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Ankunft u. Akflang der Dahnzüge vom H. Mai 187» ab.

Frankfurt Hanauer Eisenbahn.

Die mit * bezeichneten sind Courierzüge und haben nur 1. u. 2. Klaffe.

Von Hanau nach Frankfurt: Vorm. *4 U. 6 M., *8 U. 5 M., 9 U., 11 U. 45 M.; Rachm. 1 U. 25 M., 4 U. 51 M., 7 U. 35 M., *8 U. 2 M., 9 U. 13 M, 10 U. 10 M.

Von Frankfurt nach Hanau: Vorm. 5 U. 25 M., *7 U., 7 U. 30 M., 8 U. 18 M., »11 U. 5 M., 11 U. 15 M.; Nachm. »1 U. 40 M., 2 U. 40 M., 4 U. 20 M., *7 U. 28 M., 9 U. 45 M., *10 U. 15 M.

Von Hanau nach Aschaffenburg: Vorm. *7 U. 22 M., 8 U. 20 M., *11 U. 27 M.; Rachm. *2 U 2 M., 3 U. 15 M., 5 U. 30 M., *10 U. 37 M.

Don Aschaffenburg nach Hanau: Vorm. *3 U. 30 M., 7 U. 30 M., 10 U. 20 M.; Rachm. 12 U. 30 M., 3 U. 45 M., »7 U. 25 M.

903

41422 49230 52212 53380 59294 und 60173 gewinnen je 30 fl.

Frankfurt, 6. Mai. Hauptpreise: Nr. 10056, 10106, 12813, 12884, 14126, 15081, 17455, 19361, 22278 und 25242, je fl. 1000; Nr. 2005, 8198 und 13727, je fl. 3C3. — Am 8. Mai. Hauptpreise: Nr. 5250 fl. 4000; Nr. 12924, 13740 und 17952, je fl. 1000; Nr. 13751, 14014, 15183 und 15452, je fl. 300. — Am 9. Mai. Hauptpreise: Nr. 22931 fl. 4000; Nr. 19294 fl 20C3; Nr. 2179, 3320, 4827, 8132, 10780, 12702 und 15010, je fl. 1000; Nr. 8375, 8934, 12923, 14631, 16675 und 17371, je fl. 300.

Schwedische 10 Thaler-Loose. Ziehung am 1. Mai. Haupttreffer: Nr. 106065 Thlr. 8000, Nr. 139649 Thlr. 1000, Nr. 77046 Thlr. 500.

Waaren- und Producten-Berichte.

(A. d. Franks. Presse )

Frankfurt, 8. Mai.

Warzen effect. hies. und wetterauer 14 a 15, fränkischer 13 a 14, fremder —, per diesen Monat 14, per Juli 14'/, B. ‘/, G.

Rogaen effect. hies. 11, fränkischer —, per diesen Monat 11, per Juli 11% B. % G.

Hafer effect. hiesiger 10 a %, fränkischer —, fremder —, per diesen Monat 10‘/8, per Juli 10% B. %, G.

Rnböl effect. hies. ohne Faß 26%, per diesen Monat 26.

Frankfurt, 8. Mai. Der heutige Viehmarkt war gut befahren, und wurden von Auswärtigen nicht unerhebliche Käufe gemacht. Hornvieh hielt sich auf der seitherigen Höhe. Angetrieben w ren: 340 Ochsen, 280 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 35 fl.; 2. Qu:l. 33 fl. Kühe 1. Qual. 30 fl., 2. Qual. 2g fl. Kälber 26 fl.; Hämmel 26 fl.

Bebra-Hanauer Eisenbahn.

Von Hanau nach Bebra: 6 U. 35 M. Vorm. (mit 1., 2„ 3. und 4. Cl.), 8 U. 45 M. Vorm. (mit 1. und 2. Cl.), 12 U. Mittags (mit 1., 2. und 3. Cl.), 3 U. 26 M. Rachm. «mit 1., 2., 3. und 4. Cl.), 7 U. 53 M. Rachm. (mit 1- und 2. Cl.), 10 U. 52 M. Rachm. (mit 2. und 3. Cl.)

Don Bebra (Ankunft in Hanau): 7 U. 58 M. Vorm. (mit 1. und 2. Cl.), 11 U. 10 M. Vorm. (mit 1., 2., 3. und 4. Cl.), 4 U. 36 M. Rachm. (mit 1., 2. und 3. Cl.), 7 U. 28 M. Rachm. (mit 1. und 2. Cl.), 8 U. 55 M. Rachm. (mit 1., 2., 3. und 4. Cl.)

WerZoofungen

(Keglevich - L oose.) Bei der am 1. Mai in Pest stattgehabten Verloosung der Keglevich-Loose wurden folgende Num­mern gezogen: Nr. 39727 gewinnt 10,000 fl.; Nr. 57042 gewinnt 1500 xf(.; Nr. 1097 und 47079 gewinnen je 500 fl.; Nr. 3472, 27109 und 44036 gewinnen je 200 fl.; Nr. 5421 13095 40945 53421 und 63611 gewinnen je 100 fl.; Nr. 27971 39984 42602 45073 46677 und 66846 gewinnen je 50 fl.; Nr. 318 |3164 8049

Frankfurter Börse.

9. Mai 1871.

Bundesanleihe 5%, 100 bz.

Preußen 4%% Oblig. 93% bz. Nassau 4%% Oblig. 93% B Kurhessen 4% Oblig. 85% bz. Bayerische Anleihe 5% 100% bz. Bayern 4%% 1jähr'. 96% bz. „ 4%% '/-jähr. 96% bj „ 4% „ 89% bz. Württemb. Anleihe 5% 100% bz. SBürtemb. 4%%Obltg. 94% bz „ 4% Oblig. 88% G. Badische Anleihe 5% 100% bz. Baden 4 % % Oblig. 94% bz. „ 4% Oblig. 89 G. Großh.Hess.AnleibeS'/, 101% G. Gr. Hessen 4% Oblig. 92 G. Oesterr. Silberrente 55% bz. „ Papierrente 47% bz. Amerik. Bonds 1881r 99% bz. „ „ 1882r 97% bz. „ „ 1885r 96% bz.

Bank- 3> Credit-Actien. Darmst. Credit 347% bz. Oesterr. Credttanst. 265 bz.

Eisenbahn-Actien Alföld-Fmm- 5% 168 bz. Böhmische Westb. 5% 248 bz. Hessische Ludwigb. 4% 147% bz. Oberhessisch- 3% % 71 bz. Oest. Svb. (Lmb.) 5'/, 169% bz. Taunusbahn — 346 B. lUngar. Ostbahn 5% —

Prioritäten. 5% Elisabethb. 77 bz. 3% Livorneser E.,B. 32% bz. 6% Oesterr. Südb. 73 bz. 3% Oesterr. Staatsb. 56% bz. 5% Toskan. Centralb. 50% bz.

Anlehensloose. 3'/,'/. Preuß.LtOOTHlr. — G. Kurheff. ä 40 Thlr. 66 bz. Raff, ä 25 fl. 39 G. 4«/, Bayer, ü 100Thlr. 107% bz 4% Bad. ä 100 „ 106% bz Badische ä 35 fl. 60% 0 Großh. Hess, ä 50 fl. 172% P. „ „ ä 25 fl. 47%

Oesterr. fl. 250 v. 1839 236 bz. „ „ 250 „ 1854 72% ®. „ ,. 500 „ 1860 79% bz. „ „ 100 „ 1864 119% bz. Oest.Creditanst.v.1858 154% Ä. Madrider Fr. 100 3'/, 21'/, bz.

Wechsel.

Amsterdam k. S 100 bz. Augsburg k. S. 99% G. Berlin k. S. 105%, bz. Bremen k. S. 97 B. Cöln k. S. 105 bz. Hamburg k. S. 88%, bz. London k. S. 119%, bz. Parts k. S. 94% B. Wien ' L S. 95 bz. ditto t. S. 95*/, bz. Disconto 3%%.

Geldsorten.

Pr.Kafsenscheine ft.1.45—% „ Friedrtchsd'or,, 9.58—59

Pistolen „ 9.45—47

Holl. fl.10-Stücke „ 9.55 - 57

Ducaten „ 5.36—38

Rapoleonsd'or „ 9.25%—26%

Dollars in Gold „ 2.27%-28%

Vermischtes.

Berlin, 7. Mai. Man hegt hier vielfach, so schreibt die „Cöln. Ztg.", die Erwartung, daß den Conferenzen in Frankfurt her Abschluß des Friedens in Brüssel rasch folgen werde. Der Reichskanzler hat sich dahin von denselben Herren, Grafen Hatzfeld und Lothar Bücher, begleiten lassen, welche in Versailles an den Verhandlungen über die Friedens-Präliminarien Theil genommen hatten. Der Magd. Ztg. wird darüber von hier aus geschrieben: „Hatzfeld hatte Thiers und Favre von den Vorposten bei ScvrcS abzuholen und in Versailles ihnen alle letzten Entscheidungen zu überbringen, während Bücher oblag, alles zu formuliren, was der Reichskanzler entworfen haben wollte. Es war bald genug bekannt geworden, daß sich mit Favre gut verhandeln ließ. Er zeigte sich stets loyal, und wenn auch jeder Zeit als ein Franzose vom Scheitel bis zur Sohle, so trug diese glühende Liebe zu seinem Vaterlande nur dazu bei, ihm die Achtung aller, die mit ihm zu verhandeln hatten, zu sichern. Favre müßte seit Ende Januar sich ganz und gar geändert haben, wenn es nicht möglich wäre, ihn von der Nothwendigkeit der strikten Jnnehaltung des Vorvertrages zu über­zeugen. Es wurden ihm Concessionen gemacht, die ein Anderer wahrscheinlich nicht erreicht hätte. So z. B. ließ man von der pariser Contribution 100 Mill. Fr. — 300 Mill. Fr. waren ge­fordert — nach. Auch Belfort sprach man ihm zu, und wir be­gnügten uns. mit einem Einzüge unserer Truppen in Paris blos bis zu den verhüllten Statuen auf dem Concordien-Platze. Alles das geschah auf Grund des Vertrauens zu der optima Läse so wohl Favre's wie des Chefs der Exekutivgewalt. In Frankfurt wird man Herrn Favre daran erinnern und nicht geneigt sein, von dem

Minimum unserer Forderungen, die in den Präliminarien nieder­gelegt sind, auch nur um eines Haares Breite abzulassen."

Als eine der wahrscheinlichen Ausrüstungs-Aenderungen der preußisch-deutschen Armee wird neuerdings der Ersatz der Lederkäppis bei der Landwehr durch den Helm der Linientruppen bezeichnet. Als Grund hiefür wird angeführt, daß im Verlaufe des letzten Krieges gerade diese eigenartige Kopfbedeckung mehrfach den Feind bestimmt haben soll, seine Hauptangrisse auf die von ihm als weniger kriegstüchtig angenommene Landwehr zu richten.

Vor Paris dasselbe Blutvergießen, dieselbe Verwirrung in Versailles und Paris. Die Fortschritte der Vcrsailler sind sehr langsam, aber sie finden statt. Um das Fort Jssy ist lebhaft gekämpft worden, und es befindet sich noch nicht im Besitz der Regierungstruppen. Die Pariser wollen es übrigens in die Luft sprengen, wenn sie es nicht mehr halten können. Hinter der En- ceinte (Stadtmauer) errichten sie eine neue Reihe von Erdbefestigungen und hinter diesen in den Straßen furchtbare Barrikaden mit Grä­ben. Es wird also noch viel, viel Blut fließen, wenn nicht in Paris selbst die Herrschaft der „Kommune" gestürzt wird. Diese hat, nach dem Vorbild von 1793, einen Wohlfahrtsausschuß ernannt, der die Stadt retten soll. Cluseret ist nicht nur ab­gesetzt, sondern auch verhaftet; man will ihm den Prozeß machen. In Versailles reibt man sich die Hände darüber, daß dieser, wie es heißt, fähige General beseitigt ist. - An seine Stelle trat Rössel, ein junger Mann von 26 Jahren, früher polytech­nischer Schüler.

Äedruckt und verlegt in der BuLdruckeret des vereinigten evangel. Waisenhauses.