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AbonueÄrentsvreis

Jährlicher (incl. StempeN 1 Thlr. 12 ggr. 10 Hir.

Halbjahr!. 21 5 ,.

Werteljährl. , 10 9

Das einzelne Blatt , 1 ,

Inferrionssrcte:

Für Sie iffaltige Garmonözeüe »Lcr Leren -u Sas erste Mal »/r, die fslgcnSe» Mate V» S»r- 2fyaltige lVa,3 4

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Hamuer Kreisblatt.

Erscheint MittMSrÄs und Saimstogs.

Inserate für dieses Blatt werden außer bei der Expedition dieses Blattes auch bei der Jäger'schen Buck-, Papier- u. Landkarten-Handlung zu Frankfurt a. M. sowie bei E. Schlotte, Expedition für Zeitungs-Annocen in Bremen und dem Annoncen-Bureau von Th. Dietrich & Ev.

Kassel entgegengenommen.

M Mr.

Samstag, den 10. Juni.

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Amtlicher Weil.

Bekanntmachung.

Bei der, dem Plane gemäß, heute vor Notar und Zeugen stattgefundenen 52sten Serien-,Zfehung des vormals kurhessischen, bei dem Bankhause W A. v. Rothschild und Söhne zu Frankfurt a. M. aufgenommenen Staats-Lotterie-Anlehns vom Jahre 1845 sind folgende 60 S^ien-Nummern gezogen worden:

'60, 73,* 274, 503, 504, 671, 984, 985, 1027, 1080, 1186, 1187, 1228, 1828, 1904, 2017, 2056, 2196, 2509, 2524

2573, 2589, 2713, 2967, 3128, 3264, 3273, 3282, 3568, 3577, 3730, 3762, 4162, 4230, 4268, 4407, 4460, 4555- 4619, 4724, 4907, 4938, 5168, 5309, 5355, 5703 5815, 5871, 5964, 5981, 5998, 6006, 6095, 6259, 6268, 6441, 6470, 6539, 6644, 6704.

Wir bringen solches hierdurch zur öffentlichen Kenntniß.

Caffel, den 1. Juni 1871.

Königliches Regierungs-Präsidium:

von Karde-sberg. 1

Unter Bezugnahme auf meine Bekanntmachung vom 2. d. M. in Nr. 37 des KreisblatteS weise ich die Herren Ortsvorstände an,, strengstens daraus zu sehen, daß Blatternkranke, selbst dann, wenn sie krankheitsverdächtig sind, in keinem Falle zum Weiter­transport gelangen, vielmehr am Ort behandelt werden.

Hanau, den 3. Juni 1871.

Der Landratb: J. B. Bande.

,Die Synagogen-Aeltesten des Kreises haben die geführten Geburts-, Trauungs- und Sterbe-Register binnen 8 Tagen zur Revision auf das landräthliche Bureau einzusenhen. Die Ortsvorstände wollen dieses den Gemeindeältesten eröffnen.

Hanau, den 3. Juni 1871.

Der Landrath: D ebwttet.

Vaterländischer

Verein zur Rettung Schiffbrüchiger.

Aufruf!

Der Geist der alten Hansa schwebt segnend über unserem Seewesen. Tausende von stolzen Schiffen tragen unsere Flagge hinaus bis an die fernsten Küsten des Weltmeeres. Zwanzig Tausend unserer Söhne, unserer Brüder, haben sich dem ewigen Kampfe mit den Elementen geweiht, um für das Heimathlanv die Segnungen des Weltverkehrs zu erringen. Blühende Städte, reiche Häuser, ein großer Theil unseres Wohlstandes und unseres Wohllebens sind die Früchte ihrer Arbeit, ihrer Mühen. Mit Stolz rönnen wir uns zu den großen seefahrenden Nationen rechnen. Alle Erzeugnisse der Colonien werden uns in reichem Maaße zugeführr. Nie fehlt es in unseren Werkstätten und Fabriken an den Rohprodueten, welche von Millionen fleißigen Händen zu den feinsten, schönsten Waaren verarbeitet, auf allen Märkten der Welt, bon Amerika bis China, gesucht und gut bezahlt werden. Ja, unsere Seeleute sind es, welche die Erzeugnisse unserer Industrie erst recht zur Geltung, zum Absatz bringen! Sie führen ein schweres, gefahrvolles Leben, welches oft in Schrecken und Graus ein plötzliches Ende findet, Wir haben eine fast 200 Meilen lange Küste, an der im Herbst und Winter die Brandung wüthet, gepeitscht vom fliegenden Sturm. Wie mancher unserer Brüder, der nach jahrelanger Fahrt voll Hoffnung, voll Sehnsucht der Heimath zueilt, muß hier kurz vor dem sicheren Hafen scheitern und zu Grunde gehen! Ja, unsere Kiste ist eine gefährliche mit ihren Riffen und Sandbänken, pud wir haben die heilige Pflicht, für die Rettung der armen Schiffbrüchigen zu sorgen. Nicht allein unsere eigenen Seeleute, sondern die ganze Welt kann dies von uns erwarten, denn' auch Tausende von fremden Schiffen laufen in unsere Häfen ein. England hat an feinen Küsten 500 Rettungs­stationen Händen von Privat-Bereinen. Wir besitzen nur etwa den achten Theil davon.

Es ist dies ein Anfang, den wir vor Allem' dem segensreichen Wirken der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, deren Borort Bremen ist, verdanken. Viel, sehr viel bleibt aber noch übrig zu thun. Viele Meilen unwirthbaren Strandes fmd noch unbesetzt. Wir fordern daher alle unsere Landsleute auf, sich, mit uns zu vereinigen, um das Fehlende zu ergänzen. Wir beabsichtigen das Rettungswesen im weitesten Sinne des Wortes zu fördern. Es sollen Rettungsboote längs der ganzen Küste auf-