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Den 6. Februar. Anna Elisabeth, unehel. T.

Den 21. Februar. Des Schuhmachers ba» dahier Johann Paul Kreis von Geln- Hausen, T. (todtgeb.)

In der katholischen Gemeinde.

Den 10. Januar. Georg, des Taglöhners Philipp Froschhauer von Horbach, S.

Den 22. Januar. Adam, des Bürgers zu Ems und Weißbinders dahier Wilhelm Wolf, S.

Den 29. Januar. Gustav Theodor Lud­wig, unehel. S. einer Ausw.

Gestorben e.

An der ev. Gemeinde der Marienkirche.

Den 12. Febrnar. Anna Maria Händel, Wartefrau dahier, alt 84 J. 10 M.

Ankunft u. Abgang der DalsttZÜge!

von» LS. Jt«nuar L8AA ab. ।

Frankfurt Hanauer Eisenbahn.

Die mit * bezeichneten sind Courierzüge und haben nur 1. u. 2. Klaffe.

Bon Hanau nach Frankfurt: Vorm. *4 U. 6 M., *8 U. 5 M., 9 U., 11 U. 45 M.; Nachm. 1 U. 25 M., 4 U. 51 M., 7 U. 35 M-, *8 U. 2 M., 9 U. 30 M.

Bon Frankfurt nach Hanau: Vorm. *7 U., 7 U. 30 M., 8 U. 18 M., *11 U. 5 M., 11 U. 15 M.; Nachm. *1 U. 40 M., 2 U. 40 M., X 4 U. 20 M., *7 u. 28 M., 9 u. 45 M., *10 U. 15 M.

Von Hanau nach Aschaffenburg: Vorm. *7 U. 22 M., 8 U. 20 M., *11 U. 27 M.; Nachm. *2 U 2 M., 3 U. 15 M., 5 U. 30 M., *10 U. 37 M.

Von Aschaffenburg nach Hanau: Vorm. *3 U. 30 M-, 7 U. 30 M., 10 U. 20 M.; Nachm. 12 U. 30 M., 3 U. 45 M., *7 U. 25 M.

Den 13. Februar. Frau Sophie Eber­hard, Ehefrau des Uhrgehäusmachers dahier Johann Baptist Eberhardt aus Dießen, geb. Albus, alt 35 J. 10 M. 25 T.

Den 16. Februar. Jungfrau Katharina Margaretha Ihm, Tochter des verlebten Beisitzers und Tabaksarbeilers Johann Friedrich Ihm, alt 27 I. 7 M. 27 T.

Den 17. Februar. Frau Anna Christine Deibel, Wittwe des verlebten Beisitzers und Taglöhners Leonhard Deibel, geb. Föder, alt 66 J. 11 M. 21 T.

In der ev. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 18. Februar. Frau Maria Christiana, Ehefrau deS Taglöhners dahier Johann Heinrich Rasch aus Crumbach, alt 55 I. 4 M. 6 T.

Tarife.

Frankfurt-Hanauer Eisenbahn.

Von Hanau nach

Wilhelmsbad . . . . Hochsiadt-Dörnigheim . Mainkur..... Frankfurt..... Großauheim .... Kahl.......

Dettingen.....

Klein-Ostheim . . . .

Aschaffenburg ....

LSI. L.Kl. S.SI.

H. fr.

kr.

kr.

- 15

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s

- 30

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1 9

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Telegraphische Depeschen.

I. Im Jnternen-Verkehr.

(Norddeutscher Bund.)

1. Zone (bis zu 18 Meilen) .... 5 Sgr. 2. „ ( „ „ 52 „ ) .... 10 , 3. „ (darüberhinaus b. z.ausl.Grenze) 15 „

Den 19. Februar. Anna, unehel. T., alt 1 M. 8 T.

Den 20. Februar. Johann Heinrich Müller, Bürger und Küfermeister, alt 76 J. 3 M. 11 T.

Den 21. Februar. Maria Elisabeth, des MaschinenarbeiterS dahier Johann Jakob Kolb aus Rückingen, T., alt 4 I. 2 M. 2 T.

Den 21. Februar. Des Schuhmachers dahier Johann Paul Kreis auS Gelu» Hausen, T. (todtgeb.)

In der katholischen Gemeinde.

Den 16. Februar. Joseph, deS Taglöhners Leonhard Steigerwald aus Birstein, S., alt 11 M.

Den 22. Februar. Adam Remert, Tag- löhner aus Rückers, alt 46 I.

Im Vereins-Verkehr.

1. Zone (bis zu 10 Meilen) .... 8 Sgr' 2- „ ( „ „ 45 „ ) . ... 16 „

3. , lüber 45 „ ) .... 24 „

Geld - Course,

(vom 24. Februar.) Preußische Kassenscheine . . fl. 1. 447/,— 45‘/, „ Friedrichsd'or . . 9. 57 */, —58 */$ Pistolen....... 9. 43—45 „ (Doppelte! ... 9. 43—45 Holländische fl. 10 Stücke . . fl. 9. 54-56 Dukaten ....... 5. 36—38 Napoleonsd'or . . . , . 9. 27—28 Sovereigns...... 11. 54—58

Jmperiales....... 9. 43—45

Gold per Pfund fein . , . 816—21

Dollar in Gold..... 2. 27—28

Vom Kriegsschauplätze

Bei dem Uebertritte des französischen Heeres auf schweizer Gebiet sind auch deutsche kriegsgefangene Soldaten mitgeführt wor­den, unter denen sich 57 Pommern befinden. Letztere hatten sich in der Nähe des Forts Joux zu weit vorgewagt, waren durch eine französische Wagencolonne von ihrem Regiment abgeschnitten worden und wurden zu Gefangenen gemacht, nachdem ihre Offiziere und ein Theil ihrer Kameraden gefallen. In Neuenburg angekommen, wurden sie im Temple libre untergebracht. Da sie durch zierliches Sauberhalten und stramme kriegerische Haltung gewaltig zu ihrem Vortheil abstachen gegen den Schmutz der französischen Gefangenen, so erregten sie bald die Aufmerksamkeit der Bevölkerung, welche sie mit Aufmerksamkeiten überschüttete. Gegenwärtig sind unsere Landsleute in Appenzell intcrnirt. Ihre Auslieferung an ein deut­sches Commando scheint aus dem Grunde noch nicht erfolgt zu sein, weil sich die schweizerische Behörde zu dem eigenmächtigen Austausche nicht berechtigt halten mag

Die „Trib." schreibt: In demselben Moment, wo Deputirte des Elsaß und von der Meurthe dagegen protestirten, daß man ein Stück Land gegen seinen Willen dem Sieger abtritt, in demselben Moment, wo Frankreich empört über diese Forderung der Deutschen Europa's Sympathieen für sich anruft, sendet die Republik zwei Panzerfregatten nach Nizza, um dort die Italiener niederzuhalten, welche keine Lust haben, der großen Nation anzugehören, und die man gewaltsam zu Frankreich geschlagen.

Der einzige Unterschied, der bei unserer Anneetirung statt- findet, ist, daß wir deutsches, früher geraubtes Land zurückfordern, daß wir dieses Land und ein Drittheil von Frankreich durch unser Schwert erobert, daß wir es verschmähen, eine Volkabstimmung in den eroberten Provinzen vorzubereiten und dazu jene Mittel anzu- wenden, welche der Bonapartismus Dank der eingeführten Corrup- tion stets zu Gebote hatte, —• jene Mittel, die ihm 10 Millionen Stimmen auch beim Plebiscit sicherten.

„Frankreich und Europa" lautet auch in diesem Protest die Phrase, welche die Franzosen verrückt in Selbstüberhebung gemacht.

Frankreich war für sie bisher Europa, denn nur von Nord-Amerika ließ sich Frankreich ernste und herbe Zurechtweisungen geben, ohne zu mucken. Hoffentlich wird es von nun ab wissen, daß es auch vom Nachbar Züchtigungen des Uebermuths erhalten kann. Dieses Gefühl ist es, das die Eitelkeit noch nicht überwindet.

Lyon, 15. Februar. Der bekannte Schriftsteller Alphons Karr hat an die hiesigen Blätter folgendes Schreiben gerichtet:

Gestatten Sie mir bei meiner Durchreist durch Lyon ein wenig Raum. Genug der Phrasen! Frankreich hat nicht mehr Zeit, sie weder anzuhören noch zu verstehen. Ich bin 8 Tage lang durch die von den Preußen occupirten Gegenden gereist und habe die Armee Bourbckki's in die Schweiz übertreten sehen. Ich habe gesehen. Ich weiß. Ich kann Wahrheiten sagen, und sie werden tn einigen Tagen gesagt werden. Aber heute will ich davon nur zwei sagen: Ich verlange, daß die Versammlung in Bordeaux — etwa unter dem Titel der Zeugenschaft — irgend Jemanden in ihre Mitte berufe, der unsere Gefangenen, unsere Verwundeten, unsere Kranken, unsere Sterbenden gesehen hat; sie haben, wie ich glaube, das Recht, vertreten zu fein. Ich verlange, daß auf dem Büreau des Präsidenten der Nationalversammlung eine Liste auf­gelegt werde, und daß jeder Abgeordnete, welcher die Fortsetzung des Krieges befürwortet, damit beginnt, daß er seinen Namen in diese Liste einschreibe: Das soll die Stammrolle eines Regiments der Avantgarde sein, welche die Ehre haben wird, zuerst gegen den Feind zu marschiren. Bald mehr! — A. Karr.

Nach einer Depesche der „Cöln. Ztg." dd. London, 23. Febr., meldet die Times aus Versailles vom 22.: „Der Kaiser hat Herrn Thiers in der Präfeetur empfangen. Thiers hat dann dem Kron­prinzen einen Besuch gemacht. Der Friede wird für abgeschlossen gehalten, wenn er auch noch nicht unterzeichnet ist. Die Deutschen werden vermuthlich am Sonntag in Paris einziehen, ohne besondere Feierlichkeit, und werden nicht lange dableiben."

Äevimtt und »erlegt in der Buwdrucker-t des Bereinigten evangel. Waisenhauses.

Hierzu die Nr. 8 der ProvinzialMorrefpondenz als Beilage.