^irchgasse Nr. 23 ist ein möblirtes Zimmer VV zu vermiethen. (17) Oanggaffe Nr. 85 ist ein Logis, aus einer •V großen Stube, Kammer, Küche, Keller und Bodenkammer bestehend, vom 15. Febr. an zu beziehen. (19) Au vermiethen F
Die obere Wohnung im „Hessischen Hof," per 1. April. (2 t)
/^ine Wohnung, bestehend aus 4 Stuben, Küche, Keller, Bodenkammer, Brunnen- und Regenwasser im Hause, ist Mitte Februar zu beziehen. Näheres in der Exped. (32)
14
E^chgasse Nr. 6 ist eine kleine Wohnung zu vermiethen. C25)
^errengasse Nr. 21 kann bei einer stillen 0 J Familie ein solides Mädchen Schlafstelle erhalten. (23)
Dr« Pattis<m’s ti ich twatte« das bewährteste Heilmittel gegen ($icht und RhcumatiSme»! aller Art, als: Gesichts-, Lendeu-, Hals- und Zahnschmerzen, Kopf-, Hand- und Kniegicht, Gliederreißen, Rücken- und Brnstweh. u. s. w. In Packeten zu 30 kr. und halben zu 16 fr. bei: (1508) K. W. Kenkek am Markt.
/^in schön möblirtes Zimmer nebst Schlaf- stube ist zu vermiethen, bei
Karl Gelhaar,
(1949) Altstädter Markt Nr. 5.
^erivypsiißetk.
Hambnrg, 2. Jan. Bei bet heute vor-
Frankfurter Börse.
10. Januar 1871.
genommenen Serienziehnrig der Hamburger Staatsanleihe von 1866 wurden folgende Serien gezogen: 65, 144, 272, 449, 552, 570, 581, 704, 705, 710, 726, 983, 992, 1022, 1090, 1091,1230, 1403, 1515,1544, 1620, 1629, 1682, 1734,1809,1984, 2168, 2210,2267, 2391, 2473,2516,2583,2698, 2766, 2791, 2832, 2897,3047,3067,3413, 3512, 3537, 3546, 3622,3752,3758,3775, 3792 3831.
Großherzogl. Hessische 50-fl. Loose. Am 2. und 4 Januar gezogene Haußtpreise. Nr. 47028 40,000 fl; Nr. 96047 10,000 fl.; Nr. 51658 5000 fl.; Nr. 47702 3000 fl.; Nr. 17191, 52381, 54933, 61929, 66127, 68851, 77465, 104227, 108209 u. 123512 je 1000fl.; Nr. 12969, 22898,28126,282u6, 31409, 32558, 38047,45254,50670,51514, 58075,62724, 63595, 66057,78862, 79708, 80080, 80804, 88682,91277 96545, 96863, 99870, 120825, 124710 und 126113 je 400 fl__________________________
Preußen 4*/,% Oblig. 89% G.
Nassau 4%% Obliz. 91% bz. Kurbessen 4% Oblig. 82% P. Bayern 4 % % tjähr. 91 G. „ 4%% %jäl)t.91% bz. „ 4% „ 85% bz. Würtemb. ^Vr°/»Oblig.90V, bz. „ 4% Oblig. 83% bz. Laden 4 % % Oblig. 91 G. „ 4% Oblig. 86 G. Är.Heffen 4% Oblig. 93% bz. Oesterr. Silberrente 54% bz. „ Papierrente 46% bz. „ 5% M. steuerf. — bz. Amerik. Bonds 1881r 97% bz. „ „ 1882r 94% bz. „ „ 1885r 94% bz.
Actie» !varmst. Credit 315 G. Oesterr. Creditanst. 235% bz. 'Prioritäten.
5% Slisaberbb. 76 G.
3% Livorneser E.-B. 31% G 6% Oesterr. Südb. 73% bz.
3% Oesterr. Staatsb. 56 bz 5*/, Toskan. Centralb. 49’7 bz. Aulehensloose. 3%% $reu6.älOO$6lr.H6 O. Kurhess. ä 40 Thlr. 63 bz Raff. a 25 fl. 39% bz. 4% ®a^er.äl00$l)lr. 106% bz. 4% Bad. ä 100 „ 105% bz. Badische ä 35 fl. 58% bz. G-oßh. Hess, a 50 fl. 177 P. „ „ ä 25 fl 47 bz. Oesterr.fi. 250 0.1839 196 bz. „ „ 250 „ 1854 70 P. „ ,. 500 „ 1860 77 bj. „ „ 100 „ 1864 112 63.
^Oest.Creditanst.v.1858 154 (S.
IßccbfeL
Amsterdam k. S 1003/, bz.
Augsburg k. S. 100 B.
Berlin
Bremen
k. S. 105 63.
k. S. 97 B.
Cöln
k. S. 104% bz.
Hamburg
f. S. 88% bz.
London
k. S. 119 bz.
Paris
k S. — bz.
Wien
k. S. 95% bez.
ditto
m. S. — Ä.
ditto
l. S. — bz.
Disconto
3%%.
Geldsorten.
Pr.Kaffenscbeine fl.1.44%-45% „ Friedrichsd'or,, 9.58%—59'%
Pistolen „ 9.46—48
„ doppelte „ 9.48—50 Holl.fl.10-Stücke „ 9.54-56 Ducaten „ 5.37—39 Napoleonsd'or „ 9.32—33 Dollars in Gold , 2.27-28
Vom Kriegsschauplätze
In einem Brief aus Orange, d. d. 27. Dez., welchen die „Cöln. Ztg." einem franz. Blatt entnommen, heißt es, daß die Drohung „ä Berlin" noch keineswegs aufgegeben ist. „Sie mögen die Behauptung kühn nennen, aber nichts desto weniger ist es Thatsache, daß die Franzosen in diesem Augenblicke auf dem Marsch nach Deutschland sind (!) und daß sie, trotz einzelner Niederlagen, bald an ihrem Bestimmungsorte eintreffen werden. (Wir glauben, Viele seien schon dort eingetroffen.] So überzeugt ist das Volk von seiner wachsenden Stärke und von seinem schließlichen Siege, daß jeder Frieden unmöglich geworden ist, bis der furchtbaren
Rache, welche Frankreich verlangt, Genüge geschehen." Daß diese furchtbare Rache nicht vor dem Friedensschluß Statt findet, dafür lassen wir unsere Feldherrn sorgen, daß sie nach dem Friedensschluß unmöglich sei, werden unsere Diplomaten schon einzurichten wissen.
Nach der Schles. Ztg. ist es dem Postexpcdienten Franke aus Breslau, zur Zeit Vorsteher der Landes-Postanstalt in Soissons, durch einen Zufall gelungen, dem Bestehen einer geheimen französischen Post, welche bisher regelmäßig von der Regierung in Bordeaux zur Versendung von Journalen und, Verordnungen benutzt wurde, auf die Spur zu kommen. Derselbe fand gelegentlich eines Besuches in der Küche des von der Administration der deutschen Posten engagirten Fuhrunternehmers Ballet fünf in grauem Papier verpackte Packete, öffnete dieselben und fand eine größere Zahl pariser „Ballonbriefe", Zeitungen und Verordnungen vor. Sämmtliche „Ballonbriefe" und Zeitungen wichtigeren Inhalts sind dem Chef des großen Generalstabs übersandt worden. Ballet gab an, die Briefe von einem ihm unbekannten Reisenden erhalten zu haben."
Die Turiner Zeitung veröffentlicht einen Brief aus Epinay vom 28. Dez., geschrieben von einem Garibaldianer. In demselben heißt es: „Die offiziellen Zeitungen und Depeschen der Regierung find beständig bestrebt, den Geist des Widerstandes zu preisen, der die Franzosen beseelt. Wäre es nur wahr! Die Massen sind müde eines Krieges, der schon über fünf Monate dauert, und diese Be
völkerung wäre zufrieden mit jedem Verträge, der nur den Frieden brächte. Vielleicht ist man in dem großen Centrum noch nicht so
kläglich tief gesunken, aber ich spreche als Augenzeuge, und waS ich sehe, schlägt mich nieder. Gewiß war nach Sedan eine revolutionäre Fiber in Bewegung, die bis jetzt einen ziemlich energischen Widerstand möglich machte; aber es täuschen sich im Jnlande und im Auslande alle die, welche glauben, daß solche Ueberanstrengungen lange hinhalten können; es ist die Abspannung, welche jetzt die Ueberhand hat, und nur zu sehr ist das allgemeine Elend der Verbündete derselben. Die Familien und Gemeinden sind von Requisitionen unterdrückt, sei es von preußischen oder französischen oder von beiden zusammen. Für die ersten Lebensbedürfnisse muß man ein Auge aus seinem Kopfe hergeben.... Es ist die sociale Frage, die mit großen Schritten heranrückt; die Frauen klagen und wirken auf die Stimmung der Männer ein. Oh. mon Dieu! Que 9a finisse vite, d’une maniere ou de l’autre! Das ist der Refrain, den ihr von allen Seiten hört, und es hieße Wasser inö Sieb schütten, wollte man von der Nothwendigkeit predigen, die Fremden zu vertreiben und die Ehre der Nation zu retten Wenn der Krieg noch etwas länger dauert, wenn die letzten Hülfsmittel des Landes erschöpft werden, so werdet ihr sehen, daß im März und April 1871 noch ganz andere Leiden über das Land kommen."
Charakteristisch für die Zuverlässigkeit der französischen Berichte ist eine Bemerkung, die dem Korrespondenten des Daily Telegrabh im deutschen Hauptquartier in Bapaume zufolge ein dortiger Schweinemetzger machte Dieser hatte die Ehre, mehrere hohe Offiziere als Quartiergeber zu bewirthen, und äußerte sich einem derselben gegenüber wie folgt: „Mein Herr, die unglückseligste Nachricht, die ich nur erhalten kann, ist die von einem französischen Siege, denn so sicher als ich davon höre, so sicher kann ich darauf rechnen, daß ich 4 Stunden später die Preußen im Hause^habe. Ich für meine Person glaube nicht mehr an französische siege, während das Vorrücken der Preußen sich als schmerzliche Wirklichkeit erweist, denn Dieselben zehren Alles auf, was ich im Hause habe."
Gedruckt und verlegt t» er Buckdruckeret des vereinigten evangel. Waisenhauses.