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Den 8. März. Joyannette Katharina, des Taglöhuers dahier Thomas Wagner ans Navolzhausen, T.

Den 12. März. Maria Anna, unedel. T.

Den 12. März. Karl Justus, unehel. S.

In der ev. Gemeinde der Johanneski^che. i

Den 13. Februar. Anna Wilhelmine Jo- sephine Barbara, des Bürgers und Handelsmanns Johann Karl Nohl, T.

Den 26. Februar. Richard, des Beisitzers unb' Teppichmachers Johann Philipp

Borger S.

Den 6. März. Johann Philipp Heinrich, unehel. S.

G e st o r b c n c.

In der ev. Gemeinde der Marienkirche.

Den 13. März. Johann Georg Hart- . mann Vömel, Bürger und Kirchendiener an der Marienkirche dahier, alt 72 I. 3 M. 13 T.

Den 16. März. Frau Maria Elisabeth

Henning, Ehefrau des Beisitzers zusteinau und Etuisschreiners dahier Nikolaus Henning, geb. Heyd, alt 44 I. 7 M. 20 T.

Den 17. März. Karl Bodensick, Schnei­dergesell aus Nienburg, alt 20 J.

Den 20. März. Konrad Lorey aus Leisen- Wald, alt 60 J.

Den 21. März. Anna Katharina, des Beisitzers zu Brnchköbel und MechanikuS Philipp Kirchen dahier, T-, alt 9 M.

13 T.

Ev. Militairgemeinde.

Den 7. März. Johann Karl Traugott Wolf, Jäger bei der 2. Compagnie des Königl. Sächsischen Jäger-Bataillons Nr. 13 aus Kleinzschocher, im König­reich Sachsen, alt 24 J.

Den 15. März. Wilhelm Hanitzsch, Sol­dat bei der 3. Compagnie des Königl. Sächsischen Infanterie-Regiments Nr.

107 aus Schrebitz, im Königreich Sach­sen, alt 23 J.

In der ev Gemeinde der Avhanneskirche.

Den 14. März. Johann Philipp, des Bürgers und Bäckermeisters Johann Georg Weivert, S., alt 3 M. 4 T.

Den 16. März. Luise, des Bürgers und Lehrers Daniel Gunckel, T., alt 1 M. 16 T.

Den 17. März. Friedrich Jakob Eckhard, Pflegling, alt 51 I. 9 M. 13 T.

Den 19. März. Johann Matthias Horst, Bürger und Rentner, alt 67 I. 1 M. 23 T.

Den 19. März. Leonhard Konrad Westrupp aus Frankfurt a. M-, Kaufmann dahier, alt 40 I. 10 M. 11 T.

Den 20. Februar. Heinrich Ohl, Bürger und Rentner, alt 76 I. 4. M. 25 T.

In der französischen. Gemeinde.

Den 16. März. Charles Fröd^ric Edouard Graf, Bürger und Kaufmann, alt 59 I,

Berloo-'unge», . . Serien: 647, 7160, 1706, 1723, 1736. ; FrS., S. 1706 Nr. 90 1000 Frs., S. SDUtlänbcr 10 gib - L o o s e. j Haupttreffer: Serie 7160 Nr. 18 50,000 , 7160 Nr. 25 500 Frs. (Ziehung am 16. März.) Gezogene * l u

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Bermischtes.

Ueber die Eröffnung des ersten deutschen Reichstages sagt die Cöln. Ztg." vom 22. März unter Anderem Folgendes:

In der Mittagsstunde des gestrigen Tages hat im stolzen Königsschlosse zu Berlin der erste deutsche Kaiser aus dem Hause Hoh^nzollern den ersten Reichstag des hergestellten ehrwürdigen Reiches der deutschen Nation feierlich eröffnet. Und fürwahr, als ein goldener Festtag ist damit dieser einundzwanzigste März des Jahres 1871 in die Geschichtsbücher unseres Volkes eingetragen; bis in die fernsten Zeiten werden unserer Enkel Enkel von diesem Tage nur mit gehobenem und dankbarem Gemüthe reden! Reichs­tage sind auf deutschem Boden viele gehalten, aber so wie heute vertreten als Ganzes, als feste Einheit aller ihrer Stände war die deutsche Nation noch niemals um ihren Kaiser versammelt. Jene Reichsstände, die das alte deutsche Reich von Zeit zu Zeit um seinen Kaiser versammelt sah, hatten sich seit Jahrhunderten sckon entwöhnt, sich eines mit der Nation und ihrem Kaiser zu fühlen; statt des nationalen Reiches zu pflegen, wetteiferten sie mit dem immer mehr in Ohnmacht versinkenden Kaiser, das Reich in seinen Rechten und : seiner Würde zu mindern, um jeder von ihnen je seine besondere Hausmacht" zu wahren! In diesen traurigen Zeiten war es ge­schehen, daß, als die Kaiser aus dem Hause Habsburg um des spanischen Haus-Erbes willen dem deutschen Geiste und seiner Ver- rretung sich entfremdet hatten, ein Theil der mächtigsten Stände des Reiches den Schutz der Fremden anrief, daß 30 Jahre ver­heerenden Krieges des Deutschen Reiches Fluren zerstampften und Städte und Dörfer verbrannten, und daß der folgende Friede alle deutschen Landschaften und Städte von Elsaß und Deutsch-Lothringen 'Frankreich und die schönsten Küsten der Ostsee Schweden zur Beute lassen mußte. Da ergriff der Zorn um das Elend des Vaterlandes in diesem berliner Schlosse, das freilich zu seiner heutigen Größe noch nicht ausgebaut war, das Herz des großen Kurfürsten. Er ergriff mit Begeisterung den Glauben an eine künftige Wiederher­stellung der politischen Unabhängigkeit der vaterländischen Erde, und sein tägliches Gebet war:Herr, zeige mir Deinen Weg, daß ich ihn wandle!" Seine Nachfolger aber haben den trostreichen Glau­ben in Treuen festgehalten und es fehlte ihnen nie an der gnädigen Leitung von oben; wie kraus stellenweise der Pfad sich verschlang, sie waren sich, mit unserem Dichte,r zu sprechen,in ihrem dunkeln Dränge des rechten Weges wohl bewußt." Von Fehrbellin nach Leipzig und nach Sedan und Paris sehen wir im Lichte der Gegen­wart und insbesondere vom Standpunkte der heutigen großartigen Feier im Weißen Saale des hohenzollerischen Königs-, jetzt Kaiser- schlosses nur den einen ununterbrochenen Weg, auf das lange frei­lich nur dunkel geahnte, schon den großen Kurfürsten begeisternde Ziel. Mit Stettin und Stralsund ist nun auch Straßburg unter das schützende Banner des Reiches zurückgenommen und von den

zum ersten Male zum Reichstage versammelten Vcru.tern des nun politisch geeinten unb mündig gesprochenen deutschen Volkes umgab ein reicher Kranz regierender deutschen Landeöfürsten das kaiserliche Reichs-Oberhaupt, und voran schritten bic hohen Reichsämter mit den Jnsignien der wiedergewonnenen Herrlichkeit des KaiserthumS."

Bei der Wiederbesetzung des Forts Jssy auf der Südseite von Paris wurden, derA. A. Z." nach, die französischen Offiziere aufmerksam auf einige neue 'Battericbauten, welche die Unserigen . hier zum Schutze der Kasematten vor diesen, in der Kehle de? ' Festungswerks, aufgeworfen hatten. Diese Erdarbeiten waren na­türlich, da es an Muße zu ihrer Vollendung nicht gefehlt, im Hoch- : sten Maße kunstgerecht; sie hatten den Zweck, den Eingang des ; Forts gegen einen Angriff zu vertheidigen. Bei ihrem Anblick sagte einer der französischen Genieoffiziere in spöttischem Tone:Es scheint mir, als ob die Preußen sich gut zu decken wissen."Gewiß," ant­wortete ihm Hauptmann Müller,auch wir haben nur eine Haut zu verkaufen, und sollen wir sie verkaufen, so sehen wir eine Ehre darein, daß es um möglichst hohen Preis geschehe." Der kleine ; Zwischenfall that übrigens dem zuvorkommenden Benehmen der Preußen keinen Abbruch. Sie bestiegen ihre Pferde und verabschie­deten sich in der höflichsten Form. Kaum waren sie einige Schritte geritten, so rief ihnen einer der Franzosen im Ucbermuth nach: :Peut-ötre ä revoir, Messieurs. (Vielleicht auf Wiedersehen, meine Herren!) Hauptmann Müller warf sein Pferd auf die Seite und antwortete mit Ruhe:Messieurs, nous en serons ravis. (Meine Herren, es würde und zum größten Vergnügen gereichen!)

Berlin, 24. März. In Paris fanden am 22. März Nachm. am Bendomeplatz blutige Scenen statt. Die aufständische National- garde schoß auf eine Volksmenge, welche zu Gunsten der Ordnung demonstrirte. Fürst Bismark hat Favre mitgc theilt, die Deutschen würden Paris bombardiren, falls die Stadt eine den Friedensbe­dingungen zuwiderlaufende Haltung beobachte.

Hanau. Einem am 23. März dahier eingetroffenen Feldpost­briefe zufolge wurde dem Musketier Peter Fuchs aus Seblierbach, von der 6. Compagnie des 2. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 82, der schon wegen tapferen Benehmens vor dem Feinde in der Schlacht bei Wörth das eiserne Kreuz erhielt, dieser Tage auch der geschätz­teste der Russischen Orden (St. Georg-Orden) überreicht, eine Aus­zeichnung, welche nur in den seltensten Fällen ertheilt wird. Wie aus dem Feldpostbrief hervorgeht, sollen dem ganzen 11. Armeecorps nur 9 solcher Orden zur Verfügung gestellt worden sein, und ist 2c. Fuchs bis jetzt der Einzige im 82. Regiment, dem diese Aus- rzeichnung zu Theil wurde.

Gedruckt «,ii- verlegt in der Buchdrucker-i bes vereinigten evangel. Waisenhauses.

Hierzu die Mr 1^ der DrovinzialMorrespondeuZ als Beilage.