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Der Erlös für einen verkauften Küchenschrank (10 fl.) wurde yeute dem Waisenhause von J. T. mit der Bitte geschenkt, den Kindern eine besondere Freude damit zu bereiten.
reinem geehrten Publikum empfehle ich mich zum Waschen und Reinigen seidener und wollener Stoffe und Kleider, Handschuhe rc., und werde ich stets bemüht sein meine verehrlichen Kunden pünktlichst und billigst zu bedienen.
Frau Loch«
(1486) Herrngasse Nr. 12,2 Stiegen hoch.
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Freitag den 18. d. M.,
Vormittags 9 Uhr, sollen in der Fasanerie bei Hanau 2jMor gen Hafer auf dem Halm,' gegen 10 Uhr die Kastanien von der, von Fasanerie nacb Philippsruhe führenden Allee, öffentlich meistbietend verkauft werden.
Fasanerie bei Hanau, den 16. August 1871. Der Hofgärtner
Schröder. (14581
Ankunft u. Abgang der Dahnzuge:
vom LÄ. Juli ÜSTl ab.
Äöbra-Han iu. r Eisenbahn.
Von Hanau nach Bebra: 6 U. 35 M. Vorm. (mit 1., 2„ 3. und 4. 61.), 8 U. 45 M. Vorm. (mit 1. und 2. 61.), 10 U. 10 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. 61.), 1 U. 10 M. Nachm. (Abf. Frf.-Han. Bahnhof, mit 1., 2. und 3. 61.), 3 U. 30 M. Nachm. (mit 1., 2., 3. und 4.61.), 7U. 53 M. Nachm. (mit 1. und 2. Cl.s, 10 U. 25 M. Nachm. (mit 2., 3. und 4. 61.)
Von Bebra (Ankunft in Hanau): 8 U. 5 M. Vorm. (mit 1. und 2. 6L), 11 U. 10 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. 61.), 3 U. 34 M. Nachm. (mit 1., 2. und 3. 6L), 6 11. 15
M. Nachm. (mit 1., 2-, 3 und 4. 61.), 7 U.
35 M. Nachm. (mit 1. und 2. 61.), 8 U. 55
' M. (mit 1., 2., 3. und 4. 61.), 6 U. (mit
_ n und 4, 6t.)___
^ranfflittet Viehffrarkt.
Frankfurt, 14. Aug. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Der starke Verbrauch vo» Kalbfleisch in den Bädern bewirkte eine abermalige Preissteigerung bet raschem Verkauf. Angetrieben waren: 300 Ochsen, 280 Kühe und Rinder, 200 Kälber, 400 Hämmel und Schafe. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual fl. 37 — 38, 2. Qual, fl. 35, Kühe 1. Qual. fl. 32, 2. Qual. fl. 30, Kälber fl. 32—33, Hämmel fl. 30.
! Frankfurter Börse.'
11. August 1871,
Bundesanleihe 5% 100% P.
Preußen 5% Oblig. 100%8 bz. Nassau 4% Oblig. 90% G.
Kurbessen 4% Oblig. 91% G.
Bayerische 5% Oblig. 101% bz.
Bayern 4%% Ijähr. 99 bz.
„ *%% '/-jähr. 99% bz.
„ 4% Ijähr. 93% G.
Württemb. Anleihe 5% 102% bz aßütteinb. 4%%Dbltii. 98'% bz „ 4% Oblig. -.......
93% G.
.. 91% G.
Badische Anleihe 5% 102 P.
Baden 4%% Oblig.
4% Oblig
98% bz.
I „ 4% Oblig. 91% G. j Großh. Hess.Änleihe5V, 103 G.
Gr. Hessen 4% Oblig.
Oesterr. Silberrente
„ Papierrente
Amerik. Bonds 1881r
„ „, 1882t
„ .. 1885t
95%
58%
49%
101%
96%
G.
bz. bz. bz. bz.
96% bz.
Bank- 8» Credit-Actien.
Darmst. Credit 386 bz. lOesterr. Creditanst. 280%, bz.
Oesterr, fl. 250 v. 1839 237 G.
„ „ 250 „ 1854 78 bz.
,. ,. 500 „ 1860 87 bz.
„ 100 „ 1864 136 bj.
Oest.Lreditanst.v. 1858 176 G. Madrider Fr. 100 3% 22% bz.
Eisenbahn-Älcticn ;
Alföld-Flume 5% 170% bz.
Böhmische Westb. 5% 245% bz.
Hessische Ludwigb. 4°/„ 156% bz.
Oberhessische 3'/, °/„ 79% bj.
Oest.Sdb.(Lmb.)5°/, 173% bz.
Taunusbahn — — G.
Ungar. Ostbahn 5% — P,
Wechsel.
Amsterdam k. K. 99% bz.
Augsburg L S. 99% G. Berlin k. S. 105 bz.
Bremen k. S. 96 P.
Cöln f. S. 105 bz.
Hamburg f. S. 87 %6 bz.
London k. G. 117 ’/., bz.
Paris k. S. 92% bz.
Wien k. S. 96% bz.
dttto t. S. 96*% bz.
Disconto 3 % % ®.
Prioritäten.
5% Slis-b-thb. 78% bz.
3% Livorneser E.-B. 35 bz
6% Oesterr. Südb. 74V, G. 3% Oesterr. Staatsb. 58% bz. !5% Toskan. Sentratb. 54% bz.
Ankohensloose.
3 % % Preuß.ulOOTAr. — P. Kurheff. st 40 Thlr. 67% ^. Raff, ä 95 fl. 41 G.
4°/«Bayer.ä100Thtr. 111% bz 4% Bad. ä 100 ,. 110% %.
Badische ä 35 fl. 71% G.
Großh. Hess, ä 50 fl. 175 bz. i „ „ a 25 fl. 84% bz.
pleld sotten.
Pr.Kassenfcheim fl. —
. Friedrichsd'or,, 9.58—59
Pistolen „ 9.38—40
Holt. fl. 10-L-tücke „ 9.55 -57
Ducaten „ 5.33—35
Navoleonsd'or „ 9.18%—19%
Dollars in Gold „2.25-26
KSKC^iaSSMiÄ^^ .,>WW^t^^
Vermischtes.
— Wie man der „B. B.-Ztg." mittheilt, wird die deutsche Militair- Verwaltung im Stande sein, bis zur nächsten Reichstags- session einen ungefähren Ueberschlag über die Kosten des letzten Krieges zu machen. Dieselben werden nicht entfernt nach der Höhe der zur Verausgabung gelangten Anleihebeträge zu bemessen sein, da zu den Kriegskosten die Abnutzung des Kriegsmaterials kommt, daS durchgehends ersetzt werden muß. Das artilleristische Material ist namentlich sehr mitgenommen worden und kann nicht durch Reparatur in den früheren Zustand versetzt, sondern es muß ganz neu hergestellt werden. Ein. Verlust an Pferden liegt nicht vor. Es sind allerdings sehr viele gefallen, aber die Beute war so groß, daß der Pferdebestand innerhalb der Armee nach dem Kriege zahlreicher war, wie bei Beginn des Feldzuges. Total abgenutzt sind die Uniformen der Mannschaften, so daß neue seit lange haben beschafft werden müssen. Allein nach der Capitulation von Metz gelangte die Armee-Verwaltung zu so umfassenden Quantitäten französischer Tuche, daß der Verlust, der durch rasche Abnutzung der Uniformen entstanden war, reichlich durch die erbeuteten Vorräthe ersetzt ist. Auch der Sieg bei le Maus führte uns erhebliche Tuchmassen zu. Am meisten fallen ins Gewicht die Ausgaben für die Ernährung der Armee. Obwohl sie den ganzen Feldzug hindurch in Feindes Land stand, hat sie sich, bis auf unbedeutende Requisitionen, die kaum in Betracht kommen können, durch deutsche Vorräthe erhalten oder es wurde in Feindes Land für deutsches Geld der Bedarf gedeckt. Für Hafer, Mehl, Brod, Fleisch, Wein u. s.w. wurden die höchsten Preise gezahlt, Preise, die der Pariser Markt nie gekannt hat. Während beispielsweise hier der Hafer für 2| Thlr. zu haben war, wurde er in Lagny, Orleans, Amiens und Rouen mit 8 Thlr., durchschnittlich mit 71 Thlr. bezahlt. Eben so hatte Schlachtvieh einen drei Mal höheren Preis wie hier. Das Gleiche gilt von den Medicamenten für die Lazarethe, von gutem Rothwein und Cognac,' von Gemüse und vielen anderen Gegenständen. Die Berechnung der Summen, die Deutschland in Frankreich ausgegeben hat, wird den letzten Beweis dafür abgeben, daß der Krieg mit größter Schonung gegen die feindliche Bevölkerung geführt worden ist. (Eöin. 3ts.)
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Gedruckt und verlegt in der BuLdruckerei des vereinigten evangel. Waisenhauses.
— Es regt sich schon wieder, wie die „Trib." bemerkt, in Frankreich das Verlangen nach einer neuen Umwälzung. Ganz unumwunden sprechen Pariser Journale bereits von Bestrebungen, die dahin gerichtet wären, ein Triumvirat zu bilden, das die gegenwärtige Exekutivgewalt, deren Chef Thiers ist, verdrängen und die Nationalversammlung in Versailles sprengen würde. Man macht schon kein Hehl aus den Namen, deren Träger sich zu dieser glorreichen Aufgabe verbunden hätten. Es sind Gambetta, Faidherbe und Chanzy, — der Kriegsminister der September-Republik, der den Widerstand gegen die deutschen Armeen organisixt und in wenigen Wochen Frankreich mehr erschöpft hat, als in früheren Zeiten vieljährige Kriege es zu erschöpfen vermochten, und die beiden Generale, die nach ihren Selbstbekenntnissen das Problem gelöst Haben, fortwährend Niederlagen zu erleiden und dennoch siegreich zu bleiben.
Wir wissen nicht, wie es sich mit diesen Absichten verhalten mag. Herrn Gambetta sehe ein solches Project allenfalls ähnlich. Wenn man sich aber bemüht, es den Franzosen schon dadurch mundgerecht zu machen, daß man sagt, der Sturz des Thiers'schen Regiments werde Frankreich in die Lage brfngen, den mit Deutschland geschlossenen Frieden abzuschütteln und die Revanche zu beschleunigen, nach der jedes französische Herz sich sehne, so verräth man damit allein schon die Grundlosigkeit des ganzen Planes. Wir trauen Gambetta und seinen Freunden alle erdenklichen Tollheiten zu, aber für die, schon jetzt mit Deutschland anzubinden, halten wir ihren Wahnsinn doch noch- nicht für reif genug.
— Um die „ Fachkenntnisse und den Ausdruck' selbstständigen Denkens" unter den Offizieren der englischen Armee zu fördern, hat der Herzog von Wellington, der Sohn des großen Feldherrn, in Uebereinstimmung mit dem Oberbefehlshaber der Truppen, hem Herzoge von Cambridge, einen Preis von 100 Guineen ausgesetzt für die beste Schrift über dasjenige System von Feldübungen, wodurch die britischen Truppen am besten in den Stand gesetzt werden, einer continentalen Armee zu begegnen. Nur englische Offiziere können als Bewerber auftreten.