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Torfstich - Verpachtung
Der durch Qualität seines Products ausgezeichnete Großwelzheimer Torfstich ist behufs Ausbeutung für die nächsten 7 Jahre billig zu verpachten.
Näheres durch die Expedition dieses Blattes. (151)
HV)etzgergasse Nr. 7 ist ein möblirtes Französische Allee Nr. 16 ist ein heizbares
Zimmer an einen ledigen Herrn zu O gut möblirtes Zimmer zu vcrm. (147) vermiethen. (129)
/Ätn möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Wittwe Utz. ___________(132)
Zu vermiethen:
Philippsruher Allee Nr. 3 eine vollständige Wohnung mit Gartenvergnügen. (135)
Zu vermiethen:
Im goldenen Hammer, mittlere Etage, eine freundliche Wohnung an stille Leute, für 140 fl. Näheres bei L. Wcinrank. (136) /Titele Dechaneigasse Nr. 22 ist im oberen Vv Stock eine Wohnung zu verm. (137)
Gin Laden
mit Wohnung nebst Zubehör, ferner eine Wohnung von 2 Zimmern und Alkoven sind zu vermiethen. Zu erfragen bei Bornett, Lindengasse Nr. 1, eine Treppe hoch. (144) Ofltgaffe Nr. 7 ist die untere Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern, Kammern, Küche 2c., sogleich zu vermiethen. (145)
Z«^vermiethen ~
Die Mansardenwohnung Nürnbergerstraße Nr. 24 an stille Leute ohne Kinder. (146)
ltgasse Nr. 10 ist ein freundliches Zimmer mit oder ohne Möbel zu vcrm. (148) rämergasse Nr. 8 ist ein freundlich möblirtes Zimmer sogleich zu ver- micthen. (149) errngasse 15, 1 Stiege hoch, sind ein auch zwei schön möblirte Zimmer so
gleich zu vermiethen.___________________(154) Ein Wagner-Gesellt welcher im Felgenhauen Fertigkeit hat, wird bei gutem Lohn zu dauernder Beschäftigung gesucht. Näheres in der Expedition. (130) ifür einen ordentlichen Jungen ist eine
Lehrlingstelle mit Wochenlohn offen in der Bürstenfabrik von (157) .^. «. Kalb.
Kapitalverleihung.
600 fl. gegen doppeltes hypothekarisches Unterpfand, den 1. März.
Näheres bei Sensal Ad. Treuscli. (131) ________________Vorstadt 22. ut gehaltene Exemplare der Garterk- lnube, Jahrgang 1870, werden zu
kaufen gesucht.
Von wem? sagt die Expedition. (120)
Geschästs-ErSssiiinig.
Einem verehrlichen Publikum mache hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich mich als Schlosser dahier etablirt habe. Indem ich unter Zusicherung guter und möglichst billiger Bedienung um zahlreiche Aufträge bitte, bemerke noch, daß sich mein Geschäfts-Lokal Fischergasse Nr. 15, im Hause des Herrn Schlossermeisters Vogt, befindet.
Hanau, den 31. Januar 1871.
(153) Wilhelm Heubeler jun.
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Vcrloosunqskalmdcr für das Zahr 1878.
Februar 1. Oesterr. 500 fl.-Loose ä 5S von 1860.
„ 1. Nassauische 25-fl.-Loose.
, 1. Braunschweig. 20 Thir.Lovse. „ 1. Sladit Augsburg 7-fl.-Loose.
„ 1. Gräfl. St Genois 40-fl.-Loose. „ 1. Gräfl. Pappenheim 7-fl.-Loose. , 1. Finnland. 10-Thlr.-Loose . 1. Stadt Alle 100 Fr.-Loose ä3$. , 1. Stadt Antwerpen 100-Fr.-Loose 30 , 1. Stadt Florenz 250-Fr.8oose fi4z „ 1, Städte Roubaix u. Tourcoing 50-Fr.-Loose.
, 1. Belgische Communal 100-Fr.» Obligationen von 1868 ä 3$.
, 15. Ungarische 100 fl.-Leose.
„ 15. Großh. Hess. 25 fl.-Loose.
„ 15. Stadt Brüssel 100-Fr.«Loose von 1867 ä 3z.
„ 28. Badische 35 fl.-Lo»se.
Vom Kriegsschauplatze.
Wie traurig die Verhältnisse in Paris sich in letzter Zeit gestaltet hatten, geht aus einem in der „Cölw. Ztg." veröffentlichten Schreiben hervor:
„Zum ersten Male seit dem Beginn der Belagerung sind die Briefe aus Paris — sie gehen bis zum 21. — voll Entmuthigung. Paris wird Tag und Nacht bombardirt und man berechnet, daß alle 24 Stunden 150 Personen verwundet oder gelobtet werden. Ein großer Theil der Bewohner lebt in den Kellern, andere flüchten von einem Viertel zum anderen, während Haufen von Frauen und Kindern die Ministerien belagern, um die Uebergabe zu verlangen. Im Augenblick, wo diese Schreiben abgingen, war eS sehr kalt und alles Brennmaterial erschöpft. Der Brief eines Mannes an seine Frau sagt: „Der Muth hat sich erhalten; aber ich muß zugestehen, daß die Lebensmittel reißend abnehmen. Wir erwarten, daß morgen das Brod rationirt wird. Ich habe nur noch trockene Bohnen und viel Wein. Die Todesfälle unter den Kindern sind schreckenerregend. Wir stehen jetzt das ganze Elend der Belagerung aus. Wir wurden von der Regierung und den Journalen über die Armeen getäuscht, die unS zu Hülfe marschiren sollten. Wir wissen jetzt die Wahrheit. Frankreich ist verloren; PariS muß fallen. Wir haben 9000 Mann bei dem letzten Ausfalle verloren. Man bringt die Todten und Verwundeten zu Hunderten zurück. Die Ringmauer-Eisenbahn setzte die Armeen in den verschiedenen Stationen ab. Es gibt Arbeit für die Ambulanzen und die Aerzte; welche Thränen in Tausenden von Familien! Mangel an Nahrung, Kälte, Krankheit, Verlust der Freunde, Abwesenheit unserer Frauen und Kinder, ohne daß wir Nachricht von ihnen haben können, Regen von Mordgcschosscn — Gott sei Dank, Du bist in Sicherheit; umarme die Kinder." Dieser Brief ist vom 21. Seitdem haben die Leiden der Stadt zugenommen, obgleich man vom 23. meldet, daß das Bombardement weniger stark sei. Ballonbriefe vom letzten Donnerstag versichern,
daß am 19., am Tage des Ausfalles, 86 Personen getödtet und 215 — fast alle Frauen und Kinder — verwundet worden sind."
Vom Ob er r he in, 26. Januar, wird der Allg. Ztg. geschrieben : „Aus der Belagerung von Belfort habe ich Ihnen noch einen schönen Zug eines französischen Offiziers zu berichten, welcher bezeugt, daß doch nicht bei allen das Gefühl der Ehre verloren gegangen ist. Als das Dorf und Vorwerk Danjoutin von den Unfrigen erstürmt wurde, mußte sich der dortige Commandant mit den Seinigen ergeben. Als diese Handlung vor sich ging, ließ sich ein Franzose hinreißen, auf einen der Unfrigen seinen Revolver abzuschießen und ihm den Arm schwer zu verletzen. Da packte ihn sofort der Commandant am Kragen, übergab ihn dem deutschen Offizier mit dem Ersuchen: diesen Ehrlosen strenger Bestrafung zu- zuführen, und ließ den Verwundeten zu seiner eigenen Familie nach Altkirch bringen, wo er die sorgsamste Pflege erhält. Der Commandant selbst kam natürlich mit den Seinigen als Kriegsgefangener nach Deutschland." l«»n. s-g.)
Die „Straßb. Ztg." schreibt aus Mühlhausen, 23. Jan.: „Heute Nachmittag wurde plötzlich Generalmarsch geschlagen und. geblasen. Von allen Seiten strömte das Militair auf die Sammelplätze in Schlagbereitschaft. Daß natürlich eine Niederlage der Deutschen die Ursache der Zusammenberufung, eine Räumung der Stadt von den deutschen Truppen die nächste Folge und ein sieg- rei chcs Einrücken Garibaldi's oder Bourbaki's, der bereits wieder in „Altkirch" stand, obwohl beide so eilig als möglich rückwärts marschiren, — jeden Augenblick zu erwarten sei, daS war selbstverständlich. Vor dem Rathhause versammelte sich eine zahlreiche Menge; die Truppen sahen aber gar nicht aus, als wollten sie vor Jemandem davonlaufen; die Musik spielte auf und — „Der deutsche Kaiser wurde proclamirt."
Ärdruekt und wiegt in der SBu&brutferel des vereinigten evangel. Waisenbauses.
Die auf den 3. d. M. in der Gemeinde Niederrodenbach anberaumte Holzversteigerung kann eingetretener Hindernisse wegen nicht abgehalten werden.
Schöpf, Bürgermeister.