Leipziger Banknoten, alle vor dem 2. Nov. 1851 erschienenen.
Oesterreichische Banknoten, auf Konventionsmünze lautend.
Potsdamer Stadtscheine a Thlr. 1 vom 8. Sept. 1849.
Polnische grüne Bankscheine ä 1 Rubel, weiße und rothe ä 3 S.-R.
Reuß j. L. Kassenanweisungen a Thlr. 1 v. 29. März 1849.
Reuß ält. L. Kassenanweisungen a Thlr. 1 vom 15. Mai 1858.
Rostocker Banknoten vom 1. Juli 1850.
Schleswig-Holsteinische Kassenscheine a Thlr, 1 (2z M.) vom 31. Juli 1848.
Weimarische Kassenanweisungen ä Thlr. 1 u. 5 vom 27. August 1847.
Schwarzburg-Rudolstädter Kassenscheine ä Thlr. 1 u. 5 von 1848.
Schwarzburg-Sondershausener Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 u. 10 vom 11. März 1854, 20. Dezember 1855 u. 25. Okt. 1859. Württembergische 2-, 10-, «. 35 - Guldenscheine von 1849 u. 1850.
Sächsische (königl.) Kassenbillets von 1840, 1843, 1846 u. 1848.
^erlpofungcn.
Frankfurt, 3. Mai. Hauptpreise: Nr. 19975, 19559, 12462, 11523, 5594, je 1000 f(.; Nr. 18438, 13733, 12689, 11424, 8581, 7425, 339, je 300 fl.
Am 4. Mai. Hauptpreise: Nr. 19146 2000fl.; Nr. 19859, 17681,18487,20319, 3666 je 1(X ) fl.; Nr. 18289, 6975, 6957, 7591, 1093 je 300 fl. — Am 5. Mai. Hauptpreise: Nr. 24069 50,00 fl.; Nr. 11538 10,000 fl.; Nr. 12043 2000 fl.; Nr. 25884, 25707, 18384, 16222, 15440, 13400, 13266, 11814, 11147, 2782, je 1000 fl.; Nr. 20184, 18407, 15779, 6742, 1355,. je 300 fl.
Braunschweiger 20 Th aler- Loose. Bei der am 1. Mai 1871 statt-
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gehabten zehnten Serien-Ziehung sind die nachstehenden 68 Serien gezogen worden: 275 397 468 512 702 789 867 912 997 1013 1052 1135 1192 1216 1219 1493 1737 1937 1966 2136 2283 2301 2750 2881 2954 3382 3643 3758 3763 3837 3884 3965 4214 4241 4336 4358 4427 4643 5076 5379 5543 5572 5889 5954 5957 6047 6332 6336 6699 6931 6933 7049 7316 7330 7545 7564 7988 8283 8296 8326 8374 8724 8972 9329 9584 9621 9658 9861. Wien, 1. Mai. (500Fl.-Loosev. 1860). Bei der heute stattgehabten Ziehung fielen auf folgende Nummern höhere Gewinne: Nr. 4 der Serie 13670 300,000 fl.: Nr. 14 der Serie 5664 50,000 fl.; Nr. 17 der Serie 7054 25,000 fl.; Nr. 11 der Serie 8221 und Nr. 4 der Serie 13453 je
Frankfurter Börse.
6. Mai 1871.
Bundesanleihe 5% 100 G. Preußen 4%% Oblig. 93% bz. Nassau 4%% Oblig. 93% bz. Kurbessen 4% Oblig. 85'//bz. Bayerische Anleihe 5% 100% bz. Bayern 4%% tjahr. 96% G. „ 4%% 7-jähr. 96% G. „ 4% „ 89% bz. Württemb. Anleihe 5% 100% b;. SBürtemb. 4%%Dbltg. 94% bz. „ 4% Oblig. 88% G.
Badische Anleihe 5% 100 G. Baden 4%% Oblig. 94 bz.
„ 4% Oblig. 89 bz.
Großh. Hess.Änletbeö'/, 101% Gr. Hessen 4% Oblig. 92 G.
Oesterr. Silberrente 55% bz. „ Papierrente ' 48 bz.
Amerik. Bonds 1881r 99% bz.
G.
1882r 97% bz.
1885r '
96% Bj.
10,000 fl. Die Zahlung erfolgt am 1. August.
Gotha, 1. Mai. In der heutigen Ziehung der Bukarester Prämien« Anleihe wurden folgende Serien gezogen: Serie 654, 1096, 1147, 1306, 1319,1382, 2921, 3199,4191, 4224, 4965, 5126, 6128, 7185. Haupttreffer auf: Serie 1319 Nr. 81 100,000 Frcs. Serie 1147 Nr. 62 25,000 Frcs. Serie 7185 Nr. 22 5000 F,rcs.
Antwerpener Loose von'1859. Ziehung am 1. Mai. Hauptpreise: Nr. 20986 25,000 Fr., Nr. 65328 8000 Fr., Nr. 42493 2000 Fr., Nr. 16800 und 31116 je 1000 Fr.
Lütticher 8 oose von 1860. Ziehung 1. Mai. Haupttreffer: Nr. 29736 5500 Frcs. Nr. 11134 3000 Frcs. Nr. 21467 2000 Frcs. Nr. 18808 1500 Frcs. Nr. 4540 1000 Frcs.
Bank- S> Credit-Rctien.
©ärmst. Credit 342 bz.
Oesterr. Creditanst. 267'/, bz.
Oesterr. fl.250v. 1839 237% bz.
„ „ 250 „ 1854 72 G.
„ ,. 500 „ 1860 79% bz.
„ „ 100 „ 1864 119% @.
Oest.Creditanst.v.t858 154% G.
Madrider Fr.100 3'/, 21% b$.
Eisenbahn-Actien Alföld-Fiume 5% 168% bj.
Böhmische Westb. 5% 248% bz. Hessisckc Ludwigb. 4% 147% bz. Oberhessische 3% % 71 bz.
Oest. Sdb.(Lmb.) 5'/, 164 bz. Taunusbahn — 346 G.
lUngar. Ostbahn 5% —
Wechsel.
Amsterdam k. S. 100 bz.
Augsburg k. S. 99% G.
Berlin k. S. 105%, bz.
Bremen k. S. 97 B.
Söln k. S. 105 bz.
Hamburg k. S. 88 bz.
London k. S. 119% bz.
Paris k. S. 94% B.
Wien k. S. 95 bz.
ditto l. S. 95% bz.
Disconto 3*4%.
Prioritäten.
5% Elisabethb. 77'/, P.
3% Livorneser E.-B. 32% P.
6% Oesterr. Südb. 72% bz.
3% Oesterr. StaatSb. 56% G.
5% Toskan. Centralb. 50% bz.
Anlehensloose.
3'/,«/. Preuß.atOOTHlr. — G. Kurhess. ä 40 Thlr. 66 bz.
Mass, a 25 fl. 39% G.
Z7- Bayer. a tOVTHlr. 107% bz. 4% Bad. ä 100 „ 106% bz.
'Badische ä 35 fl., 61 bz. Großh. Hess, a 50 fl. 173 G. 1 „ „ ä 25 fl. 47% s|3.
Geldsorten.
Pr.Kassenscheine fi.1.45—%
, Friedrichsd'or,, 9.58—59
Pistolen „ 9.45-47
Hvll.fl.10-Stücke „ 9.55-57
Ducaten „ 5.36—38
Napoleonsd'or „ 9.25%—26%
Dollars in Gold „ 2.27%—28%
Vermischtes.
— Die Versöhnung ist für die Franzosen nothwendig; der Bombenregen dauert fort; der Fortschritt der Belagerer ist kaum merklich; über die Einzelheiten der Vorgänge ist wenig Zuverlässiges bekannt — das ist der tägliche Refrain der Blätter, und wie langweilig er auch, er ist geeignet, recht eindringlich die verzweifelte Lage beider kämpfenden Parteien zum Bewußtsein zu bringen. Dazu kommen die endlosen Decrete, Proclamationen und Telegramme der Versailler wie der Pariser Behörden, meistens hohl und nur halb wahr, die Reden von Thiers nicht ausgenommen. Die Provinzial- blätter ereifern sich noch immer über das unsinnige Rundschreiben Dufaure's, das befiehlt, auch die Blätter, wenn sie Versöhnung predigten, zu verfolgen. „Versöhnung", ruft die „Gironde" vom 1. Mai dem Justiz-Minister trotzig zu, „Versöhnung erscheint allen guten Bürgern auch jetzt noch die wahrhaft politische Lösung; sie liegt in der Logik der Ereignisse, und sie vor Allem ist das Heil. Wir haben die tiefe Ueberzeugung, daß die Vermittler zunächst eine Waffenruhe anbahnen müssen, dann wird auch, der Vergleich schon nachfolgen. Auf beiden Seiten ist man jetzt in Wuth, der Pulverqualm berauschst" ' (om. Stg.)
— Die Verpflegung der in Frankreich stehenden Truppentheile stellt sich auf täglich 15 Sgr. pro Kopf, den baaren Zuschuß von 2-x Sgr. mitgerechnet.
— Die „Nordd. Allgem. Ztg." sagt: „Bei den in Brüssel stattsinvenden Friedensverhandlungen haben die deutschen Bevollmächtigten den Friedenspräliminarien gemäß vorgeschlagen, Frankreich solle in Vierteljahrsraten vom 21. Juni 1871 bis zum 2. März 1874 fünf Milliarden in Geld oder gleich werthen Papieren zahlen. Der französische Gegenvorschlag, in 3 Jahren vom 1. Juli 1871
an jährlich eine Drittels-Milliarde baar zu zahlen und für die 4 Milliarden Rest größere, später zu convertirende öprocentige Rcuten- titel zu übergeben, bedrohe Deutschland mit Coursschwankungen, ja, Entwerthungen und sei vertragswidrig. Glücklicher Weise habe man durch die vou den deutschen Truppen occupirten französischen Landestheile ein genügendes Pfand für die Ausführung des Prälimiuar- friedens."
— Die Commune scheint genau denselben Weg mit ihren Feldherrn einzuschlagen, wie seiner Zeit Gambetta. Wer nicht den Feind schlägt, ist entweder Verräther oder unfähig. So geht es jetzt dem vor wenig Wochen noch in so großer Gunst stehenden Cluseret. Das officielle Blatt der Commune meldet: „Da die Unfähigkeit und Nachlässigkeit des Delegirten beim Kriegswesen beinahe unseren Besitz des Forts von Jssy gefährdet hätte, so hat der Executiv- Ausschuß es für nöthig erachtet, der Gemeinde die Verhaftung des Bürgers Cluseret vorzuschlagen. Dieselbe decretirte sie. Die Commune hat übrigens alle nothwendigen Maßregeln ergriffen, um sich den Besitz von Jssy zu sichern."
— Bereits früher ist vor der Auswanderung nach Venezuela von den preußischen Behörden, auf Grund genauester Nachrichten, dringend gewarnt worden. Die letzte Warnung erschien kurz vor dem Kriege im Juli v. I. Nach den dem auswärtigen Amte zugegangenen Mittheilungen des General-Consuls in London über das Schicksal der nach Caura, in Venezuela, eingewanderten Briten sind von letzteren 20 in erbarmungswürdigem Zustande in Ciudad Bolivar wieder eingetroffen, 8 in der Colonie zurückgeblieben und nicht weniger als 31 dort und in Ciudad Bolivar gestorben.
Gedruckt und verlegt in der Bullidruckeret des vereinigten evangel. Waisenhauses.
Hierzu die Nr. 18 der Provinzial Gorrespoudeuz als Beilage.