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Oeffentliche Bekanntmachungen.
Auszüge aus dem Oeffentliche« Anzeiger zum Amtsblatt der Königl Regierung zu Caffel.
Bockenheim. Zum zwangsweisen Verkauf des dem Joh. Ludwig Kämmerer und dessen Ehefrau, Susanne Margarethe, geb. Ruppert, in hiesiger Stadt zugehörigen Grundeigenthums steht erster Termin den 9. Februar, eventuell zweiter den 9. März und dritter den 13. April d. 3.; je Vormittags 11 Uhr (Contumacirzeit), in das Königliche Amtsgerichtslokal zu Bockenheim.____
Bekanntmachung
Freitag den 27. d. M., Morgens -^9 Uhr, sollen in Nr. 36 der Birsteiner Straße (bei Wächtersbach) 44 Stück starke Pappeln, und an demselben Tage, Nachmittags 3 Uhr, in Nr. 71 der genannten Straße (zwischen Neuenschmidten und Birstein) 37 Stück dergleichen auf dem Stamme meistbietend »ersteigert werden, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.
Gelnhausen, den 10. Januar 1871.
Der Königl. Landbaumeister.
(49)_____Spangenberg.________
Statistik über den Feldpostverkehr.
Nach den statistischen Nachweisungen der Feldpostanstalten, der Postsammelstellen und der Nordd. tandes-Postanstalten sind in dem Zeitraum vom 16. Juli bis 31. Dezember 1870 an Feldpostsendungen befördert worden.
1) Gewöhnliche Briefe und Cor- refpondenzkarten von der Hei- math nach der Armee und umgekehrt, sowie im Verkehr der Truppenteile untereinander 67,600,000 Stück.
(durchschnittlich täglich 400,000 Stück.)
2) Zeitungen 1,536,210 Exemplare, (durchschnittlich tägl. 9090 Exempl.) und zwar:
a) im Wege des PostdebitS bezogen 632,060 Exemplare,
b) dieect und unter Kreuzband rc. versandt 904,150 Exemplare.
3) Gelder in Militair Dienstan- gelegenheiten 40,424,800 Thlr. in 27,885 Briefen, bezw. Packeten (durchschnittlich täglich 239,200 Thlr. in 165 Briefen rc.)
und zwar:
a) nach der Armee 38,025,000 Thlr. in 4,225 Briesen rc.,
b) von der Armee 2,399,800 Thlr. in 23,660 Briefen rc.
4) Gelder in Privatangelegenheiten der Militairs re. 13,046,800 Thlr. in 1,554,800 Briefen rc. (durchschnittlich täglich 77,200 Thlr. in 9,200 Briefen rc.)
und zwar:
a) nach der Armee 3,718,000 Thlr. in 1,030,900 Briefen rc.,
b) von der Armee 9,328,800 Thlr. in 523,900 Briefen rc.
5) Paekete in Militair - Dienstangelegenheiten 57,460 Stück, (durchschnittlich täglich 340 Stück) und zwar:
a) nach der Armee 42,250 Stück, b) von der Armee 15,210 Stück.
6) Paekete in Privatangelegenheiten der Militair- re. 1,219,533 Stück, (durchschnittlich täglich 22,173 Stück.)
(Die Annahme dieser Packete begann am 15. Oktober pr. und wurde vorläufig geschloffen am 8. Dezember pr.; die Einrichtung hat mithin 55 Tage bestanden;
zur Verpackung waren 81,922 Packelsäcke erforderlich.)
Nach Vorstehendem sind in der Zeit vom 16. Juli bis einschließlich 31. Dezember 1870 nach und von der Armee durch die Norddeutschen Feldposten insgesammt befördert worden:
1) Briefpo st gegen st ände (gewöhnliche Briefe, Correspondenzkarten, Zeitungen u. s. w.) 69,136,210 Stück,
2) Gelder53,471,600Thlr.in 1,582,685 Briefen, Packeten rc.,
3) Packete ohne declarirten Werth 1,276,993 Stück.
Berlin, den 7. Januar 1871.
General-Postamt.
Stephan.
Iagdverpachtung.
Dienstag den 24. Januar 1871,
Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Gemeindehause zu Groß- Steinheim die fiscalische circa 1200 Morgen große Wald- und Feld-Jagd in der Gemarkung Klein - Steinheim aus weitere 12 Jahre, unter den im Termine zu eröffnenden Bedingungen, meistbietend verpachtet werden.
ES können nur bekannte rechtliche Leute als Jagdpächter zugelassen werden, von denen eine vorschriftsmäßige Benutzung der Jagd zu erwarten steht, keine solche, die sich bereits Jagdvergehen schuldig gemacht haben, keine Fisch -, Krebs - oder Waldfrevler, keine Leute ohne Vermögen »der solche, die durch die Jagd ihr Gewerbe vernachlässigen und in ihrem Nahrungsstande zurückkommen würden. Personen, deren Fähigkeit als Pachter hiernach nicht notorisch ist, haben vor Beginn der Verpachtung die erforderlichen Zeugnisse bei- zubringen.
Seligenstadt, den 15. Januar 1871.
Großherzoglich Hessisches Forstamt Seligenstadt.
In Verhinderung des Forstmeisters: (59) Trautwein, Oberförster.
Bekanntmachung.
Die Wählerlisten der sechs hiesigen Wahlbezirke für die bevorstehende Wahl eine» Abgeordneten zum Reichstage sind
vom 19. o M acht Tage lang auf dem Stadthause zu Jedermanns Einsicht ausgelegt.
Wer diese Listen für unrichtig oder unvollständig hält, kann solche» innerhalb jener 8 Tage schriftlich oder mündlich bei mir zur Anzeige bringen.
Hanau am 16. Januar 1871.
Der Oberbürgermeister
(63) Cassian.
Bekanntmachung.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die von Königlicher Regierung, Abtheilung für direkte Steuern rc. zu Caffel sestgestellte Klassensteuer-Rolle der Stadt Hanau für das Jahr 1871 vom 18. d. M. an in dem Bureau des Steuerkommissars Baring, Langgasse Nr. 60 gleicher Erde — 14 Tage lang zur Einsicht der Betheiligten offen liegt.
Reclamationen gegen die gescheheneVer- Snlagung sind binnen einer 3monatlichen Präklusivfrist, vom ersten Tage nach Ablauf der OffenlegungSfrist gerechnet, an die Königliche Regierung zu richten, bei dem Königlichen Landrathsamt hier- selbst aber, unter Bezugnahme auf die Nummer des neuen Steuerzettels, schriftlich einzureichen.
Hanau am 17. Januar 1871.
Der Oberbürgermeister.
Casjian.
vt. Baring.
Bekanntmachung.
Schluß der Annahme gewöhnlicher Feldpostbriefe bis zum Gewicht von 8 Loth.
Es wird daraus aufmerksam gemacht, daß die Annahme gewöhnlicher Feldpostbriefe bis zum Gewichte von 8 Loth zur Beförderung mit der Post nach Frankreich nach Maßgabe der Bekanntmachung vom 23. Dezember 1870 mit dem Abend des 9. Januar bis auf Weiteres aufhört und die frühere Gewichtsbeschränkung bis 4 Loth allgemein wieder eintritt.
Berlin am 9. Januar 1871.
General-Postamt.
__________Stephan.__________
Bekanntmachung
Beförderung von Privatpäckereien an die in Frankreich befindlichen Offiziere, Militair- und Civil-Beamten.
Laut Bekanntmachung vom 2. d. M. werden Packete mit Bekleidungs- und AusrüstungSgegenständen an die in Frankreich befindlichen Offiziere, Militair- und Civil-Beamten bereits seit dem 5. Januar zur Beförderung angenommen. In Folge mehrfacher Anfragen wird auf diesen Umstand nochmals besonders aufmerksam gemacht.
Berlin am 10. Januar 1871.
General-Postamt.
Stephan.
Samstag den 2 1. d. M., Vormittag« 11 Uhr, sollen im Geschäftslocale der Steuerkasse I folgende Gegenstände, als:
eine Doppelflinte mit Ladestock und ledernem Tragriemen,
ein leinener Hasenbeutel, ein lederner Schrotbeutel mit Riemen u. ein blechernes Pulverhorn öffentlich meistbietend verkauft werden. Hanau, den 16. Januar 1871.
Königliche Steuerkasse I.
(77) Deichmann, Rentmeister.