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Gebrauchte Kleidungsstücke

werden angekauft von

C. Bayersdorf,

(437) Judengasse 15.

3wei junge Leute, welche eine der hiesigen

Schulen besuchen, finden bei einer an­ständigen Familie freundliche Aufnahme.

Näheres bei der Expcd. (730)

Sy^om 18. d. M. an wohne ich in der

Einhornapotheke, zwei Treppen hoch.

Hanau, 17. April 1871.

(746)ör. Srhmeisser.

Ä) orhimnnnnin atIen Größen sind in der Waiseuhaus-Büch Handlung stets vorräthig.

^^ormularpapier zum Strafvollstrek- O kungs-Register für das Verfahren in Holzdiebstahlssachen zum Gebrauch für die Herren Oberförster ist in der Wtlisen- haus'Buchhandlung zu Hanau a 7| Sgr. pr. Buch zu haben.

Tarife.

Frankfurt-Hanauer Eisenbahn.

I Kl. 2.KI. S KI.

Von Hanau nach Wilhelmsbad .... Hochstadt-Dörnigheim . Mainkur..... Frankfurt..... Großauheim .... Kahl....... Dettingen..... Klcin-Ostheim .... Aschaffenburg . . ..

Bebra-Hanauc

st. tr.

kr.

kr.

- 15

9

6

- 18

12

9

- 30

21

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45

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- 27

18

12

39

27

18

- 54

36

24

1 9

48

33

Von Hanau nach

1. ML thlssg-

2. Kl. tüMsv

3. Kl thl.sg

Langenselbold.....

- 10

7

4

Meerbolz......

16

11

7

Gelnhausen.....

18

- 12

8

Wächtersbach.....

- 27

- 18

11

Salmünster.....

1 2

22

- 14

Steinau......

1 8

25

16

Schlächtern.....

1 12

- 28

18

Elm........

1 19

1 3

- 21

Flieden.......

1 27

1 8

24

Neuhof.......

2 1

1 11

26

Fulda.......

2 12

1 18

1

Hünfeld......

2 26

1 27

1 6

Burghaun......

2 29

2

1 7

Neukirchen......

3 6

2 4

1 10

Hersfeld......

3 17

2 11

1 15

Bebra.......

3 27

2 18

1 19

Frankfurter Börse.

18. April 1871.

Bank- 8? Credit-Actien.

Darmst. Credit 330 bz.

Oesterr. Creditanst. 264% bz.

Oesterr. fl. 250 v. 1839 226 bz.

250 1854 70% G.

, 500 1860 77% bz.

100 1864 116% bz.

O-st.Creditanst.v.1888 184'/« P.

Madrider Fr. 100 3%, 21% bz.

Eisenbahn-Actien Alföld-Fiume 5% 163% G.

Böhmische Westb. 5% 247 B. Hessische Ludwigb. 4% 146 G. Oberhessische 3% % 69% bz.

Oest. Sdb. (Lmb.)8°/, 171% bz. Taunusbahn 350 B.

Ungar. Ostbahn 5%

Bundesanlethe 5% 100 bz.

Preußen 4 % % Obltg. 93% bz. Nassau 4%% Oblig. 93% bz. Kurheffen 4% Oblig. 85 bz. Bayerische Anleihe 5% 100% bz. Bayern 4%% 1jähr. 95% bz.

4%% ^jähr. 95% G.

4% 89% bz.

Württemb. Anleihe 5% 100 bz. äßürtemB. 4%%Dblig. 93% bz.

4% Oblig. 88% B.

Badische Anleihe 5% 100% bz. Baden 4 % % Oblig. 94% B.

4% Oblig. 88% G. Großh. Hess.Änleihe5"/, 101% bz. Gr.Hessen 4% Oblig. 92 B. Oesterr. Silberrente 55% bz.

Papterrente 47 V, G.

Amerik.Bonds 1881r 100% bz.

1882r 97% bz.

1885r 96% bz.

Wechsel.

Amsterdam k. S. 100 bz. Augsburg k. S. 99% G. Berlin k. S. 105 % bz. Bremen k. S. 97 B. Sein k. S. 105 bz.

Hamburg k. S. 88% bz. London k. S. 119% bz. Parts k. S. 94% B.

Wien k. S. 94% bz.

ditto l. S. 95% bz. Disconto 3%%.

Prioritäten.

5% Elisabethb. 77% P.

3% Ltvorneser E.-B. 32% bz.

6% Oesterr. Südb. 72% bz.

3% Oesterr. Staatsb. 56% bz.

5% Toskan. Centralb. 50% bz.

Anlehensloose. 3h,°/°Preuß.L100Thlr.116 ®. Kurhefs. ä 40 Thlr. 65% bz. Raff, ä 25 fl. 38 bz.

4°/, Bayer. ä100Thlr. 107% bz. 4% Bad. ä 100 106% bz.

Badische ä 35 fl. 60% bz.

Großh. Hess, a 50 fl. 171 bz. ä. 25 fl. 48 bz.

Geldsorten.

Pr.Kassenscheine ji.1.45% Friedrichsd'or,, 9.5859

Pistolen 9.44-46

Holl.fi.10-Stücke 9.55-57

Ducaten 5.3638

Napoleonsd'or 9.2728

Dollars in Gold 2.27-28

Vermischtes.

Ueber die unter Mac Mahon's Oberbefehl stehenden Truppen gibt ein militairischer Fachmann herKein. Ztg." zufolge interessante Mittheilungen. Die beste Truppe unter den Streitkräften der Regierung, sagt sie unter Anderem, ist das Gendarmeriecorps, welches die Straßen in der Nähe des Rond Point bei Courbevoie besetzt hält und sich ganz gewiß gut schlagen wird. Es ist ein sehr stattliches Corps, und die einzelnen Mannschaften sind viel größer und stärker als der Durchschnittsschlag der Soldaten in der franzö­sischen Armee. Die Insurgenten hassen und fürchten die Gendarmen und man hört gewöhnlich, die Mehrzahl derselben stammten aus Corsica. Die Truppen in Versailles selbst und dem Plateau von Chsttillon entlang bestehen aus Linien-Cavalleric und Infanterie. Die Infanterie setzt sich der Mehrzahl nach aus denjenigen Regi­mentern zusammen, die bei Orleans gefochten hatten, doch ist mit diesen ein geringer Theil von solchen Truppen untermischt, die in den ersten Treffen des Feldzuges zur Verwendung kamen, ohne später in preußische Gefangenschaft zu gerathen. Die Bewunderung der Gambetta'schen Verwaltung wird erheblich gemindert, wenn man sieht, was für Soldaten es waren, welche er ausbot und zum Tode führen ließ; blutjunge Knaben, der Mehrheit nach schwach von Körperbau und ohne energische Züge. Ich kann mir kaum denken, daß die ganze Streitmacht in Versailles den Angriff eines einzigen preußischen Landwehr-Regiments aushalten könnte. Die Cavallerie in Versailles gewährt einen ziemlich kläglichen Anblick. Die Pferde sind klein und schlecht genährt und die Trainbespannung sieht wo möglich noch erbärmlicher aus. Was die Cavalleristen anbelangt, so machen dieselben einen besseren Eindruck, sind auch besser bekleidet als die Infanterie. Unter den Bataillonen der letzteren findet man Leute von der Besatzung von Bitsch, welche heute noch die Mon- tirungsstücke tragen, in denen sie bci Weißenburg und Wörth ge­fochten. Manche davon sind über und über geflickt, und Einzelne haben für die vielen Flecke fast eben so viele Wunden aufzuweisen. Es ist schwer zu ermitteln, was die Soldaten wirklich von den Insurgenten denken. So viel ich erfahren kann, würden namentlich viele der alten Soldaten sehr gern mit ihnen an einand"r gerathen. Ob die jungen Conscribirten Gambetta's eben so zuverlässig sind, ist freilich eine andere Frage. Die Anstellung Mac Mahon's als

Ober-Befehlshaber war ein guter Zug Seitens der Regierung, denn die Soldaten sind dem Marschalle sehr ergeben. Der Verlust, der Schlacht bei Wörth wird von ihnen de Failly aus die Rechnung geschrieben, und sie sind überzeugt, daß bei Sedan die französischen. Waffen siegreich gewesen sein würden, salls Mac Mahon nicht Der» wundet worden wäre. Die meisten anderen Generale übrigens, welche im ersten Theile des Feldzuges ein Kommando führten, werden mit Abscheu genannt. De Failly und Bazaine sind am meisten verhaßt. Ob Mac Mahon der Mann ist, seine Truppen, gut zu führen, ist Nebensache, so viel aber steht fest, sie werden sich unter ihm besser als unter irgend einem anderen Generale schlagen. Es ist wohlthuend, zu sehen, daß Franzosen noch einen Feldherrn­ehren können, der sie zu so schrecklichen Niederlagen geführt hat, und der Grund scheint eher in dem Glauben an seine persönliche Charaktergröße als in dem Vertrauen auf seine Befähigung als Heerführer zu liegen. An Artillerie, 9-Pfündern und 24-Pfündern, ist kein Mangel vorhanden. Was die Gesammtzahl der Truppen unter Mac Mahon's Führung anbelangt, so ist zu zweifeln, ob die- 'selbe 40,000 Mann beträgt. Sie werden von Tag zu Tage durch zurückkehrende Gefangene verstärkt. Es ist zu bemerken, daß viele von den aus der Gefangenschaft Zurückkehrenden vollständig equi- pirt sind und sich in guten Stiefeln, Kleidern und mit Tornistern einstellen. '

Berlin, 16. April. Mit Spannung sieht man dem Aus­gange des Kampfes entgegen, der nach den letzten Telegrammen gestern Nachmittag wieder mit erneuter Heftigkeit vor Paris be­gonnen hat. Alle Berichte stimmen darin überein, daß trotz der langsamen Fortschritte der Versailler Truppen die Emeute keinen langen Bestand mehr haben kann. Die Bonapartisten sind dadurch in einiger Verlegenheit, daß sie des äußeren Auslandes wegen gegen die Jnsurrcction sein müssen, während es doch ihren Interessen entspricht, daß der Aufstand sich noch eine Zeitlang Hinschleppe und die Ordnungspartei nicht allzuschnell mit eigenen Kräften siege. Die Leute wollen noch immer nicht erkennen, daß die Ereignisse ihren vorgezeichneten Weg zu gehen und sich nicht nach den $ßiin^ schen interessirter Parteien zu richten pflegen. (®5in. 3tga__

Georuckl u id verlegt in der Buckdruckerei des vereiniaren eoangel. Waisenlauies.