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Waaren- und Producten-Berichte.

(A. d. Franks. Presse.)

Frankfurt, 3. Juli.

Walzen effect. hics. und wetterauer 14% a 15%, fränkischer —, fremder 13% a 14%, per diesen Monat 14% B. % G., per Oktober 14% B. 14 G., per November 14% B. 14 G.

Roggen effect. hies. 11, fränkischer — —, per diesen Monat 1O‘%2, per Oktober 11, per Nov. 11.

Hafer effect. hiesiger 10 a %, fränkischer —, fremder —, per diesen Monat 10, per Okt. 9, per Nov. 9.

Rüböl effect. hies. ohne Faß 26, per diesen Monat 26, per Oktober 25 %.

Frankfurt, 3. Juli. Der heutige Viehmarkt

war sehr gut befahren. Die Preise waren etwas niedriger als auf dem vorigen Markte. Hämmel waren in Folge von Ankäufen für Frankreich an­gezogen. Angetrieben w'ren: 380 Ochsen, 260 Kühe und Rinder, 210 Kälber und 500 Hämmel. DiePreise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 35-36 fl., 2. Quil. 34 fl. ; Kühe 1. Qual. 31 fl., 2.

Qual. 29 fl.; Kälber 30 fl.; Hämmel 30 fl.

Tarif für Retourbilette.

Von Hanau nach Frankfurt:

I. Kl. 1 fl. 9 kr., II. Kl. 45 kr., III. Kl. 33 kr.

Bon Hanau nach

1 thl.sg.

2 Kl.

thl.sg.

3. K thl.sg

Langenselbold....

. - 10

— 7

- 4

Meerbolz.....

. — 16

— 11

— 7

Gelnhausen ....

. — 18

- 12

— 8

Wächtersbach ....

. - 27

— 18

— 11

Salmünster ....

. 1 2

— 22

— 14

Steinau.....

. 1 8

- 25

— 16

Schlächtern ....

. 1 12

- 28

— 18

i Elm.......

. 1 19

1 3

- 21

Flieden......

. 1 27

1 8

— 24

I Neuhof......

. 2 1

1 11

— 26

Fulda......

. 2 12

1 18

1 —

! Hünfeld.....

. 2 26

1 27

1 6

i Burghaun.....

. 2 29

2 —

1 7

i Neukirchen.....

. 3 6

2 4

1 10

Hersfeld.....

. 3 17

2 11

1 15

- Bebra......

. 3 27

2 18

1 19

Vermischtes

London, 1. Juli. Die Pall Mall Gazette hält uns Deut- Pildung zu erwerben, ist keineswegs ausgegeben. Vielmehr dürfte schen eine lange Predigt. Sie ist der Ansicht, daß die deutschen in der nächsten Zeit darüber bestimmt werden, in welcher Weise Zustände wenig beneidenswerth seien, weil die Auswanderung nach diese Offiziere zu akademischen Lehrcursen herangezogen werden Amerika im Zunehmen begriffen sei, und glaubt wohl, daß politische sollen, die bei schon bestehenden Militär-Bildungsanstalten für diesen Unzufriedenheit den Deutschen in die Fremde treibe. Sie weiß Zweck Statt finden würden." eben nicht, daß während des KriegeS die Auswanderung sehr abgc:

nommen hatte und sogar viele Deutsche aus Amerika in die be­drängte Heimath zurückgekehrt waren. Diese Verminderung gleicht sich jetzt nach einem wohlbekannten volkswirthschaftlichen Gesetze einfach aus. Die Pall Mall Gazette glaubt ferner, in der durch die Errichtung des Deutschen Reiches doch von selbst gebotenen ' Reorganisation des Heeres und in den in Aussicht genommenen

v schriftlich auszustellenden Revers seine Unterschrift unter der Adresse,

Kustenbefesttgnngen eme neue Gefährdung des Kriedens sehen zu roe[^e die Professoren der Hochschule in der Unfehlbarkeitsfrage vor muffen, und fo^>ert Deutschland auf, möglichst bald zu entwaffnen, einiger Zeit an Herrn v. Döllinger gerichtet, widerrufe. Herr Prof. um das Deutsche Reich wirklich, tote es versprochen worden, zu - $ - - " — - ' - '

einem Reiche des Friedens zu machen. Die Zeitung scheint jedoch

ganz zu übersehen, daß den Franzosen wieder der Kamm schwillt (darüber möge die Pall Mall Gazette einen sehr verständigen Ar­tikel in der heutigen Saturday Review nachlesen) und daß eine noch bedentendere Verminderung, als das deutsche Kriegsheer schon erfahren hat, augenblicklich ‘ wenig gerathen wäre. Ferner — und das ist der Hauptpunkt — möge sie bedenken, daß an England eine Hauptschuld liegt, wenn die Kriegsvoranschläge nicht nur in Deutsch­land nicht erheblich vermindert, sondern in England selbst stark erhöht werden. Hätte England, als Napoleon ohne den leisesten Grund Deutschland mit Krieg überzog, den Muth gehabt demselben mit einem Veto entgegenzutreten, ihn in die völkerrechtliche Acht zu erklären, so wäre der Krieg wahrscheinlich vermieden worden und die Zeitlage jetzt durchaus verschieden. Daß Deutschland durch diesen Krieg groß und einig geworden, können wir freilich am allerwenigsten bedauern, aber Englands Verdienst ist das gewiß nicht. (®öm. 3t9.)

Das Mil.-Wchbl. theilt Folgendes mit: „Der Gedanke, Offizieren, welche im Feldzuge 1870/71 durch Auszeichnung dem Feinde ihre Stellung ohne Examen erreicht haben, noch Gelegenheit zu geben, sich die erforderliche sachwissenschaftliche

den vor jetzt Aus-

Der Corr. v. u. f. D. schreibt aus München vom 30 Juni: „Der Professor des römischen Rechts an unserer Universität Herr Dr. Zenger, ist diesen Nachmittag im 73. Lebensjahre ge sterben. Derselbe hatte vor einigen Tagen den Empfang der Sterbesacramente gewünscht, der ihm jedoch von dem betreffenden Geistlichen auf so lange verweigert wurde, als er nicht durch einen

Zenger hat mit vollstem Bewußtsein diesen Widerruf entschieden abge­lehnt. Derselbe empfing hierauf ganz nach den rituellen Vorschriften die Sterbesacramente durch Herrn Prof. Dr. Friedrich, dem hierzu von Herrn Pfarrer Reuftle in Mering die Hostie und das Oel zugesendet wurde. Da die Geistlichen das kirchliche Begräbnis verweigerten, so wird auch dieses von Herrn Prof. Friedrich voll­zogen und ihm von der Universität die benöthigten Paramente hierzu zur Verfügung gestellt werden."

Sämmtliche in Dänemark bisher bestellte Consuln des Nord­deutschen Bundes, der Gencral-Consul A. Quehl in Kopenhagen an der Spitze, sind vom Könige als Consuln des Deutschen Reiches anerkannt und mit dem Exeguatur versehen worden.

— Das „Journal officiell" fühlt sich zu folgender Apostrophe veranlaßt: „Gestern hatten wir eine Anleihe von zwei Milliarden gefordert und haben fünf Milliarden erhalten. Heute zeigen wir Europa eine Armee von hunderttausend Mann von Tapferkeit be­seelt, in bewunderungswürdiger Weise geführt, welche soeben die Civilisation gerettet hat. Frankreich, seit den letzten Unglücksfällen, welche durch die Fehler des Kaiserreichs verschuldet waren, des Glückes entwöhnt, beginnt seiner wieder bewußt zu werden und sich zu fühlen." Hoffentlich wird ihm nicht wieder so wohl werden, wie dem Esel, der aufs Eis ging. <Trib.)

Verzeichnis der durch Reichsgesetz vom 8. Juni c. in Deutschland zugelassenen ausländischen Prämien An leihen welche bis zum 15* Juli c. zur Abstempelung eingereicht werden müssen, um in Deutschland geschäftlich eirculireu zu dürfen.

Belgien. Communal-Credit-Anleihen von 1861 und 1868; Brüsseler Stadt-Anleihen von 1853, 1856, 1862 u. 1867; Antwerpen von 1859 u. 1867; Lüttich von 1853, 1860 und 1868; Gent von 1868; Ostende von 1858. Frankreich. Pariser Stadt-Anleihen von 1852, 1855, 1860, 1865 und 1869; Bordeaux von 1863; Lille von 1860^ 1863 und 1868; Roubaix und Tourcoing von 1860; Anleihe des Credit foncier von 1861; Suez-Canal-Loose von 1868. Italien. Sardinische von 1850; Staats- von 1866; Florenz von 1868; Neapel von 1868; Mailand von 1861 und 1866; Venedig von 1869; Genua von 1870; Bari von 1869; Reggio-Anleihe der Stadt und Provinz von 1871 ; Lecce Provinzial- von 1867 und Barletta von 1870. Niederlande. Rotterdamer von 1868; Prämien- Antheilscheine Raab-Graz von 1871: Niederländische Communal-Credit von 1871. Oesterreich und Ungarn. Staats-Anleihen von 1839, 1854, 1860 und 1864; Ungarische von 1870; Donau-Regulirungs- von 1870; Triester von 1855 und 1860; Mailand-Como-Eisenbahn- von 1847; Donau-Dampfschifffahrts- von 1857; Ofener von 1859; Stanislaw von 1859; Credit-Loose von 1858; Rudolfs- von 1864; Fürstlich Clary'sche; St. Genois d'Ancoucourt; Keglewische; Palffh; Salm Reifferscheidt'sche; Waldenburg Wartenberg'sche; Windischgrätz'sche. Rumänien. Burkarester. Rußland. Staats-Anleihe von 1864 und 1866, und Finnische 10-Thaler-Loose. Schweden. 10-Thaler-Loose. Schweiz. Freiburger 15- nnd Neuschateller 10-Franken-Loose. Spanien. Madrider von 1869. Türkei. 400 Franken-Loose.

Gedruckt und verlegt in der Buchdruckerei des vereinigten evangel. Waisenbauses.