, per diesen Monat 7%, per Nov. 7%.
Ruböl effect. hies. ohne Faß 26, per diesen Monat 26, per Oktober 25.
Frankfurt, 21. Aug. Der heutige Viehmarkt war gut befahren, doch hielten sich die Preise auf
Schiffsnachrichten.
Newyork, 1®. August.
(Per transatlantischen Telegraph.»
Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Berlin, Capt. C. Undütsch, welches am 2. August von Bremen und am 5. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Newyork, 1t» August.
(Per transatlantischen Telegraph.)
Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Weser, Capt. W. H. Wenke, welches am 5. August von Bremen und am 8. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten hier an-' gekommen.
(Mitgetheilt durch Haupt^ent Ad. Treusch, Vorstadt 22, Hanau.)
Frankfurter Börse.
22. August 1871.
Bank- S» Credit-Actien.
Darmst. Credit 388 bz.
Oesterr. Creditanst. 280‘/2 bz.
Oesterr. fl.250 v. 1833 — G.
„ „ 25V „ 1854 77 G.
.. ,. 500 „ 1860 86% G.
„ ,. 100 „ 1864 137 bz.
Ocsi.Creditanst.v.1858 175 bz.
Madrider Fr.100 3% 22 G.
Eisenbahn-Actien
Alföld-Fiume 5% 176 bz.
Böhmische Westb. 5% 246 bz.
Hessische Ludwigb. 4"/„ 157% bz.
Oberhessische 3% % 79% bz.
Deft. Sbb.(gmb.)5% 174% bz.
Taunusbahn — 368 G.
Ungar. Ostbahn 5% — P.
f
Bundesanleihe 5% 100% bz.
Preußen 5%, Oblig. 101% P. Nassau 4% Oblig. 91% bz.
Kurbeffen 4% Oblig. 92% P. Bayerische 5% Oblig. 101 bz.
Bayern 4%% Ijäbr. 99% bz.
„ 4%% sizsähr. 99% bz.
„ 4% Ijähr. 93% bz.
Württemb. Anleihe 5°/, 102% bz. SBütfemb. 4%%O6lia. 98% bz „ 4% Obliq.' 92 G.
Badische Anleihe 5% 102 bz.
Baden 4 % % Oblig, 99% bz.
„ 4% Oblig. 92 G.
Großh.Hefs.ÄnletbeöV, 103 G. Gr. Hessen 4% Oblig. 95% bz.
Oesterr. Silberrente 58% bz.
„ Papierrente 49% bz.
Amertk. Bonds 1881r 101 bz.
„ ., 1882r 86%s bz.
„ „ 1885t 96% bz.
Wechsel.
Amsterdam k. S. 98‘%6 bz.
Augsburg k. S. 99% G.
Berlin k. S. 105 bz
Bremen k. S. 96 P.
Cöln k. S. 105 bz.
Hamburg k. S. 87 %6 bz.
London k. S. 117%s bz.
Paris k. S. 92% bz.
Wien k. S. 96% bz.
ditto L S. 96*/2 bz.
Disconto 3%% G.
Prioritäten.
5% Elisabethb. 79 bz.
3% Avorneser E.-B. 35% bz.
6% Oesterr. Südb. 74% bz.
3% Oesterr. Staatsb. 58%„ bz, 5% Toskan. Centralb. 54% bz.
Anlehensloose.
3'/.«/» Preuß.älOOTHlr. — P.
Kurhefs. fl 40 Thlr. 67 bz.
Raff, ä 25 fl. 41 P.
4%®a^r.äl00Sblr. 112% bz. 4% Bad. a 100 „ 111 bz.
Badiscke ä 35 fl. 70 P.
Großh. Hess, a 50 fl. 175 bz.
„ • „ ä 25 fl. 49% bz.
Geldsorten.
Pr.Kaüenicheine fl. — „ Friedrichsd'or,, 9.58—59
Pistolen „ 9.38—40
Holl.st.lO-Stücke„ 9.55-57
Ducatcn , 5.33—35
Napoleonsd'or „ 9.18‘/2—19%
Dollars in Gold „ 2.25-26
Vermischtes
— Nach einer Vereinbarung unter den Kreisen soll am 1. September, als dem Gedächtnißtage der Schlacht von Sedan, für die jetzt begründete allgemeine Krieger-Stiftung in allen Kreisen eine allgemeine Collecte stattsinden, -zu welcher die obersten Provinzial- Behörden ihre Zustimmung ertheilt haben. Der Erlös dieser Collecte soll unter der Bezeichnung „Collecte für die Krieger-Stiftung" seitens der Magistrate, Dominien und Ortsvorstände an die Kreiskassen abgeführt werden. Bei Empfehlung dieser Collecte wird darauf hin- gewiesen, wie die Pensionen und Beihülfen aus der Staatskasse nicht in allen Fällen ausreichen können, namentlich nicht dann, wenn eine zahlreiche Familie davon leben soll, und wie der größte Bedarf für folche Krieger erforderlich ist, die krank zurückkehren oder nach der Rückkehr in Folge von Strapatzen und dergleichen erkranken, oder deren Erwerbsmäßigkeit im Allgemeinen oder für ihr besonderes Fach gelitten hat und die Alle einen Anspruch auf Pension haben, weil die Dienstbeschädigung nicht nachzuweisen ist, und die sich also lediglich auf die Privatwohlthätigkeit angewiesen sehen. Beiläufig wurde für die Krieger von 1866 bisher immer am Tage von Königgrätz (3. Juli) eine Kreiscollecte veranstaltet, welche sich guter Erfolge zu erfreuen hatte. .
— Es bestätigt sich, wie die „Cöln. Ztg." schreibt, daß seitens der gesummten deutschen Eisenbahn-Verwaltungen den Reichstags- Mitgliedern freie Fahrt während der Session auf den Strecken zwischen ihrem Wohnsitz und der Reichshauptstadt gewährt wird. Auch der letzte dagegen geltend gemachte Widerspruch, von welchem
die Rede war, soll dem Vernehmen nach beseitigt sein. Aus Bayern hört man indessen von erneuten Wünschen, die Diätenfrage im Reichstage zur Sprache zu bringen und zur allgemein erwarteten Lösung gefördert zu sehen.
— Einige Orte um Paris herum, welche vor einigen Wochen von den Preußen verlaffen worden waren, sind wieder von ihnen besetzt worden, weil man dort einzelne Preußen insultirt hatte. Unter diesen befindet sich Enghien, wo ein preußischer Offizier in einer Restauration angegriffen wurde. General v. Manteuffel hatte die Besatzung dieses Ortes unter der Bedingung zurückgezogen, daß die deutschen Offiziere Lustpartieen nach dem Badeorte machen könnten, ohne belästigt zu werden.
Paris, 19. Aug. Der französische Finanz-Minister hat weitere 150 Millionen nach Straßburg abgesandt, so daß jetzt auf 'bie dritte halbe Milliarde 200 Millionen gezahlt find.
— Wen es interessirt, der wird mit Befriedigung vernehmen, daß Papst Pius IX. den ihm von einigen aufdringlichen Freunden zugedachten Beinamen des „Großen" sammt goldenem Bischofsstuhl abgelehnt hat. Der Papst hat hierin mehr Besonnenheit und — Selbsterkenntniß bewiesen, als seine Freunde. Hätte er nur in die Forut seiner Ablehnung nicht eine neue Herausforderung der italienischen Regierung verflochten und wäre er nur lieber darauf bedacht gewesen, mit dieser den Frieden herzustellen. Leider aber faßt der Nachfolger des Apostel Petrus seine Aufgabe nicht als eine Mission des Friedens auf; seine Waffe sollte die Palme sein, nicht das Schwert.
Gedruckt und oetlegt in der Buchdruckeret des vereinigten evangel. Waisenhauses.