GS
Ev. Militairgemeinde.
Den 31. Januar. Daniel Nowach, Füsilier im Garde - Grenadier - Regiment Nr. 3, aus Niederellgut, Kreis Creutzburg, Regb. Oppeln, alt 23 I.
Den 4. Februar. Ferdinand Levien, Unteroffizier im Füsilier-Regiment Nr. 34, aus Jeeser, Kr. Grimmen, Regb. Stral- sund, alt 26 I.
Den 5. Februar. Paul Scharf, Füsilier im Garde - Grenadier - Regiment Nr. 2,
Ankunft und Abgang der Posten.
Personenpost zwischen Hanau und Nieder- Wöllstadt.
Hanau ..... ab 7.— früh, Windecken.....an 8.25 Vorm., Heldenbergen .... an 8.45 „ Nieder-Wöllstadt. . . an 10. 5 „ Nieder-Wöllstadt... ab 6.— Abds.. Heldenbergen . ... an 7.15 „ Windecken.....an 7.35 „
Hanau ...... an 9. 5 „
Botenpost zwischen Hanau und Groß- Steinheim. Hanau.....ab 12.45 Nachm.,
Groß-Steinheim . . an 1.45 „ Groß-Steinheim . . ab 1.50 „
Hanau.....an 2.50 „
Personenpost zwischen Hanau und Heldenbergen. Hanau.....ab 3.45 Nachm.,
LLindecken.....an 5.10 „
Heldenbergen ... an 5.30 „ in Heldenbergen Anschluß nach Altenstadt, Heldenbergen ... ab 6.— früh, Windecken .... an 6.15 „ Hanau ..... an 7.45 „
aus Neu-Ruppin, Regb. Potsdam, alt 21 I.
Im der cv. Gemeinde derJohanneSkiräw.
Den 1. Februar. Konrad Zeller von
Mottgers, alt 42 I.
Den 2. Februar. Maximilian Gustav
Adolph, unehel. S., alt 1 I. 4 M. 29 T.
Den 5. Februar. Johann Ludwig Winkler,
Hutmacher, des Beisitzers und Fabrik-
Personenpost zwischen Hanan und Marlöbcl. Hanau.....ab 4.— Nachm.,
Marköbel.....an 5.45 „
Marköbel.....ab 5.45 früh,
Hanau.....an 7.30 „
Personenpost zwischen Mainkur und Bergen.
Erste Post: Bergen ...... ab 6.30 früh, Mainkur.....an 7.— Mainkur.....ab 7.15 „
Bergen......an 8.— Vorm.
Zweite Post: Bergen.....ab 1.10 Nachm.,
Mainkur.....an 1.40 „
Mainkur.....ab 3.— „
Bergen.....an 3.45 „
Verloosungen
I Pappenheimer Loose. Am 1. Febr- gezogene Serien: 202, 311 331 552 570 672 701 744 877 893 916 1044 1079 1086 1301 1515 1568 1608 1785 1806 2050 2179 2381 2492 2620 2629 2737 2738 2785 2909 2932 2943 3019 3024 i 3082 3343 3354 3446 3526 3569 3626 3817 3820 4050 4097 4280 4594 4678 4685 4951 5128 5164 5288 5412 5549 5673 5776 5911 5951 6109 6160 6217
arbeiters Johann Philipp Winkler, S. alt 32 I. 5 M. 15 T.
In der israelitischen Gemeinde.
Den 23. Januar- Simon Schönfeld aus Dörnigheim, Metzger dahier, alt 58 J. Den 30. Januar. Elias Hirsch, Bürger und Kaufmann, ledig, alt 76 I.
Den 6. Februar. Sophie, Ehefrau des Metzgers Simon Schönfeld aus Dörnigheim, alt 49 I.
6224 6412 6460 6685 6940 6953 6991 7014.
Lüttich, 1. Febr. (100 Fr.-Loose von 1868.) Bei der heute stattgefundenen Ziehung wurden folgende höhere Gewinne gezogen: auf Nr. 90,090 10,000 Frcs; auf Nr. 7205 22,079 und 73,761 je 1000 Frcs; auf Nr. 11,289 23,420 37,700 und 56,213 je 500 Frcs; auf Nr. 30,995 31,510 60,441 64,420 66,185 76,272 79,302 89,510 103,357 und 118,185 je 200 Frcs. Die Zahlung erfolgt am 1. April.
Türkeoloose. Ziehung 1. Februar. Haupttreffer: Nr. 1499247 Frcs. 300,000. Nr. 900614 Frcs. 25,000. Nr. 1290274 1638476 je Frcs. 10,000.
Florenzer Loose Ziehung am 1. Febr. Nr. 19279 a 40,000 Frcs. Nr. 4015 33563 ä 2000 Frcs. Nr. 14980 86347 88954 104426 113040ä 1000 Frcs.
Waaren- und Producten-Berichte. tA. d. Franks. Presse )
Frankfurt, 8. Febr. Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete per Cent. 3 fl. ■— bis 3 fl. 30 kr. Sireh per Cent. 2 fl. 18 kr. Butter 1. Qual. 36 kr, II. Qual. 34 kr., Lappenbutter das Pfund im Cent. 33 kr. Eier das Hundert 3 fl. — kr.
Vom Kriegsschauplatze.
Der Krieg scheint sactisch beendet, wenigstens ist so Die Fortsetzung des Krieges hieße also mit anderen Worten viel gewiß, daß von einer Fortsetzung in bisheriger Weise nicht die Occupation von Süd-Frankreich durch Armeen, deren Aufgabe eS
Rede sein kann, daß entweder Frankreich einen Bundesgenossen finden müßte, um einen neuen Krieg zu führen, oder die eine Hälfte des Landes zu uns — die andere gegen uns steht.
Nehmen wir an, die Minorität der Nationalversammlung wolle die Fortsetzung des Krieges und füge sich dem Beschlusse der Majorität nicht, so würde die wirkliche Folge dieser Uneinigkeit für uns kaum eine wesentlich andere Lage ergeben, als wenn die ganze Nationalversammlung die Friedensbedingungen verwürfe.
Wir könnten niemals die von uns occupirten Provinzen Frankreichs, selbst wenn dieselben das Auftreten anderer Provinzen ver- urtheilen oder nur bedauern als ein anderes wie durch Gewalt festgehaltenes Terrain betrachten, jeder kleine Erfolg der RevolutionsArmee würde die Zuverlässigkeit der ruhigen Provinzen erschüttern, immer würde man dem besetzten Gebiet nicht trauen können.
Wir müßten also in jedem Falle die militairische Occupation in den für den Frieden geneigten Provinzen festhalten, daraus ergibt sich ein nothwendiger Druck für dieselben und hieraus wieder ein Zuströmen jungen Ersatzes für die uns feindlichen Heere.
Der Krieg nach dem Waffenstillstände hätte jedoch eine völlig veränderte Gestalt. Während alle unsere Operationen bisher nur den Zweck hatten, PariS zu erobern und die dort stehende Armee vor Angriffen im Rücken und in der Flanke zu sichern, besetzen jetzt unsere Heeresmassen einen bestimmt abgegrenzten Theil Frankreichs. Mit Leichtigkeit können die im Norden, Nordosten und Westen noch nicht eroberten Plätze im Schach gehalten, oder, wenn man dies will, auch genommen werden, die ganze Kraft kann sich gegen den Süden Frankreichs wenden, und dort den Trotz brechen, der sich noch immer mit eitlen Hoffnungen schmeichelt. Die Wege nach Lyon und Bordeaux sind beinahe völlig frei und wir haben an der Armee Bourbaki's gesehen, wie schlecht das Material ist, welches Frankreich jetzt noch stellen kann, daß dasselbe selbst unter einem tüchtigen und kühnen General nichts mehr leistet.
'Aedruckt und verlegt in der Buckdruckeret des vereinigten evangel. Waifenhaufes.
Hierzu die 9tr G der Proviuzial-Correfpondeuz als Beilage.
ist, diejenigen, welche das Elend des Krieges mit eigenen Augen sehen wollen, dasselbe empfinden zu lassen. (Trik.)
In ihrer Tagesschau sagt die „Trib." der Rücktritt Gambetta's ist ein schwerwiegendes Zeichen der Zeit. Mit seiner Person sind die „Unversöhnlichen" aus den Regierungskreisen Frankreichs beseitigt. Hoffen wir also das Beste von dem Ausfall der französischen Wahlen!
Alls dem französischen Jura, 6. Februar. Da die Trümmer der Bourbaki'schen Armee jetzt gänzlich verschwunden sind, so besteht hier eine thatsächliche Waffenruhe. Abtheilungen verhungerter, erschöpfter und waffenloser Franzosen werden wahrscheinlich noch hie und da häufig von unseren Truppen aufgegriffen werden und dem Herrn General v. Manteuffel damit das Vergnügen bereiten, noch wiederholt über die Gefangennahme von so und so viel Tausenden oder Hunderten von Feinden berichten zu können. Je mehr Franzosen jetzt übrigens über die schweizer Gränze getrieben werden und je weniger wir daher gefangen zu nehmen und zu ernähren brauchen, desto besser ist es für uns alle. In Belfort dauert der hoffnungslose Widerstand des Commandanten Obersten Derfert leider noch fort und er hat jede Aufforderung zur Kapitulation schroff zurückgewiesen. So wird denn auch diese arme Stadt jetzt in einen Trümmerhaufen verwandelt, obgleich ihre fernere Vertheidigung unter den jetzigen Umständen wahrlich ein Unsinn ist. Es ist eine unverantwortliche Sünde um jeden Tropfen Menschenblut, der in diesem Kriege fernerhin noch vergossen wird.
Brüssel, 9. Febr. Heute sind hier ungefähr 500 Briefe aus Paris ausgegeben worden. — Die pariser Presse beurtheilt das Auftreten der Delegation in Bordeaux im allgemeinen sehr streng. Die Debats sagen: „Man muß diesen Leuten die Zwangsjacke anlegen; sie sind eine öffentliche Gefahr." <Cöin. 3tß.)