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Verloosungen I
Brüs seler 100-FrcS. -Loose von | 1856. Am 1. Dezember 1870 gezogene Hauptgewinne: Nr. 41023 â 25,000 Frcs. Nr. 50347 â 10,000 Frcs. Nr. 26192, 28436, 30576, 48955, 49360, 67679, 58300, 64210, 67074, 67358 â 900 Frcs. Nr 23467, 26390, 28257, 30606, 30681, 34401, 34663, 48544, 59205, 63446 ä 500 FrcS. Nr. 1376, 14162, 22734 â 300 Frcs. Nr. 490, 605, 4393, 15594, 16249, 22406, 23563, 40207, 47789, 49481, 59247, 59613, 62345, 63683, a 200 FrcS.
Tarife.
Frankfurt-Hanauer Eisenbahn.
Von Hanau nach Wilbelmsbad..... Hochstadt-Dörnigheim . . Mainkur ...... Frankfurt...... Großauheim ..... Kahl........ Dettingen ...... Klein-Ostheim ..... Aschaffenburg .....
Tarif für Retourbilette.
1. Kl.
2. Kl.
3. «L
Von Hanau nach
thlr.sg.
thlr.sg. thlr.sg.
Niederrodenbach . .
. — 8
- 6
— 4
Langenselbold . . .
. - 13
— 10
— 7
Meerholz ....
. — 21
— 16
— 11
Gelnhausen.
. - 24
— 18
— 12
Wächtersbach .
. 1 6
- 27
— 18
Salmünster. . .
1 13
1 2
— 22
Steinau .
. 1 20
1 8
- 25
Schlüchtern.
1 26
1 12
- 28
Elm.....
. 2 5
1 19
1 3
Flieden.....
. 2 16
1 27
1 8
Neuhof.....
. 2 21
2 1
1 11
Fulda.....
3 6
2 12
1 18
Hünfeld ....
. 3 24
2 26
1 27
Burghaun ....
. 3 29
2 29
2 —
Neukirchen ....
. 4 8
3 6
2 4
Hersfeld ....
. 4 22
3 17
2 11
Bebra.....
. 5 6
3 27
2 18
Von Hanau nach Frankfurt:
I. Kl. 1 ft. 9 kr., II. Kl. 45 kr., III. Kl. 33 kr.
Bebra-Hananer Eisenbahn.
1. M. 8 al.
Von Hanau Langenselbold . Meerholz . . Gelnhausen Wächtersbach .
nach
thl.sg. - 10 — 16 — 18 - 27
thl.sg. — 7 — 11 - 12 — 18
3. KI thl.sg. — 4 — 7 — 8 — 11
1 Kl. S.Kl. S Kl.
Salmünster
.....1 2
— 22
—
14
ft. lr.
kr.
kr.
Steinau
.....1 8
— 25
—
16
— 15
9
6
Schlüchtern
.....1 12
- 28
—
18
— 18
12
9
Elm . . .
.....1 19
1 3
—
21
— 30
21
15
Flieden. .
.....1 27
1 8
—
24
— 45
30
21
Neuhof. .
.....2 1
1 11
—
26
— 15
9
6
Fulda . .
.....2 12
1 18
1
—
— 27
18
12
Hünfeld
.....2 26
1 27
1
6
— 39
27
18
2 —
1
7
36
24
Burghaun .
.....2 29
— 54
Neukirchen.
.....3 6
2 4
1
10
1 9
48
33
1 Hersfeld .
.....3 17
2 11
1
15
Bebra . .
.....3 27
2 18
1
19
Frankfurter Börse.
20. Dezember 1870.
Preußen 4%% Obltg. 89% bz. Nassau 4 % % Oblig. 91% bz.
Kurbeffen 4% Oblig. — G.
Bayern 4%% tjâhr. 91 P.
„ 4%% %Mr.91 b3.
„ 4% „ 85% P.
SBürtemb. 4%%Dbtig.9O% bz.
„ 4% Oblig. - bz.
Baden 4%% Oblig. 90% bz.
„ 4% Oblig. - P. Gr.H-ffen 4% Oblig. 93% bz. Oesterr. Silberrente 53% bz.
„ Papierrente 45% bz.
„ 5% M. steuerf. — bz.
Amerik. Bonds 1881r 96% bz.
„ „ 1882t 94% bz.
„ „ 1885t 93% bz.
Actien.
Darmst. Credit 320 P.
Oesterr. Creditanst. 232% bz.
Prioritäten.
5% Elisabethb. 76% P.
3% Livorneser E.-B. 31% bz
6% Oesterr. Südb. 72% P.
3% Oesterr. Staatsb. 55% bz.
5% Toskan. Centralb. 49 G.
Anlehenöloose.
3%% Preuß.» 100Thlr.- P.
Kurheff. ü. 40 Thlr. 63 bz. - Raff, â 25 ft. 39 bz.
4°/„ Bayer.» 100Thlr. 106 bz. 4% Bad. â 100 „ 104% bz.
Badische â 35 ft. — P.
G^oßh. Hess, â 50 ft. — P.
„ „ â 25 fl. - G.
Oesterr. ft. 250 b. 1839 — G. „ „ 250 „ 1854 70% bz.
„ ,. 500 „ 1860 75%, bz.
„ „ 100 „ 1864 108 dz.
Oejt.Srebitanfl.b.lSöS 156% bz.
Wechsel.
Amsterdam k. S. 100% bz. Augsburg k. S. 100 P.
Berlin k. S. 105% bz.
Bremen k. S. 97 bz. Cöln k. S. 1047, bz.
Hamburg k. S. 88% bz. London k. S. 119% bz. Parts k. S. — bz.
Wien k. S. 95% bez.
ditto m. S. — G.
ditto l. S. — bz.
Disconto 3*4% G.
Geldsorten.
Pr.Kafsenschetne fl. 1.44%-15% „ Friedrichsd'or,, 9.58%—59%
Pistolen „ 9.47-49
„ doppelte „ 9.48—50 Holl.fl.10-Stücke„ 9.54a6 Ducaten „ 5.37—39
Napoleonsd'or „ 9.31%—32% Dollars in Gold „ 2.27-28
Vom Kriegsschoupl atze
Ein Correspondent der „Pall Mall Gazette", der sich in das
Jncognito des orientalischen Namens Azamas Basuk hüllt, aber weder Engländer noch Orientale, sondern nach den Einen ein Däne, nach Anderen ein Elsässer ist und bisher immer unter beiden Verhältnissen erklärlichen fanatischen Prcußenhaß an den Tag gelegt hat, schreibt der „Cöln. Ztg." zufolge aus eigener Anschauung Einiges über den Einzug der Deutschen unter General v. Manstein in Orleans. „Die Truppen," sagt er u. A., „rückten in der vollkommensten Ordnung ein. Da ich bisher stets auf französischer Seite war, so hatte ich keine Gelegenheit, mir ein klares Urtheil über die prächtige Verfaffung dieser Truppen zu bilden. Die Ordnung und Disciplin im 9. Armeecorps wenigstens ist über alles Lob erhaben." Das Zeugniß dieses gewiß nicht für die Deutschen eingenommenen Augenzeugen ist um so befriedigender, als derselbe zur Zeit und kurz nach der Capitulation von Sedan vom bloßen Hörensagen der preußischen Armee alle möglichen Schandthaten nach- erzählt und den Offizieren sogar die Neigung zugeschrieben hatte, sich silberne Leuchter, Spitzen und andere Werthgegenstände in Feindesland anzueignen.
Die France (Edition departementale) vom 9. Dezember gibt Frankreich auf, wenn man Gambetta nicht das Handwerk lege und ihn zwinge, sich einen Regierungsrath beizugesellen und daS Kriegs- Ministerium in fähigere Hände zu legen. „Die persönliche Gewalt verpflichtet," sagt die France, „sie bedingt die Nothwendigkeit des Erfolges. Herr Gambetta hat den besten Beweis davon in der Katastrophe selbst, die ihn von den Oppositionsbänken auf den Regierungssessel getragen hat. Seine erste Pflicht, ehe er weiter vorschreitet, ist, zu untersuchen, ob er diese unerläßliche Bedingung für jeden Menschen, der sich anmaßt, allein zu regieren, erfüllt hat. Möge er dieses Mal weder seine Illusion, noch seine Umgebung zu Rathe ziehen, möge er die Thatsachen befragen, die Thatsachen werden ihm antworten. Sie werden ihm sagen, daß seit seiner Ankunft zu Tours Metz capitulirt hat, Schlettstadt capitulirt hat, Neubreisach, Thionville, La Fere capitulirt haben, daß während dieser selben zwei Monate der Feind den Osten und den Norden Frankreichs überzogen, Belfort belagert, Lyon und Bösanyon bedroht,
Amiens und Rouen besetzt und den Kreis seiner Occupation beinahe verdoppelt hat, ohne daß eine dieser Festungen zu Hülfe ge
kommen, ohne daß eine dieser Städte beschützt worden und ohne daß die steigende Fluth der Invasion irgendwo aufgehalten wäre. Sie werden ihm noch sagen, daß von allen Armeen, zu welchen er die Elemente dem Lande abverlangt hat, nur eine einzige bis zu einer ernsthaften Organisation gelangt ist, und daß er selbst diese erschüttert, indem er den Anführer für verdächtig erklärt, der, nachdem er sie informirt hatte, sie zu einem ersten Siege führte und sie durch einen gelegenen Rückzug vor einer vollständigen Niederlage gerettet hat. Sie werden ihm auch sagen, daß das öffentliche Zutrauen, Anfangs durch seinen leidenschaftlichen Impuls gehoben, ermattet, statt sich zu verstärken, und einen neuen Stützpunkt sucht."
„Je häufiger in letzter Zeit der Fall vorgekommen ist," schreibt das M.-Wochenbl., „daß französische Offiziere aus der Gefangenschaft unter Bruch ihres Ehrenworts schimpflich entweichen, wieder andere, selbst Generale, ihr Ehrenwort brechen und in die republikanische Armee wieder eintreten, um als Meineidige gegen uns zu kämpfen, desto ehrenvoller ist es, wenn ein in Frankreich weilender Offizier sein gegebenes Ehrenwort, in diesem Kriege nicht wieder gegen die Deutschen zu fechten, so heilig erachtet, daß er allen Verlockungen und Drohungen seiner Mitbürger, die den Werth und die Bedeutung des Ehrenworts eines Offiziers nicht zu kennen scheinen, standhaft widersteht. Ein Bericht-Erstatter des Staats-Anzeigers von der 2. Armee aus Orleans theilt einen solchen Fall mit. Der Oberst-Lieutenant Fouchault vom Corps des Generals Ladmirault, nach der Capitulation von Metz unter Verpfändung seines Ehrenworts freigegeben, sah sich sowohl in Frankreich als auch in Algerien, wohin er sich flüchtete, in der Unmöglichkeit, unangefochten seinem Eide treu zu bleiben, und so blieb ihm denn nichts übrig, als sich mitten durch die preußischen Linien hindurch nach Orleans zu begeben und hier den Feldmarschall Prinzen Friedrich Karl zu bitten, ihn in die Gefangenschaft nach Deutschland abführen zu lassen, was auch geschehen ist. Ehre diesem Manne! aber wie schimpflich ist es für das ehrsüchtige Frankreich, daß Ehrenhaftigkeit verfolgt und verspottet wird."
Gedruckt und verlegt in er Buckdruckerei des vereinigten evangel. Waisenb«useS.