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Frankfurter Visenb hnen Dom 81. Juli an.

Frankfurt-Hanauer Bahn.

Abgang: 5 7* 7, 8* 8,,* 9,, 11» 12,/ 12.;» U* 2i0 4,, 7* 7* 9 10,5».

Ankunft: 5* 75 8,,* 8.,» 1030 12 125» 2 3» t,? 4.,* 7 7* 810* 8» 9.3 10.

Main-Neckar-Bahn.

Abgang - 6 8, 1030* 1 3 7,. 9.»

Ankunft: 6,5 9 1 4 5,5* 8 1081.

Main-Weser-Bahn.

Abgang: 5. 7,* 9., 12S0 2 5IS» 8 1059*.

Ankunft: 5 7,5 9.J, 9» 185 6,5 9* 10.,.

Offenbacher Eisenbahn.

Abgang von Frankfurt: 6 7 10, 1,, 5 8., 10.,. Saa-senhausen: 65, 8 9 10., 11 l,o 2,v 4 ö,, ß,, 7,5 8,, lO,,.

Ankunft in Sachsenhausen: 5., 7,, 8,0 9., 11., 12,o 2<d 3$0 45o 6IO 7., 8 960.

Ankunft in Frankfurt: 5,, 7 9,, 12,, 5 8,, 10.

Taunus-Eisenbahn.

Abgang: 6 6 7 »9 10* 11 2* 3 4* 6

Ankunft: 7«, 10, 11 12,* l80 3., 5,,*8, 8,,* 9., 10,. n*.

Höchst-Sodener Zweigbahn. Abgang: 6., 9 10,, 11 2 3 6.

Ankunft: 7.5 95, 12, 3., 8., 8.

Hamburger Eisenbahn.

Abgang: 7 105* 12.5 2 4.* 6,, 8 10., 11*.

Ankunft: 6.5 8.5 ll80 l.o 3.3* 5 8 9 11*

Hessische Ludwigs-Bahn.

Abgang: 5,3 7,,* 95* 10* 1* 2., 4.,* 7l0 8 * 10 * Ankunft: 6°, 7.5* 9 11* 2.» 4;. 6,, 65^8,. 10.,* 11*.

Die mit * bezeichneten Ziffer sind Schnellzüge.

Ankunft u. Asiganq -er Walsnzuge vom LS. Juli L82L ab.

Bebra-Hanauer Eisenbahn.

Von Hanau nach Bebra: 6 U. 35 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. Cl:), 8 U. 45 M. Vorm. (mit 1. und 2. 61.), 10 U. 10 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. 61.), 1 U. 10 M. Nachm. (Abf. Frf.-Han. Bahnhof, mit 1., 2. und 3. 61.), 3 U. 30 M. Nachm. (mit 1., 2., 3. und 4.61.), 7U. 53 M. Nachm. (mit 1. unb 2. 6t.), 10 U. 25 M. Nachm. (mit 2., 3. und 4. 61.) Von Bebra (Ankunft in Hanau): 8 U. 5 M. Vorm. (mit 1. und 2. 6t.), 11 U. 10 M.

Frankfurter Börse.

25. Juli 1871.

Bundesanleihe 5% 101% bz.

Preußen 5% Oblig. 101'/, bz. Nassau 4% Oblig. 97% P Kurbelten 4% Oblig. 88% P. Bayerische 5% Oblig. 100% bz. Bayern 4% % ljäkr. 98% bz. 4%% %i<tt. 98% bz. 4% Ijähr. 93 G. Württemb. Anleihe 5"/, 101% bz 2üüttemb. 4%%£)bhg. 97% bz. 4% Oblig. 91 P. Badische Anleihe 5% 101% G. Baden 4%% Oblig. 97% bz. , 4% Oblig. 90% bz. Großh.Hess.Änleihcö^ 102 bj. Gr. Hessen 4% Oblig. 95 G. Oesterr. Silberrente 56%, bz. Papierrente 48% bz. Amerik. Bonds 1881r 99%, bz. 1882t 96%, bz. 1885t 96", G.

Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. 61.), 3 U. 34 M. Nachm. (mit 1., 2. und 3. 61.), 6 U. 15 M. Nachm. (mit 1., 2., 3 und 4. 6t.), 7 U. 35 M. Nachm. (mit 1. und 2. 61.), 8 U. 55 M. (mit 1., 2., 3. und 4. 6t.), 6 U. (mit 2., 3. und 4. 6t.)

Frankfurter Viehmarkt.

Frankfurt, 31. Juli. Der heutige Viehmarkt war gut in Quantität befahren. Es waren ange­trieben: 340 Ochsen, 300 Kühe und Rinder, 260 Kälber und 600 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual fl. 36, 2. Qual. fl. 32'/,32, Kühe 1. Qual. fl. 30, 2. fl. 28, Kälber ft. 30, Hämmel fl. 28'/,.

Bank- S» Credit-Actien. )

Oesterr. fl. 250 v. 1839 - P.

iDarmst. Credit 372a5 bz.

-Oesterr. Credttanst. 274%. bz. 3

1 i

Eisenbahn-Actien Alföld-Fium- 5%, 169 bz. .

: Böhmische Westb. 5% 241 G.

Hessische Ludwigb. 4%, 156 bu

Oberhessische 3% % 76 bz. 1

O-st. Sdb.(Lmb.)S°/. 172%. bz. j Taunusbahn 365 G. 5

Ungar. Ostbahn 5%, --

250 1854 76% G> ,. 500 1860 87'/, bz. 100 1864 134 bz.

Oell.Creditanst.v.I858 173 G.

Madrider Fr. 100 37» 22'/, bz.

IßccbfeL

Amsterdam f. S. 99%, bz.

Augsburg, k. S. 99%. G.

Berlin k. S. 105 bz

Bremen k. S. 96% P.

Prioritäten.

]5% Elisabethb. 78 bz. '

3%, Livorneser E.-B. 32% bz

3% Oesterr. Südb. 73% bz.

13% Oesterr. Staatsb. 58 bz

5%, Toskan. Sentratb. 52%, bz.

Cöln k. S. 105", bz.

Hamburg t. S. 87'/. bz.

London f. S 117'%, bz.

Parts k. G. 93 bz.

Wien k. S. 95%. bz.

ditto t. S. 95%. bz.

Disconto 3'/,% G.

Aulehensloosc.

3' ,°/, Prcuß.ütOOTHlr. P. Kurheff. ä 40 Tblr. 67 bz Raff, a 25 fl. 39%, G

s^°/ Bayer, a tOOTblr. 109%. bz 4% Bad. st 100 108% bz

Badische st 35 fl. 67 G

G"oßh. Hess, st 50 st. 172% bz.

st 25 ft. 50 P.

Koldsorton.

Pr.Kassenscheine st. , Frievrichsd'or,, 9.5859

Pistolen 9.3941

Holl.st.tO-Stücke 9.55 -57

Ducaten 5.3436

^Navoleonsd'or 9.19 7,-20'/, lDollars in Gold 2.24'/,25'/,

Vermischtes.

Wie es heißt, hat der Bundesrath in Folge des einmüthigen Protestes des deutschen Handelsstandes das von der würtembergischen Regierung angeregte Project der Einführung des Tabaksmonopols fallen lassen. <Cöln. 3tg.)

Laut eingegangener amtlicher Berichte hat die Rinderpest in Frankreich noch nicht aufgehört, wenn auch etwas nachgelassen. Sie dürfte dort noch lange anhalten, da man sich nicht entschließen kann, alles auch nur der Rinderpest verdächtige Vieh sofort zu todten, wie ! dies im Deutschen Reiche gesetzlich feststeht.

Um den Beamten und Unterbeamten der Postverwaltung die Fürsorge für ihre Familiendurch das heilsame Mittel der Lebens- I Versicherung nach Möglichkeit zu erleichtern", hat das Reichs-General- Pvstamt mit einer Anzahl von Lebensversicherungs - Anstalten Ab­kommen geschlossen, durch welche denjenigen Beamten, die ihr Leben durch die Vermittlung der Postbehörde bei den betreffenden Gesell­schaften versichern, eine Ermäßigung der tarifmäßigen Versicherungs- Prämieu und sonstige Erleichterungen der Versicherungs-Bedingungen gewährt werden. Die Prämienzahlung erfolgt gegen eine entsprechende Zinsenvergütung in Monatsraten durch Gehaltsabzüge. Ein Zu­schuß aus Postmitteln wird für die auf Grund der Abkommen zn schließenden Versicherungen nicht gewährt.

DasSiecle" theilt den Text der von der Commission der Armee-Organisation vorgeschlagenen allgemeinen Dispositionen mit, 1 sie sind die folgenden:

Art. 1. Jeder Franzose ist verpflichtet, den persönlichen. Mili i tairdienst zu leisten. Art. 2. Bei den französischen Truppen existirt keine Geld- oder andere Engagements-Prämie. Art. 3. Von 20 bis 40 Jahren kann jeder Franzose, welcher nicht für jeden Militair- dienst unfähig erklärt worden ist, berufen werden, an der activen Armee und den Reserven, nach dem vom Gesetze bestimmten Modus, Theil zu nehmen, Art. 4. Die Einstehung ist aufgehoben. Die Dienstenthebungen, mit den vom Gesetze specificirten Bedingungen, sind nur als definitive Befreiung zu ertheilen. Art. u. Die unter den Fahnen befindlichen Militairpersonen können in keinem Falle

Theil am Votum nehmen. Art. 6. Außer der Armee und der Reserve hat kein bewaffnetes organifirtes Corps zu bestehen.

Die Geistlichkeit des Arrondissements von Belfort hat an den Papst das Gesuch gerichtet, daß ihr Bezirk von der Diöcese von Straßburg getrennt werde. Sie wolle nichts mit Deutschland zu thun haben.

Die Verhaftungen werden in Paris immer noch fortgesetzt, und am 28. Juli sind wieder 500 Gefangene aus dem Gefängnisse der Conciergerie nach Versailles tranSportirt worden. Das Verhör der Gefangenen wird mit einer solchen Langsamkeit behandelt und die Klagen der Familien Verhafteter werden so zahlreich, daß mehrere Deputirten die Absicht ausgesprochen haben, die Regierung deswegen zu interpelliren und eine Vermehrung der Jnstructionsrichter zu verlangen. Die Regierung, darüber beunruhigt, hat jedoch versprochen, daß die Jnstruction mit mehr Eifer geführt werden solle, und so ist die Interpellation unterblieben. Manche Pariser Familien sind in Sorge über das Schicksal von Verwandten, die in vielen Fällen nur deshalb verhaftet worden sind, weil sie sich gerade auf der Straße befanden, wenn die Versailler Truppen eine ihrer großen Razzias ausführten. Eine Anzahl, von Schweizer Familien verlangen dringend, daß man die verhafteten Schweizer, die ganz unbeteiligt an den Vorgängen der Commune waren, entweder vor Gericht stelle oder entlasse. Um den drohenden Verhaftungen zu entgehen, welche meistens auf irgend eine anonyme Denunciation hin vorgenommen werden, hat sich ein Theil der Arbeiterbevölkerung auszuwandern entschlossen. Bereits sollen mehr als 11,000 solcher Emigranten sich in verschie­denen englischen Häfen nach Amerika eingeschifft haben, und jeden Tag nimmt diese Zahl zu. Die Theuerung der Lebensmittel in Paris, welche immer steigt, trägt auch zu dieser Auswanderung bei. Viele der unglücklichen Arbeiter verlassen jedoch Paris ohne hinreichende Mittel zur Reise, und man erfährt, daß eine große Anzahl von ihnen in Liverpool oder anderen englischen Hafenplätzen liegen geblieben und - im traurigsten Elende sind. Wenn die Herren in Versailles glauben, die'Republik durch ihre Maßregeln in Frankreich populär zu machen, so irren sie sich sehr. Das Mißvergnügen wächst mit jedem Tage.

Gedruckt u id verlegt in bei Buckdruckeret des vereinigten evangel. Watienbanses.